Ripple erweitert seine Verwahrplattform um drei Netzwerke: Version 1.43 von Ripple Custody unterstützt Canton, Circle Arc und Sui. Canton bestätigte die Integration am 7. Oktober auf X und erklärte, dass Institutionen Canton-basierte Vermögenswerte künftig innerhalb ihrer bestehenden Verwahr- und Kontrollprozesse bei Ripple verwalten können.
Canton wird jetzt von Ripple Custody unterstützt
Die Ripple-Dokumentation nennt den 5. Oktober als Veröffentlichungsdatum der neuen Version. Diese ist sowohl als Cloud-Dienst als auch für den Betrieb auf eigenen Servern verfügbar. Die drei neuen Netzwerke werden ausdrücklich als Erweiterungen genannt. Canton erklärte auf X:
„Ripple Custody Version 1.43 unterstützt nun das Canton Network. Verwahren und übertragen Sie CC und CIP-56-Token innerhalb derselben Verwahrplattform, mit derselben Regelwerk-Engine und derselben prüfbaren Transaktionshistorie wie Ihre übrigen digitalen Vermögenswerte, statt einen separaten Verwahrer zu nutzen.“
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Für die Nutzung benötigen Kunden einen eigenen Zugangsknoten zum Canton-Netzwerk. Diesen können sie selbst betreiben oder einen Dienstleister damit beauftragen. Ripple Custody verbindet sich mit diesem Knoten und verwahrt die digitalen Schlüssel, mit denen Transaktionen freigegeben werden. Unterstützt werden Canton Coin und CIP-56-Token.
Kunden können den Empfang bestimmter Vermögenswerte vorab genehmigen. Dadurch müssen sie nicht jede eingehende Übertragung einzeln freigeben. Das erleichtert die Nutzung bei offline verwahrten Schlüsseln und aufwendigen Genehmigungsprozessen. Bei Transfers, die eine Annahme durch den Empfänger erfordern, kann dieser zustimmen oder ablehnen.
Die Integration ist zunächst auf die Verwahrung und Übertragung von Vermögenswerten ausgerichtet. Canton-Anwendungen lassen sich darüber bislang nicht direkt nutzen. Auch der gleichzeitige Austausch von CIP-56-Token gegen eine Zahlung wird noch nicht unterstützt.
Kunden können die Canton-Anbindung auf eigenen Servern betreiben oder mit Ripples Cloud-Angebot kombinieren. Die Bedienung erfolgt in dieser Version über eine technische Schnittstelle, die sogenannte API. Eine Verwaltung über die Benutzeroberfläche ist für Canton zunächst nicht vorgesehen.
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Arc und Sui erweitern die unterstützten Vermögenswerte
Mit Arc ergänzt Ripple die EVM-kompatible Layer-1-Blockchain von Circle, die USDC als native Währung verwendet. Die Veröffentlichung dokumentiert damit auch die Anbindung dieses Netzwerks.
Für Sui umfasst die Unterstützung sowohl den nativen Token SUI als auch fungible Sui-Coins, darunter Circles nativen USDC. Kunden können diese Vermögenswerte empfangen, verwahren, in Quarantäne halten, freigeben und versenden. Die Transaktionen lassen sich mit einem Gültigkeitsfenster von bis zu 14 Epochen versehen, um längere Signatur- und Genehmigungsabläufe abzubilden.
Auch Sui wird zunächst ausschließlich über die API verwaltet. Ripple weist darauf hin, dass die Benutzeroberfläche Vermögenswerte zwar anzeigen kann, Sui-Operationen dort aber noch nicht korrekt funktionieren.
Neben den neuen Netzwerken unterstützt Ripple Custody bereits unter anderem Bitcoin, Ethereum, den XRP Ledger, Solana, Cardano, Polkadot, Hedera, Stellar, Tron, Algorand und Tezos.
Hinzu kommen Bitcoin Cash, Litecoin, Dogecoin und Dash sowie EVM-kompatible Netzwerke wie Arbitrum, Avalanche C-Chain, Base, BNB Smart Chain, Celo, Linea, Optimism, Polygon, Scroll und Sei. Welche Funktionen verfügbar sind, unterscheidet sich je nach Netzwerk.












