Ripple gab vor wenigen Stunden bekannt, dass der zum Unternehmen gehörende Broker Ripple Prime eine zuvor aufgestockte Privatplatzierung vorrangig unbesicherter Anleihen abgeschlossen hat. Das Kapital soll vor allem für den Ausbau des institutionellen Geschäfts in den USA eingesetzt werden.

275 Millionen USD für Expansion in den USA

Die Finanzierung durch das aufgenommene Fremdkapital in Höhe von 275 Millionen USD soll das Geschäft mit institutionellen Kunden sowie den Handel, die Finanzierung und die Abwicklung klassischer Wertpapiere und digitaler Vermögenswerte weiter vorantreiben.

Ripple Prime ermöglicht institutionellen Kunden die Abwicklung von Geschäften, Finanzierungen und Investitionen in verschiedene Anlageklassen, ohne dabei auf unterschiedliche Unternehmen angewiesen zu sein.

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Die eigentliche Chance für weiteres Wachstum von Ripple Prime liegt genau an der Stelle, wo die Wall Street und die Kryptomärkte aufeinandertreffen. Banken und Fonds wollen Zugang zu digitalen Assets, aber möglichst über Strukturen, die ihrer gewohnten Handelswelt entsprechen.

Ripple Prime bietet diese Dienstleistungen kompakt und gebündelt aus einer Hand. Noel Kimmel, Präsident von Ripple Prime, führt dazu aus, dass in dieser vermeintlichen Nische eine stark steigende Nachfrage besteht:

“Die starke Resonanz auf unsere erste Anleiheemission ist ein Beleg für die heutige Stärke unseres Unternehmens und das Vertrauen in unsere langfristige Vision für die wachsende Schnittstelle zwischen der Finanzinfrastruktur für traditionelle und digitale Vermögenswerte. Mit dem Abschluss dieser Emission verfügen wir über eine zusätzliche Kapitalquelle, um in unser Team und unsere Technologie zu investieren, während wir unsere ehrgeizige Wachstumsstrategie umsetzen und unsere Position als einer der weltweit größten Nicht-Bank-Prime-Broker festigen.”

BBB-Rating erleichtert Zugang zu kapitalstarken Investoren

Die amerikanische Ratingagentur KBRA bewertet die neuen Anleihen von Ripple Prime mit BBB. Das heißt vereinfacht gesagt, dass sie in den Investment-Grade-Bereich fallen. Darüber hinaus hatte Ripple Prime bereits ein BBB-Rating von der Agentur erhalten.

Für potenzielle Anleger ist diese Bewertung eine professionelle Einschätzung der gegenwärtigen und zukünftigen Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Sie zeigt, wie wahrscheinlich es aus Sicht der Ratingagentur ist, dass Ripple Prime seine Schulden und Zinsen wie vereinbart zurückzahlen kann.

Ripple-Prime-Präsident Kimmel beschreibt, dass diese Bewertung Ripple den Zugang zu einem milliardenschweren Anlegerkreis öffnet. Dazu gehören große Fonds, Vermögensverwalter wie BlackRock oder Vanguard sowie Banken wie Goldman Sachs. Piper Sandler & Co. begleitete die Transaktion als führender Placement Agent.

Dieser Expansionsschritt zeigt, dass Ripples Angebot mittlerweile weit über schnelle und günstige grenzüberschreitende Zahlungen für Unternehmen hinausgeht und auch Verwahrung, Stablecoins, Liquiditätsdienste, Treasury-Lösungen und Prime Brokerage umfasst.

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Gestern schloss Ripple eine neue Kooperation mit der Jeonbuk Bank aus Südkorea ab. Dabei wird Ripple Payments in die Zahlungsabwicklung für internationale Firmenkunden integriert.

Darüber hinaus hat Ripple in den Fondsinfrastrukturanbieter ZILO und die regulierte Tokenisierungsplattform Licuido investiert. Damit will Ripple seine Position im milliardenschweren Markt der Tokenisierung stärken.

Laut offiziellen Zahlen der Boston Consulting Group könnte der Wert tokenisierter Vermögenswerte bis 2033 auf rund 9,4 Billionen Dollar steigen.