- Vitalik Buterin erwartet, dass Ethereum Smart Accounts mit dem Hegota Upgrade binnen eines Jahres ausgeliefert werden können.
- Grundlage ist EIP-8141, das nach seiner Darstellung die noch offenen Punkte der Account Abstraction zusammenführt.
Nach Jahren der Ankündigungen wirkt das Thema plötzlich konkreter. Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat am Samstag erklärt, dass Smart Accounts, also die seit Langem diskutierte Account Abstraction, mit dem Hegota-Upgrade innerhalb eines Jahres kommen sollen.
EIP-8141 soll die letzten Baustellen schließen
Buterin verwies darauf, dass Ethereum schon seit Anfang 2016 über Account Abstraction spricht. Neu sei jetzt vor allem, dass mit EIP-8141 ein Vorschlag vorliege, der die noch offenen technischen Probleme in einem übergreifenden Paket zusammenfassen und lösen soll.
Aus seiner Sicht ist damit erstmals ein Punkt erreicht, an dem die Umsetzung nicht mehr wie ein fernes Forschungsprojekt wirkt, sondern wie ein realer Schritt im Protokoll-Fahrplan.
Das ist für Ethereum nicht nur eine Designfrage. Smart Accounts würden das klassische Modell fester Wallet-Logik aufbrechen und Konten deutlich flexibler machen. Funktionen, die bisher oft über externe Konstruktionen oder Zusatzsoftware gelöst werden, könnten dann näher an die Kontoebene rücken.
Aus einer Transaktion werden mehrere aufeinander bezogene Frames
Im Kern beschreibt Buterin das Konzept als überraschend einfach, zumindest gemessen an dem, was es leisten soll. Statt dass eine Transaktion nur aus einem einzelnen Vorgang besteht, soll sie aus einer Folge von sogenannten Frames bestehen.
Diese Frames können auf Daten anderer Frames verweisen. Jeder einzelne Frame kann zudem festlegen, wer den Sender autorisiert oder wer die Gas-Kosten übernimmt.
Gerade dadurch werden Modelle möglich, die für Ethereum seit Jahren als wichtig gelten. Dazu zählen Smart Accounts mit Multi-Signaturen, Wallets mit quantenresistenter Absicherung oder Konten, deren Schlüssel sich ändern lassen.
Technisch läuft das über eine klare Trennung. Zuerst steht ein Validation Frame, der die Signatur prüft und freigibt. Danach folgt ein Execution Frame, der die eigentliche Ausführung übernimmt.







