Ripple hat vor wenigen Stunden eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Wertpapierunternehmen Meritz Securities bekannt gegeben. Meritz Securities verwahrte Ende Juni 2026 Kundenvermögen im Wert von rund 71,7 Billionen südkoreanischen Won (umgerechnet rund 50 Milliarden US-Dollar zum Redaktionszeitpunkt).
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen laut der offiziellen Pressemitteilung vor allem die Tokenisierung und Verwahrung digitaler Vermögenswerte.
Meritz Securities will neue Märkte erschließen – Ripple soll dafür die Infrastruktur liefern
Die Kooperation soll zunächst innerhalb des bestehenden Wertpapiergeschäfts von Meritz Securities umgesetzt werden. Das Unternehmen prüft darüber hinaus neue Geschäftsfelder rund um börsengehandelte Krypto-Spot-ETFs, tokenisierte Wertpapiere sowie den Handel mit Stablecoins auf Won-Basis.
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Fiona Murray, Managing Director für den asiatisch-pazifischen Raum bei Ripple, sieht bei koreanischen Finanzinstituten eine zunehmende Bereitschaft, Blockchain-Anwendungen in bestehende Geschäftsmodelle einzubinden:
“Südkorea gehört zu den dynamischsten Märkten für digitale Vermögenswerte weltweit. Die dortigen Finanzinstitute bereiten sich darauf vor, von der reinen Erprobung zur praktischen Anwendung überzugehen.”
Byungha Kang, Managing Director der strategischen Planung bei Meritz Securities, äußert sich zur neuen Partnerschaft:
“Diese Partnerschaft schafft die Grundlage dafür, die globale Infrastruktur von Ripple für digitale Vermögenswerte mit unseren Kompetenzen im Kapitalmarktgeschäft zu verbinden. Während sich der regulatorische Rahmen in Südkorea weiterentwickelt, werden wir schrittweise sichere und vertrauenswürdige Finanzdienstleistungen für digitale Vermögenswerte vorbereiten.”
Ripple verfügt nach eigenen Angaben weltweit über mehr als 85 Lizenzen und ein internationales Netzwerk, das mehr als 60 Märkte abdeckt. Südkorea gehört zu den wichtigsten Wachstumsmärkten für Ripple.
Allein am 13. Oktober 2026 wurden auf der größten südkoreanischen Kryptobörse Upbit innerhalb von 24 Stunden XRP im Wert von rund 145 Millionen US-Dollar gehandelt. Damit entfielen knapp 11 Prozent des gesamten Handelsvolumens der Plattform auf XRP. Bitcoin kam im gleichen Zeitraum lediglich auf rund 90 Millionen US-Dollar Handelsvolumen.
Von Banken bis Wertpapierhandel: Ripple expandiert in Südkorea
Die Zusammenarbeit mit Meritz Securities ist für Ripple bereits die vierte institutionelle Partnerschaft in Südkorea im Jahr 2026. Zuvor kooperierte das Unternehmen mit dem Lebensversicherer Kyobo Life Insurance, der den Einsatz von Ripple Custody für die Blockchain-basierte Abwicklung tokenisierter Staatsanleihen erprobt.
Die Digitalbank Kbank setzt Ripples Infrastruktur für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte und den Aufbau eigener Wallet-Lösungen ein. Die Regionalbank Jeonbuk Bank verwendet Ripple Payments für grenzüberschreitende Geldtransfers.
Mit Meritz Securities kommt nun erstmals ein südkoreanisches Wertpapierunternehmen hinzu, das gemeinsam mit Ripple die Tokenisierung von Finanzinstrumenten vorantreiben will.
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Der XRP-Kurs reagiert unterdessen kaum auf die Ankündigung. In den vergangenen 24 Stunden verzeichnete die Kryptowährung ein Plus von 0,01 Prozent und notiert bei 1,37 US-Dollar.












