Thailands Börsenaufsicht SEC hat den regulatorischen Rahmen für im Inland aufgelegte Bitcoin– und Ethereum-ETFs verabschiedet. Die am 8. Oktober veröffentlichten Vorgaben treten am 16. Oktober 2026 in Kraft und ermöglichen den Handel entsprechender Fonds an der Stock Exchange of Thailand (SET).
Der Termin bezeichnet das Inkrafttreten der Regeln. Ein Handelsstart einzelner ETFs an diesem Tag ist damit noch nicht bestätigt. Fondsgesellschaften müssen zunächst die Anforderungen für die Auflegung und den Betrieb der Produkte erfüllen.
Bitcoin- und Ethereum-ETFs müssen 80-Prozent-Vorgabe erfüllen
Das Regelpaket der SEC umfasst elf Bekanntmachungen. Die ETFs müssen als passive Anlageprodukte ausgestaltet sein, die den Preis eines einzelnen Kryptowerts abbilden. Ihre Nettoexposition gegenüber diesem Vermögenswert muss im Durchschnitt jedes Geschäftsjahres mindestens 80 Prozent des Nettoinventarwerts betragen.
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Die Auswahl der zugelassenen Vermögenswerte bleibt zunächst begrenzt. Die SEC schreibt:
„In der Anfangsphase werden Bitcoin und Ethereum die zulässigen Kryptowerte sein.“
Bei der Auswahl berücksichtigt die Behörde Liquidität, breite Marktakzeptanz, Netzwerksicherheit und Anlegerschutz. Eine Aufnahme weiterer Kryptowährungen kündigt sie in der Mitteilung nicht an.
Fondsgesellschaften müssen qualifiziertes Personal, geeignete operative Systeme und Vereinbarungen mit Dienstleistern nachweisen. Die Verwahrung darf ausschließlich durch Anbieter erfolgen, die der Aufsicht der thailändischen SEC unterliegen. Auch eine Auslagerung des Managements digitaler Vermögenswerte ist möglich, jedoch nur an entsprechend lizenzierte Fondsmanager.
Keine Margin-Kredite für Krypto-ETFs
Die neuen Fonds dürfen ausschließlich an der SET notiert und gehandelt werden. Vor dem Kauf müssen Anleger über Eigenschaften und Risiken aufgeklärt werden und bestätigen, dass sie diese verstanden haben.
Wertpapierfirmen dürfen keine Margin-Kredite für den Erwerb der Krypto-ETFs vergeben. Sie sollen außerdem auf angemessene Vermögensaufteilung und die Vermeidung einer übermäßigen Konzentration auf digitale Assets achten.
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Für Anleger entsteht damit eine inländische ETF-Alternative zum direkten Kryptohandel und zu ausländischen Produkten. Bisher war der Zugang zu ausländischen Krypto-ETFs institutionellen und besonders vermögenden Anlegern vorbehalten.












