Die Trump-Regierung erwägt laut Bloomberg eine Initiative, um Dollar-Stablecoins im Ausland stärker zu verbreiten. Dafür könnten die USA gemeinsam mit privaten Unternehmen Projekte aufbauen. Washington verfolgt damit zwei Ziele: die internationale Stellung des Dollars zu festigen und die Nachfrage nach US-Staatsanleihen zu erhöhen.
Bloomberg beruft sich auf Personen, die mit den Überlegungen vertraut sind. Demnach prüft die US-Regierung Gemeinschaftsunternehmen mit privaten Firmen zur Unterstützung von Stablecoin-Projekten.
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Welche Unternehmen oder Auslandsmärkte infrage kommen und wie eine staatliche Beteiligung aussehen könnte, geht aus den bisher bekannten Angaben nicht hervor. Aus den Gesprächen ist noch kein beschlossenes Programm geworden.
Warum Washington auf US-Staatsanleihen blickt
Die finanzielle Logik hinter dem Vorstoß liegt bei den Reserven der Emittenten: Wächst die Nutzung dollarbasierter Stablecoins, könnten auch ihre Anlagen in kurzfristigen US-Staatsanleihen wachsen. Finanzminister Scott Bessent stellte diesen Zusammenhang bereits bei der Unterzeichnung des GENIUS Act im Juli 2025 heraus:
„Der Dollar verfügt nun über einen internetbasierten Zahlungsweg, der schnell und reibungslos funktioniert und ohne Zwischenhändler auskommt. Diese Technologie wird die Stellung des Dollars als globale Reservewährung stärken, Milliarden Menschen Zugang zur Dollarwirtschaft verschaffen und die Nachfrage nach US-Staatsanleihen erhöhen, die Stablecoins absichern.“
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Das Zitat stammt aus Bessents damaliger Stellungnahme und ist keine Bestätigung der nun berichteten Gespräche. Auch bei einem Regelungsvorschlag im August 2026 verband Bessent Stablecoins ausdrücklich mit der Rolle des Dollars:
„Präsident Trump und der Kongress haben mit dem GENIUS Act einen grundlegenden Rahmen und klare Regeln für Zahlungs-Stablecoins geschaffen, und das Finanzministerium arbeitet zügig an dessen Umsetzung. Wir begrüßen Stellungnahmen der Beteiligten, während wir für die regulatorische Klarheit arbeiten, die Unternehmen für Innovation und Wachstum in Amerika benötigen, die Rolle des Dollars als Weltreservewährung festigen und Amerika zur Krypto-Hauptstadt der Welt machen.“
Ob eine Auslandsinitiative tatsächlich neue Käufer für US-Staatsanleihen schafft, hängt davon ab, woher das Geld für die Stablecoins kommt. Eine Analyse für das Treasury Borrowing Advisory Committee sieht das Potenzial für zusätzliche Nachfrage vor allem dann, wenn Nutzer im Ausland Mittel einsetzen, die bislang nicht in Dollar gehalten wurden. Eine bloße Umschichtung bestehender Dollarbestände hätte einen anderen Effekt.












