Die geplante Abschaffung der einjährigen Krypto-Haltefrist kommt am Mittwoch, 4. November, erneut im Bundestag zur Sprache. AfD-Abgeordnete Iris Nieland fragt die Bundesregierung, welche Folgen der BMF-Entwurf für private Investitionen und den deutschen Krypto- und FinTech-Standort hat. Eine Antwort liegt noch nicht vor.
Nieland fragt nach den Folgen für den Standort
In der Drucksache 21/8853 vom 30. Oktober richtet Nieland ihre Frage an das Bundesfinanzministerium. Sie will wissen:
„Welche Auswirkungen erwartet die Bundesregierung von der in ihrem Referentenentwurf vom 30. September 2026 vorgesehenen Abschaffung der einjährigen Haltefrist für Tauschkryptowerte auf die Attraktivität Deutschlands für private Krypto-Investitionen sowie auf den Krypto- und FinTech-Standort Deutschland?“
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Die Fragestunde soll am 4. November um 15.40 Uhr beginnen. Wird eine Frage aus Zeitgründen nicht aufgerufen, kann die Regierung sie schriftlich beantworten.
Nieland fragt damit nach einer wenig diskutierten Folge: Würden sich die neuen Regeln auf die Entscheidung auswirken, Kryptowerte in Deutschland zu halten oder hier ein Geschäft aufzubauen? Ob die Bundesregierung solche Effekte untersucht hat und wie sie diese bewertet, muss ihre Antwort noch zeigen.
Bereits im Oktober hatte die AfD-Abgeordnete Diana Zimmer einen möglichen Mehraufwand beim Bezahlen mit Bitcoin angesprochen. Sie fragte, wie viele zusätzliche steuerlich zu berücksichtigende Veräußerungen entstehen könnten, wenn die Haltefrist entfällt, ausdrücklich auch bei Zahlungen, die ein Dienstleister automatisch in Euro umtauscht.
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Wie wir berichteten, nannte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Schrodi in seiner Antwort keine Größenordnung. Die Art des Entgelts werde in Steuererklärungen nicht gesondert abgefragt, erklärte er. Deshalb liegen der Bundesregierung keine nach Waren- oder Dienstleistungszahlungen aufgeschlüsselten Informationen vor. Die Antwort belegt eine Datenlücke.
Haltefrist gilt weiterhin
Die von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil vorangetriebene Reform bleibt indes in der Abstimmungsphase. Die jüngste öffentliche Äußerung stammt vom 28. Oktober. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums sagte, die Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung liefen noch. Ein Kabinettstermin steht weiterhin nicht fest.
Die Anfrage der AfD ist insofern interessant, als Nielands Frage erstmals eine ausdrückliche Regierungsantwort zu den Standortfolgen liefern könnte.













