Ripple ist am 14. Oktober 2026 eine Kooperation mit dem US-Finanzdienstleister DriveWealth eingegangen. Das Unternehmen betreut mehr als 100 Fintechs und Finanzinstitute und plant nun, mehrere Ripple-Produkte in seine Broker-Infrastruktur zu integrieren.

RLUSD soll Kapitaltransfers außerhalb der Bankzeiten ermöglichen

DriveWealth plant zunächst, RLUSD auf dem XRP Ledger für Abwicklungsprozesse in Europa einzusetzen. Später soll die Integration auf die USA ausgeweitet werden. Auch Ripples Mint- und Burn-Funktionen, mit denen Stablecoins ausgegeben und eingezogen werden können, sind Bestandteil der Zusammenarbeit.

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Damit adressieren die Unternehmen ein Problem im internationalen Wertpapiergeschäft. Während US-Aktiengeschäfte bereits einen Geschäftstag nach dem Handel abgewickelt werden, benötigen grenzüberschreitende Banküberweisungen häufig länger.

Künftig sollen DriveWealth-Kunden ihre Sicherheitenkonten mit Stablecoins finanzieren können, die sich nahezu in Echtzeit in US-Dollar umwandeln lassen. Kapital wäre dadurch auch außerhalb der üblichen Banköffnungszeiten verfügbar.

DriveWealth-Chefin Naureen Hassan erklärt dazu, dass Kunden ihr Kapital künftig rund um die Uhr nutzen können:

„Wir haben den Handel bereits an fünf Tagen rund um die Uhr ermöglicht. Jetzt muss die Finanzierung mithalten, damit Kunden nicht auf sie warten müssen.

Durch unsere Partnerschaft mit Ripple können wir unseren Kunden die bewährten Lösungen für die Kapitalbereitstellung und Vermögensverwahrung künftig auch für Stablecoins und digitale Vermögenswerte anbieten. So bleibt ihr Kapital rund um die Uhr im Einsatz, statt über Nacht oder am Wochenende ungenutzt auf Konten zu liegen.“

Ripple Payments, Custody und Prime erweitern die Zusammenarbeit

DriveWealth wird auch Ripple Payments einsetzen, um internationale Zahlungseingänge effizienter abzuwickeln. Ripple Custody soll zunächst in Europa die Verwahrung digitaler Vermögenswerte unterstützen.

Ein weiterer Bereich betrifft die Aktienfinanzierung. DriveWealth und Ripple Prime prüfen eine Zusammenarbeit im Delta-One-Geschäft. Dabei geht es um Finanzierungs- und Derivatestrukturen, deren Wertentwicklung eng an die zugrunde liegenden Aktien oder Indizes gekoppelt ist.

Künftig sollen DriveWealth-Kunden ihre Bestände in US-Dollar, RLUSD und Kryptowährungen wie XRP in einer gemeinsamen Übersicht einsehen und bei Bedarf rund um die Uhr zwischen den Vermögenswerten wechseln können. Der XRP Ledger spielt dabei eine wichtige Rolle als technische Infrastruktur. Das bedeutet allerdings nicht, dass XRP selbst für die Abwicklung sämtlicher Transaktionen verwendet wird.

Weitere Einzelheiten zu Transaktionsvolumen und beteiligten Kunden wollen beide Unternehmen auf der Swell-Konferenz am 28. Oktober 2026 in New York bekannt geben.

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Darüber hinaus gratulierte Ripple seinem Partner Evernorth zum Börsendebüt am Montag an der Nasdaq. Evernorth ist als weltweit größtes börsennotiertes XRP-Treasury-Unternehmen mit einem Gesamtbestand von 473 Millionen XRP im Gegenwert von rund 650 Millionen US-Dollar gestartet. (Artikel geht nach dem Tweet weiter)

Anders als viele andere Treasury-Unternehmen will Evernorth zusätzliche Erträge erzielen, indem es seine XRP-Bestände für institutionelle Kreditvergaben, die Bereitstellung von Liquidität und dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) einsetzt.

Darüber hinaus hat Ripple weitere Partnerschaften mit dem südkoreanischen Finanzunternehmen Meritz Securities und dem US-Unternehmen Strive geschlossen.

Unterdessen gerät der XRP-Kurs nach der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten vom Mittwoch weiter unter Druck. Innerhalb der letzten 24 Stunden verzeichnete XRP einen Rückgang um 7,71 Prozent auf 1,30 US-Dollar.