Der Kursanstieg von Bitcoin im September wurde maßgeblich durch milliardenschwere Zuflüsse in Bitcoin- und Ether-ETFs getragen. Nachdem Bitcoin jedoch dreimal in Folge an der Marke von 87.100 USD gescheitert war, setzte eine Serie von Kapitalabflüssen ein, die nun allmählich abzureißen scheint.
BlackRock führt Abflüsse aus Bitcoin-ETFs an
Am Freitag, dem 16. Oktober 2026, flossen laut Daten von SoSoValue insgesamt 82,39 Millionen USD aus den US-Bitcoin-Spot-ETFs ab. Den größten Anteil verzeichnete BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) mit 71,8 Millionen USD. Weitere 10,6 Millionen USD zogen Anleger aus dem Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) ab.

Am Donnerstag hatten die ETFs noch leichte Nettozuflüsse von 5,1 Millionen USD verzeichnet. BlackRock sammelte dabei 16,8 Millionen USD ein, während aus dem Grayscale Bitcoin Mini Trust 7,6 Millionen USD und aus dem Invesco Galaxy Bitcoin ETF weitere 4,1 Millionen USD abflossen.
Tipp der Redaktion: Bitcoin-Kursanstieg: 70.000 USD oder 50.000 USD als nächstes Ziel?
Bereits am Mittwoch, dem 14. Oktober, hatte es deutliche Abflüsse von rund 261 Millionen USD gegeben. Besonders betroffen waren Fidelity mit 152,7 Millionen USD und BlackRock mit 110,9 Millionen USD.
Noch stärker fiel der Rückzug am 7. Oktober aus. An diesem Tag verzeichneten die Bitcoin-ETFs mit rund 487 Millionen USD die höchsten Nettoabflüsse seit Ende Juni. Allein aus BlackRocks IBIT flossen rund 207,7 Millionen USD ab.
Fidelity verlor weitere 105,1 Millionen USD, während der ARK 21Shares Bitcoin ETF (ARKB) Abflüsse von 101,7 Millionen USD verzeichnete. Hinzu kamen 39,3 Millionen USD bei Grayscale und 27,6 Millionen USD bei Bitwise.
Auch Ethereum-ETFs stehen weiterhin unter Druck. Am 16. Oktober verzeichneten sie Kapitalabflüsse von rund 69 Millionen USD. Seit dem 29. September überwogen nahezu durchgehend die Abflüsse. Lediglich der 13. Oktober bildete eine Ausnahme.

Droht Bitcoin und Ether eine Katastrophe, wenn die Abflüsse weiter anhalten?
Wenngleich die aktuelle Phase von starken Kapitalabflüssen geprägt ist, gehört eine wichtige Erkenntnis zum Gesamtbild: Trotz massiver Abflüsse aus Bitcoin- und Ether-ETFs zeigen sich beide Kryptowährungen bislang resilient.
BTC war am 15. Oktober 2026 kurzzeitig auf 80.100 USD gefallen. Milliardenschwere Kauforders haben den Bitcoin-Kurs jedoch unmittelbar wieder auf über 82.000 USD gedrückt. Das makroökonomische Umfeld ist derzeit stark von bärischen Entwicklungen geprägt.
Der Krieg im Iran könnte erneut eskalieren, die Ölpreise sind auf 107 USD gestiegen und die jüngsten Inflationsdaten aus den USA geben der Fed allen Grund, die Zinsen zeitnah erneut zu erhöhen. KI-Aktien haben in den vergangenen zehn Tagen mehr als 3 Billionen USD an Marktkapitalisierung verloren.
Insgesamt deuten die ökonomischen Indikatoren eher auf eine Korrektur als auf eine Fortsetzung der fulminanten Aufwärtsbewegung hin, die Bitcoin seit Mitte August von 64.000 USD auf zuletzt rund 81.500 USD geführt hat.
Tipp der Redaktion: Bitcoin-Kursanstieg: 70.000 USD oder 50.000 USD als nächstes Ziel?
Laut aktuellen Daten von CryptoQuant haben Bitcoin-Wale mit Beständen zwischen 1.000 und 10.000 BTC ihre Reserven innerhalb von 30 Tagen um rund 84.000 Bitcoin aufgestockt. Das entspricht einem Anstieg von 2,85 %.

Die Daten deuten darauf hin, dass kapitalstarke Akteure die jüngste Korrektur zur weiteren Akkumulation nutzen. Allerdings hat sich das Tempo der Käufe zuletzt verlangsamt. Ob Bitcoin tatsächlich weiter steigen kann, werden die nächsten Tage zeigen.












