Cardano-Gründer Charles Hoskinson arbeitet persönlich an einer neuen Programmiersprache für das Netzwerk. Wie er am 18. Oktober auf X erklärte, soll sie sogenannte Intents mit Proof-Carrying Data und Groth16-Beweisen verbinden. Mitentwickler ist Lucas Rosa (@rvcas), der auch im Starstream-Projekt als Entwickler der Midnight Foundation geführt wird.

Hoskinson schrieb:

„Ich entwickle tatsächlich persönlich eine Programmiersprache für Cardano. Sie ist die erste ihrer Art, die Intents und PCD über Groth16-Beweise ermöglicht. @rvcas entwickelt sie mit mir.“

Was Hoskinsons neue Sprache ermöglichen soll

Eine Programmiersprache ist zunächst ein Werkzeug für Entwickler, mit dem sie Anwendungen schreiben. Hoskinsons Ankündigung deutet auf Programme hin, die gewünschte Ergebnisse ausdrücken und deren Verarbeitung mathematisch überprüfbar machen sollen.

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Intents lassen sich als Zielvorgaben verstehen. Ein Nutzer könnte beispielsweise festlegen: „Tausche meine Token, aber nur, wenn ich mindestens 100 USDC erhalte.“ Die Anwendung würde sich um die Ausführung kümmern. Wie Hoskinsons Sprache solche Vorgaben konkret umsetzt, ist bislang offen.

Proof-Carrying Data, kurz PCD, ergänzt Daten um kryptografische Nachweise. Vereinfacht reisen Informationen mit einem überprüfbaren Beleg dafür weiter, dass bei ihrer Verarbeitung bestimmte Regeln eingehalten wurden. Das bestätigt die korrekte Verarbeitung, garantiert aber nicht automatisch, dass eine ursprüngliche Angabe aus der realen Welt wahr ist.

Groth16 bezeichnet ein Verfahren für kompakte Zero-Knowledge-Beweise. Damit lässt sich die korrekte Ausführung einer festgelegten Berechnung nachweisen, ohne sämtliche zugrunde liegenden privaten Daten offenzulegen. Welche Berechnungen Hoskinsons Sprache damit absichern soll, hat er nicht erläutert.

Ist das vergleichbar mit NEAR Intents?

Der Vergleich passt beim Grundprinzip der Zielvorgabe. Bei NEAR Intents geben Nutzer an, welche Vermögenswerte sie abgeben und erhalten möchten. Spezialisierte Anbieter, sogenannte Solver, konkurrieren um die Ausführung. Smart Contracts prüfen die Bedingungen und wickeln den Tausch ab. Das System unterstützt dabei Swaps zwischen verschiedenen Blockchains.

Hoskinson kündigt dagegen zunächst eine Programmiersprache an. Sie könnte Entwicklern Werkzeuge für ähnliche Abläufe geben. Ein mit NEAR Intents vergleichbares Netzwerk aus ausführenden Anbietern oder blockchainübergreifende Swaps hat er in den vorliegenden Posts jedoch nicht angekündigt.

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Bereits am 15. Oktober hatte Hoskinson eine baldige Midnight-Ankündigung angedeutet und neben Rosa auch Entwickler Philip DiSarro markiert. Er schrieb, die Arbeit bringe ihn an seine Grenzen: „Kein Schlaf, nur Code.“

Am 17. Oktober folgte die Aussage, er arbeite an einem Konzept, das nur Midnight ermöglichen könne. Er bezeichnete es als „das Hauptwerk meiner Karriere“ und erklärte, der konzeptionelle Entwurf sei fast abgeschlossen.

Die wiederholte Beteiligung Rosas legt einen Zusammenhang nahe, bestätigt ihn aber nicht. In den Posts nennt Hoskinson weder den Namen der neuen Sprache noch einen Veröffentlichungstermin oder Details zur Integration in Cardano.