• Strategy pausiert in dieser Woche seine regelmäßigen Bitcoin-Käufe vor der Veröffentlichung der Q1-Zahlen.
  • Das Unternehmen hält derzeit 818.334 BTC, was fast 3,9 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht.

Strategy legt vor seinen Quartalszahlen eine kurze Bitcoin-Pause ein. Für ein Unternehmen, dessen Identität inzwischen fast vollständig mit BTC verknüpft ist, reicht schon eine Woche ohne Kauf für Aufmerksamkeit.

Saylor kündigt zweite Kaufpause des Jahres an

Michael Saylor, Gründer und Chairman von Strategy, schrieb am Sonntag auf X: „No buys this week. Back to work next week.“ Es ist bereits die zweite Pause bei den wöchentlichen Bitcoin-Käufen in diesem Jahr. Zuvor hatte Strategy zwischen dem 23. und 29. März ausgesetzt.

Der Schritt kommt kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal am Dienstag. Strategy ist inzwischen die größte börsennotierte Bitcoin-Treasury-Gesellschaft der Welt und wird vom Markt weniger wie ein klassisches Softwareunternehmen betrachtet, sondern eher wie ein gehebeltes Bitcoin-Vehikel mit operativem Restgeschäft.

Aktuell hält Strategy 818.334 BTC. Das entspricht fast 3,9 Prozent der maximal möglichen Bitcoin-Menge von 21 Millionen Coins. Allein in der vergangenen Woche hatte das Unternehmen noch 3.273 BTC gekauft, zu einem Durchschnittspreis von 77.906 Dollar je Bitcoin.

Quartalszahlen treffen auf starke Bitcoin-Erholung

Der Zeitpunkt ist interessant. Bitcoin notierte am Sonntagabend bei rund 80.101 Dollar und lag damit etwa 20 Prozent höher als vor 30 Tagen. Für Strategy verbessert ein steigender BTC-Kurs zwar die Wahrnehmung der Bilanzposition, ändert aber nichts daran, dass Analysten für das erste Quartal erneut einen Verlust erwarten.

Laut Markterwartungen wird ein Minus von 18,98 Dollar je Aktie prognostiziert. Im ersten Quartal 2025 hatte Strategy einen Verlust von 16,38 Dollar je Aktie gemeldet.

Für Investoren bleibt damit die bekannte Spannung bestehen. Auf der einen Seite wächst der Bitcoin-Bestand weiter und macht Strategy zu einem der zentralen institutionellen BTC-Akteure. Auf der anderen Seite hängt die Bewertung stärker denn je an Bitcoin selbst, an Finanzierungskosten und daran, wie lange der Markt Saylors Akkumulationsstrategie weiter honoriert.