Cross River Bank, der Bankpartner von Elon Musks Zahlungsdienst X Money, integriert Ripples Dollar-Stablecoin RLUSD in seine Kernbankeninfrastruktur. Die am 15. Oktober angekündigte Zusammenarbeit unterstützt Transaktionen auf dem XRP Ledger und soll Unternehmen eine zusätzliche Möglichkeit zur Zahlungsabwicklung geben.

Ripple bringt RLUSD zu Cross River

Im Zentrum steht Cross Rivers eigenes Core Operating System (COS). Über eine API-Anbindung sollen Fintechs RLUSD-Zahlungen nutzen können, ohne selbst eine Blockchain-Infrastruktur aufbauen zu müssen. Klassische Zahlungswege wie ACH, Banküberweisungen und Echtzeitzahlungen sind auf derselben Plattform weiterhin zugänglich.

Tipp der Redaktion: Ripple baut Finanznetzwerk aus: DriveWealth setzt auf RLUSD und XRP Ledger

Cross River erklärte auf X:

„Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass wir mit Ripple zusammenarbeiten, um unsere Auswahl an Stablecoins zu erweitern und RLUSD in unsere Kernbankeninfrastruktur zu integrieren, mit Unterstützung für Transaktionen auf dem XRP Ledger.“

Die Bank richtet sich dabei unter anderem an Kartenherausgeber und Zahlungsabwickler auf Händlerseite. Sie sollen Zahlungen flexibler abrechnen und die Zeit bis zur Abwicklung verkürzen können. Cross River erklärte auf X:

„Gemeinsam verbinden wir traditionelle Zahlungstechnologie mit RLUSD auf dem XRPL und geben Kartenherausgebern und Zahlungsabwicklern auf Händlerseite mehr Flexibilität, innerhalb eines Tages abzurechnen und Verzögerungen bei der Abwicklung zu reduzieren. Indem wir die Programmierbarkeit von Stablecoins und ihre nahezu sofortige Abwicklung in dieselbe Umgebung wie traditionelle Zahlungswege integrieren, schaffen wir ein einheitliches Zahlungserlebnis, bei dem Unternehmen die Stärken beider nutzen können.“

Ripple betonte auf X ebenfalls die Einbindung in das Bankensystem:

„RLUSD-Zahlungen werden Teil der Bankeninfrastruktur, die Fintechs bereits nutzen. Wir arbeiten mit Cross River Bank zusammen, um RLUSD auf dem XRP Ledger in deren Kernbankenplattform zu integrieren. Dadurch ermöglichen wir eine Abwicklung rund um die Uhr innerhalb von Zahlungsnetzwerken und mehr Flexibilität bei der Abwicklung im Tagesverlauf.“

Laut der Pressemitteilung umfasst der Ansatz auch grenzüberschreitende Zahlungen und die Bewegung von Unternehmensliquidität. Die Dienstleistungen sind derzeit allerdings nur in ausgewählten US-Bundesstaaten verfügbar.

Wie die Cross River Bank und Musk zusammenhängen

Die Verbindung zu Musk führt über den Finanzdienst seiner Plattform X. Cross River gab am 27. Juli 2026 offiziell bekannt, die Bankeninfrastruktur für X Money bereitzustellen. Die Zusammenarbeit soll Konten, eine Visa-Debitkarte und Zahlungen zwischen Nutzern direkt innerhalb der X-App ermöglichen.

X stellt die Plattform bereit, über die Nutzer auf die Finanzfunktionen zugreifen. Cross River liefert im Hintergrund Bankdienstleistungen und den Zugang zu Zahlungsnetzen. X Money ist damit Teil von Musks Vorhaben, X in eine allumfassende App zu verwandeln.

Somit verbindet die neue Kooperation Ripple mit einem Bankdienstleister, dessen Infrastruktur für X Money eingesetzt wird. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass X Money künftig Zahlungen über RLUSD oder den XRP Ledger abwickelt.

Lesetipp: Ripple und Strive wollen XRP-Zahlungen in Finanz-Apps bringen – Kann es den Kurs antreiben?

Die Ripple-Mitteilung nennt X Money nicht als Anwender der neuen Integration. Ob das Unternehmen von Elon Musk zukünftig die Möglichkeit von Zahlungen per RLUSD in Anspruch nehmen wird, ist zumindest theoretisch offen.