Bitcoin bewegt sich seit sieben Tagen seitwärts in einer engen Preisspanne zwischen 80.500 USD und 84.000 USD. Heute Morgen gegen 3 Uhr deutscher Zeit fiel der Bitcoin-Kurs kurzzeitig auf 81.200 USD, konnte sich jedoch bis zum Redaktionszeitpunkt wieder auf knapp 82.000 USD erholen. (Artikel geht nach dem Chart weiter)
Die Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten gestern mit 526 Millionen USD die höchsten Nettozuflüsse seit dem 22. September 2026. Dies deutet auf eine wieder zunehmende institutionelle Nachfrage hin und könnte den Bitcoin-Kurs während der aktuellen Konsolidierungsphase zusätzlich stützen.

Im Gegensatz dazu verzeichneten die Ethereum-ETFs weiterhin Nettoabflüsse in Höhe von 103 Millionen USD. Weiterhin bullisch zeigen sich hingegen die größten Bitcoin- und Ethereum-Treasury-Unternehmen der Welt. Strategy kaufte letzte Woche 267 Bitcoin, Strive erhöhte seinen Bestand um 4.045 BTC und BitMine erwarb 12.535 ETH.
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Die anhaltenden Käufe zeigen, dass große Unternehmen trotz der Unsicherheiten an den Kryptomärkten weiterhin auf Bitcoin und Ethereum setzen und die aktuelle Konsolidierungsphase gezielt zum Ausbau ihrer Bestände nutzen.
Analysten zeigen sich mehrheitlich bullisch
Der niederländische Analyst Michaël van de Poppe erklärt, dass die aktuelle Seitwärtsbewegung eine Konsolidierungsphase darstellt, in der Anleger ihre Bestände aufstocken und Bitcoin nachkaufen.
Er erwartet, dass der Kurs nach Abschluss dieser Phase wieder nach oben dreht:
„Wir befinden uns aktuell lediglich in einer Korrekturphase. Ich gehe davon aus, dass wir im Laufe dieser oder der nächsten Woche bei Altcoins, Bitcoin und den Aktienindizes einen Boden finden werden.
Danach dürfte der Markt wieder nach oben drehen und die nächste Aufwärtsbewegung beginnen.
Bitcoin hat seinen Tiefpunkt bereits früher erreicht.
All diese Korrekturen sehe ich als Kaufgelegenheiten.“
Der Schweizer Kryptoanalyst Doctor Profit mit rund 500.000 Followern sieht die aktuelle Bitcoin-Korrektur als weitgehend abgeschlossen an. Seiner Einschätzung nach hat Bitcoin im Bereich von 81.000 bis 82.000 US-Dollar einen lokalen Boden gefunden. Für die kommenden Wochen erwartet er eine deutliche Erholung mit einem Kursziel von 94.000 US-Dollar:
„Aktuell sehe ich den Bereich zwischen 81.000 und 82.000 US-Dollar als starke Unterstützung. Ich kaufe weiter nach, da ich davon ausgehe, dass wir hier den lokalen Tiefpunkt erreicht haben.
Der erste Schritt und die Bestätigung ist die Rückeroberung der Marke von 82.000 US-Dollar. Danach erwarte ich eine Seitwärtsbewegung zwischen 82.000 und 88.000 US-Dollar und anschließend einen Ausbruch in Richtung 94.000 US-Dollar.“

Der Kryptoanalyst und YouTuber Ash Crypto hebt die relative Stärke von Bitcoin gegenüber dem US-Aktienmarkt hervor. In den vergangenen zehn Tagen verloren Technologieaktien insgesamt mehr als 3 Billionen USD an Börsenwert. Bitcoin gab dagegen auf Wochensicht lediglich um 2 Prozent nach, fiel zwischenzeitlich auf 80.500 USD und erholte sich kurz darauf wieder auf rund 82.000 USD.
Er führt weiter aus, dass der Bullenmarkt seiner Meinung nach intakt bleibt, solange der BTC-Kurs über dem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt bei rund 76.100 US-Dollar notiert:
„Bitcoin hat die Unterstützung bei 80.000 US-Dollar gehalten und trotz der Korrektur an den US-Aktienmärkten fünf Wochen in Folge oberhalb des gleitenden 50-Wochen-Durchschnitts geschlossen.
Solange Bitcoin diesen Durchschnitt bei etwa 76.100 US-Dollar verteidigt, bleibt der Bullenmarkt intakt.
Wichtige Unterstützungen liegen bei 80.000 und 76.000 US-Dollar. Die nächsten Widerstände befinden sich bei 84.000 und 87.500 US-Dollar.“

Makroökonomische Faktoren deuten eher auf Sturm als auf Entspannung hin
US-Kriegsminister Pete Hegseth hat sich gestern mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. Laut Axios fand die Begegnung vor dem Hintergrund von Gesprächen über mögliche weitere Militärschläge gegen den Iran statt. Der Brent-Ölpreis steigt weiter und liegt zum Redaktionszeitpunkt bei 106,36 USD pro Barrel. Hohe Energiepreise schüren Inflationsängste und erhöhen den Zinsdruck auf die Fed.
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Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung beim nächsten Fed-Zinsentscheid am 28. Oktober 2026 bei 18,8 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rangiert bei 5,125 Prozent und damit weiterhin auf einem hohen Niveau.
Aus der Vogelperspektive betrachtet zeigt Bitcoin relative Stärke. Umso wichtiger werden in dieser Woche die anstehenden Konjunkturdaten aus den USA. Die für Freitag erwarteten Veröffentlichungen könnten den entscheidenden Impuls liefern, damit Bitcoin aus der aktuellen Seitwärtsbewegung nach oben ausbricht.
Im folgenden Video erkläre ich alle wichtigen Termine, die Bitcoin und den Kryptomarkt in dieser Woche bewegen könnten:












