Bitcoin geht mit einer verteidigten 50-Wochen-Linie in die US-Zwischenwahlen am 3. November. In den vergangenen drei Wahlzyklen fiel BTC nach dem Wahltag noch auf neue Zyklustiefs, stand ein Jahr später aber höher.
Erst der Rückgang, dann die Rallye?
Eine CoinDesk-Auswertung zeigt für die zwölf Monate nach den Midterms 2014 einen Bitcoin-Gewinn von 24,1 Prozent, nach 2018 von 44,9 Prozent und nach 2022 von 92,1 Prozent.
Der Durchschnitt beträgt 53,7 Prozent. Ausgeklammert ist 2010 mit 1.579 Prozent, als der Markt noch sehr klein war. Gemessen wird jeweils vom Wahltagsschlusskurs bis zum Schlusskurs am gleichen Datum des Folgejahres.

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Das widerspricht nicht der früheren Kryptorevolution-Analyse zu Kursrückgängen nach den Midterms. Wie wir berichteten, fiel der BTC-Kurs in den Tagen nach den US-Midterms stets noch einmal, bevor der Boden erreicht wurde. 2014 und 2018 crashte Bitcoin jeweils um 65 Prozent bzw. 52 Prozent, 2022 waren es etwa 27 Prozent.
Wichtig zu wissen ist, dass der jüngste Absturz 2022 mit dem FTX-Kollaps zusammenfiel. Die FTX-Insolvenz folgte drei Tage nach der Wahl, weshalb durchaus argumentiert werden kann, dass die Wahlen 2022 das historische Muster hätten durchbrechen können, wenn es FTX nicht gegeben hätte.
Der bekannte Krypto-Influencer Aiden (@AidenWgmi) verweist zudem auf einen interessanten Aspekt der früheren Bitcoin-Zyklen. Die Tiefpunkte der letzten drei Zyklen traten jeweils kurz nach den US-Zwischenwahlen auf. 2014 waren es 71 Tage später, 2018 39 Tage später und 2022 waren es nur 13 Tage später. Auf X schreibt er:
„Da die nächsten Zwischenwahlen näher rücken, könnten Ende 2026 und Anfang 2027 für Bitcoin ein wichtiger Beobachtungszeitraum sein. Natürlich garantiert die Geschichte keine Wiederholung, aber dieses Muster sollte man im Blick behalten.“

Der jüngste Wochenschluss lag bei rund 78.200 US-Dollar und damit etwa 3,3 Prozent über dem 50-Wochen-Durchschnitt von 75.728 US-Dollar. Galaxy-Research-Chef Alex Thorn kommentierte die Stabilität trotz des Binance-Hacks via X:
„Bitcoin schließt die siebte Woche in Folge über dem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt, trotz eines Hacks von mehr als sechs Milliarden US-Dollar bei der weltweit größten Kryptobörse. Es ist erfreulich zu sehen, wie widerstandsfähig BTC ist und die aktuelle technische Marktstruktur intakt hält.“
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CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju hatte am 28. Oktober auf seit Jahresbeginn nahezu ausgeglichene ETF-Nettoflüsse bei einem Bitcoin-Minus von lediglich sieben Prozent verwiesen. Er deutet dies als nachlassenden Verkaufsdruck durch langjährige Wale und Miner:
„Wer verkaufen wollte, dürfte bereits verkauft haben. Ich erwarte, dass die bullische Dynamik zurückkehrt, sobald die Unsicherheit rund um die Zwischenwahlen nachlässt und die ETF-Zuflüsse wieder einsetzen.“
Iran bleibt das unmittelbare Risiko
Wie wir berichteten, schließt Donald Trump weitere Angriffe auf den Iran vor der Wahl aus. Allerdings drängte ihn Netanyahu in einem Telefonat am Samstag dazu, unmittelbar nach den Midterms einen Präventivschlag gegen das iranische Regime anzuordnen. Parallel dazu fanden am Sonntag Vermittlungsgespräche in Doha statt, bislang jedoch ohne abschließendes Abkommen.
Für Bitcoin ergibt sich daraus folgendes Szenario: Eine Einigung könnte über geringere Energiepreis- und Inflationsrisiken entlasten. Neue Angriffe könnten dagegen die Risikobereitschaft belasten und BTC weiter nach unten ziehen.












