• Charles Hoskinson erklärte in einem Livestream, seine persönlichen Krypto-Bestände hätten sich um mehr als 3 Milliarden Dollar im Wert verringert, ohne dass er verkauft habe.
  • Der Cardano-Gründer ruft Entwickler und Anleger dazu auf, den Abschwung auszuhalten und betont, er sei nicht „für das Geld“ in der Branche.

In einem Livestream aus Tokio hat Charles Hoskinson ungewöhnlich offen über seine persönliche Verlustseite gesprochen. Seine Krypto-Position, stark von Cardano geprägt, sei nach eigenen Angaben um mehr als 3 Milliarden US-Dollar im Wert gefallen. „Ich habe mehr Geld verloren als irgendjemand, der hier zuhört, über 3 Milliarden jetzt“, sagte er.

Hoskinson betonte zugleich, dass es sich um nicht realisierte Verluste handelt. Er habe nicht vor, seine Bestände zu liquidieren. Das Geld wäre „leicht zu holen“ gewesen, so Hoskinson, wenn er rechtzeitig aus dem Markt ausgestiegen wäre. Doch er sehe seine Rolle nicht als kurzfristigen Investor, sondern als jemanden, der ein Protokoll über mehrere Zyklen hinweg mitentwickeln wolle.

Appell an eine ausgelaugte Community

Die Botschaft richtete sich hörbar an eine Community, die nach Monaten roter Kurstafeln müde wirkt. Hoskinson nahm dabei auch die Kritik an seiner eigenen finanziellen Situation vorweg.

Für viele sei es einfach zu sagen, er könne einen Bärenmarkt „aussitzen“, weil er reich sei. Seine Antwort fiel bewusst scharf aus. Wer meine, er sei nur wegen des Geldes im Krypto-Sektor, liege falsch.

Gleichzeitig dämpfte er kurzfristige Hoffnungen. „Es wird schlimmer werden. Es wird röter werden“, sagte er. Dennoch riet er Entwicklern und Anlegern, Wege zu finden, trotz der Lage Freude an ihrer Arbeit zu behalten.

Jeder, der in der Kryptowelt mitbaue, arbeite an etwas, das aus seiner Sicht Bedeutung habe. Die Kombination aus nüchterner Warnung und Durchhalteparole passt zu einem Markt, der sich gerade neu sortiert und in dem persönliche Verluste längst nicht nur Zahlen auf dem Bildschirm sind.