BlackRock hat am 19. Oktober einen weiteren Bitcoin-ETF bei der US-Börsenaufsicht SEC angemeldet. Der geplante iShares Bitcoin Managed Protection ETF mit dem Kürzel PBIT soll Anlegern eine begrenzte Beteiligung an steigenden Bitcoin-Kursen ermöglichen und zugleich Verluste abfedern.
Wie BlackRocks neuer Bitcoin-ETF funktionieren soll
Bloomberg-ETF-Analyst James Seyffart beschrieb das Vorhaben auf X als Bitcoin-ETF mit Sicherheitspuffer. Den grundlegenden Tausch zwischen Schutz und Renditechancen fasste er so zusammen:
„BlackRock hat gerade einen weiteren Bitcoin-ETF beantragt. Diesmal wird es ein Bitcoin-ETF mit Sicherheitspuffer, der Schutz vor Kursverlusten bieten soll, wofür Anleger auf einen Teil des Aufwärtspotenzials verzichten. Das Börsenkürzel wird PBIT sein.“
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Der vorläufige SEC-Prospekt konkretisiert die Konstruktion: PBIT soll weder Bitcoin noch Bitcoin-ETPs direkt halten. Stattdessen sind gekaufte und verkaufte Call-Optionen auf IBIT oder vergleichbare Bitcoin-Referenzanlagen vorgesehen. Hinzu kommen liquide Mittel und kurzfristige Zinsanlagen, deren Erträge die Optionskosten teilweise ausgleichen sollen.
Üblicherweise sind drei überlappende Optionstranchen geplant, von denen monatlich eine ausläuft und ersetzt wird. Die gekauften Calls sollen normalerweise einen Ausübungspreis bei rund 90 Prozent des anfänglichen Referenzwerts haben. Daraus ergibt sich für die einzelne Tranche zunächst eine angestrebte maximale Verlustexponierung von etwa zehn Prozent vor Kosten.
Das ist keine garantierte Verlustgrenze für Fondsanleger. Durch die überlappenden Tranchen, den Einstiegszeitpunkt, Gebühren und mögliche Strategieanpassungen kann das tatsächliche Ergebnis abweichen. Die verkauften Calls begrenzen zugleich die Gewinne. Gebühren und Handelsplatz sind im Entwurf noch nicht ausgefüllt.
PBIT ist als Fonds unter dem Investment Company Act von 1940 vorgesehen. Die Einreichung bedeutet noch keinen Handelsstart.
Seyffart zufolge handelt es sich um BlackRocks dritte Bitcoin-ETF-Einreichung. Ein neues Produktsegment erschließt der Vermögensverwalter damit allerdings nicht, wie der Analyst betonte:
„Ich sollte ergänzen, dass dies bei Weitem nicht das erste Produkt dieser Art ist. Es gibt bereits Bitcoin-ETFs mit definierten Ergebnisprofilen beziehungsweise Sicherheitspuffern von Calamos, First Trust und Innovator. Aber wenn BlackRock etwas macht, insbesondere in diesem Bereich, sorgt das meist für große Aufmerksamkeit.“
ETF-Beobachter Nate Geraci verwies auf den bereits im Juni gestarteten iShares Bitcoin Premium Income ETF sowie BlackRocks Ethereum-Staking-Produkt. Ihn beschäftigt vor allem, welche Kryptowährungen weiterhin fehlen:
„Ich bin immer noch überrascht, dass sie bei Spot-ETFs auf Solana, XRP, HYPE und andere außen vor bleiben. Ich hätte zumindest einen Krypto-Index-ETF erwartet.“
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Geraci wertet die Produktauswahl als Zeichen dafür, dass BlackRock vorerst mit hoher Überzeugung ausschließlich auf Bitcoin und Ethereum setzt. Die Erweiterung erfolgt damit über unterschiedliche Anlageprofile innerhalb dieser beiden Assets.
Bitcoin-Spot-ETFs ziehen mehr als eine halbe Milliarde Dollar an
Parallel verzeichneten die US-Bitcoin-Spot-ETFs am Montag einen starken Handelstag. Laut Farside Investors flossen netto 526,7 Millionen US-Dollar zu. IBIT steuerte als einziger Fonds mit positiven Nettozuflüssen 665,2 Millionen US-Dollar bei. Dem standen Abflüsse von 83,6 Millionen US-Dollar bei Fidelitys FBTC und 54,9 Millionen US-Dollar bei Grayscales GBTC gegenüber.
Damit übertraf der Tageszufluss die Nettoabflüsse der gesamten Vorwoche von 228,4 Millionen US-Dollar deutlich. Zusätzlich veröffentlichte BlackRock am Montag ein neues Erklärvideo zu Bitcoin.
JUST IN: $15 TRILLION BLACKROCK RELEASES NEW VIDEO EXPLAINING BITCOIN 👀 pic.twitter.com/XbHmUOKUSH
— Simply Bitcoin (@SimplyBitcoin) October 19, 2026












