- MegaETH öffnet sein Mainnet am Donnerstag für einen weltweiten Stresstest und will in sieben Tagen 11 Milliarden Transaktionen abarbeiten.
- Geplant sind 15.000 bis 35.000 Transaktionen pro Sekunde unter Dauerlast, mit Gaming-Apps im Frontend und Transfers sowie AMM-Swaps im Backend.
MegaETH will vor dem öffentlichen Rollout keine Schonrunde. Das Projekt, das sich als leistungsstarkes Ethereum-Layer-2 positioniert, öffnet am Donnerstag sein Mainnet für einen globalen Stresstest. Das Ziel ist sportlich: 11 Milliarden Transaktionen in sieben Tagen, bei einer anhaltenden Durchsatzrate von 15.000 bis 35.000 Transaktionen pro Sekunde.
11 Milliarden Transaktionen, aber mit echten Nutzern als Lastgenerator
Das Team sagt, der Test soll nicht nur synthetisches Geballer sein. Im Vordergrund stehen latency-sensitive Anwendungen unter Dauerlast. Nutzer sollen während der Woche mit Gaming-Apps interagieren, genannt werden Stomp.gg, Smasher.fun und Crossy Fluffle.
Das ist bewusst gewählt, weil Spiele nicht nur Transaktionen erzeugen, sondern auch ein anderes Fehlerprofil haben als reine Transfers. Latenz, Reorgs, kleine UI-Hänger, das merkt man sofort.
Im Backend will MegaETH die Last mit einem Mix aus ETH-Transfers und v3-AMM-Swaps erzeugen. Die Swaps laufen über die DEX Kumbaya.xyz, und das System soll so lange durchziehen, bis die 11-Milliarden-Marke erreicht ist. Wenn das gelingt, würde MegaETH nach eigener Aussage die größte Transaktionszahl über alle EVM-Chains hinweg erreicht haben.
„Uncomfortable“ als Designprinzip, weil nur dann Dinge brechen
Die Rhetorik ist klar: Stresstests zählen nur, wenn sie unbequem sind. Wenn etwas kaputtgeht, soll es sichtbar werden und anschließend gefixt werden. Das ist in einem L2-Markt, der inzwischen voll ist, ein sinnvoller Ansatz.
Viele Chains werben mit TPS, aber die Aussagekraft von TPS hängt an Details: Finalität, Latenz unter Last, Datenverfügbarkeit, Sequencer-Performance, und vor allem daran, wie sich das System verhält, wenn echte Nutzer gleichzeitig agieren.
Für Ethereum selbst ist die Frage weniger, ob eine weitere L2 hohe Zahlen melden kann, sondern ob sie ein stabiles Nutzungserlebnis liefert. MegaETH setzt dafür auf eine öffentlich sichtbare Belastungsprobe, bevor die Chain „public“ geht. Wenn die Tests sauber laufen, ist das ein starkes Signal. Wenn sie scheitern, ist es zumindest früh passiert.






