Der Nutzfahrzeughersteller TRATON setzt zukünftig auf Ripple Treasury für die konzernweite Finanzplanung. Dies gab die Volkswagen-Tochter über eine kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung bekannt. Dadurch sollen vor allem die fragmentierten Forecasting-Prozesse ihrer Marken vereinheitlicht werden.

Ripple soll die Finanzplanung strukturieren und vereinheitlichen

Laut Aussage des Unternehmens arbeitete das Treasury-Team bislang mit 20 verschiedenen hochkomplexen Excel-Vorlagen. Die Daten wurden bei den einzelnen Marken manuell eingesammelt, anschließend zusammengeführt und auf Konzernebene abgestimmt.

Gerade bei einem international aufgestellten Hersteller mit mehreren Marken führte das zu einem erheblichen Abstimmungs- und Verwaltungsaufwand.

Hinzu kamen Unterschiede bei Datenqualität und Datenquellen. Teile des Prozesses waren zudem stark vom Wissen einzelner Mitarbeiter abhängig. Ein gemeinsames System, in dem Annahmen, Änderungen und historische Forecasts zentral nachvollzogen werden konnten, fehlte.

Durch den Einsatz von Ripple Treasury will TRATON zukünftig einen einheitlichen Prozess für seine Treasury-Prognosen schaffen. Treasury-Prognosen sind Finanzprognosen, mit denen ein Unternehmen abschätzt, wie viel Geld zu bestimmten Zeitpunkten verfügbar sein wird und welche Zahlungen anstehen.

Dabei geht es vor allem um Cashflows, Liquidität, Kontostände, erwartete Ein- und Auszahlungen, Finanzierungsbedarf und teilweise auch Währungspositionen. Vereinfacht gesagt will das Treasury wissen: Wie viel Liquidität haben wir morgen, nächste Woche oder in drei Monaten – und wo könnte Geld fehlen oder überschüssig sein?

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Bei TRATON bedeutet das in der Praxis eine Zusammenführung aller verfügbaren Finanzdaten der über 20 verschiedenen Marken inklusive der zu erwartenden Zahlungsströme.

Der Einsatz von Ripple Treasury automatisiert Teile der Datensammlung und führt Informationen aus den verschiedenen Einheiten zentral zusammen. Dadurch sinkt der konzerninterne Aufwand bei der Verarbeitung und Abstimmung.

Zugleich verbessert sich die Nachvollziehbarkeit. Änderungen an Liquiditäts- und Cashflow-Prognosen lassen sich über einen zentralen Audit-Trail dokumentieren, statt über mehrere Excel-Versionen verteilt zu sein.

Ripple baut Produktportfolio weiter aus

Die Einführung bei TRATON zeigt zugleich, wie Ripple sein Treasury-Angebot im klassischen Unternehmensumfeld positioniert. Der Einsatz betrifft hier nicht den Zahlungsverkehr mit Kryptowährungen oder XRP, sondern die operative Finanzsteuerung eines Industriekonzerns.

Gestern kündigte Ripple eine neue Kooperation mit der in Südkorea ansässigen Jeonbuk Bank an. Dabei wird Ripple Payments für grenzüberschreitende Zahlungen von Firmenkunden integriert.

Zusätzlich hat Ripple Anteile an ZILO und der Tokenisierungsplattform Licuido erworben. Darüber hinaus arbeitet Ripple an dem XRPL Lending Protocol, durch dessen Einsatz eine institutionelle Kreditschicht auf dem XRP Ledger entstehen soll. Damit soll die Kreditprüfung offchain bleiben, die Abwicklung jedoch onchain und standardisiert ablaufen.

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Zum Redaktionszeitpunkt verzeichnet XRP ein Plus von 0,50 % auf 1,00 USD. Mit einer Marktkapitalisierung von 62,88 Milliarden USD belegt XRP Rang 6 der größten Kryptowährungen der Welt.