Trivolve Tech und die Cardano Foundation beantragen 9,6 Millionen ADA aus der Cardano-Treasury für ein Polizeisystem im indischen Bundesstaat Telangana. Das geplante Police Force Management System, kurz PFMS, soll im ersten Betriebsjahr rund 1,53 Millionen Mainnet-Transaktionen erzeugen.
Cardano soll die Beweiskette nachvollziehbar machen
PFMS soll Beweise von der Erfassung über Ermittlungen und Lagerung bis zur Staatsanwaltschaft und zu Gerichtsverfahren nachvollziehbar machen. Auf Cardano sollen kryptografische Nachweise der Datensätze verankert werden. Die eigentlichen Dateien und personenbezogenen Daten bleiben in den behördlichen Systemen. Im Antrag heißt es:
„Da auf Cardano nur kryptografische Fingerabdrücke und keine tatsächlichen Dateiinhalte oder personenbezogenen Daten hinterlegt werden, verlassen keine sensiblen Beweisdaten die Behörde. Wenn polizeiliche Unterlagen später vor Gericht verwendet werden, gleicht eine Verifizierungsanwendung den kryptografischen Fingerabdruck mit dem unveränderlichen Cardano-Eintrag ab, um innerhalb weniger Augenblicke einen Nachweis zu liefern, der Manipulationen an den Beweisdaten erkennbar macht.“
Der Nutzen liegt in der späteren Überprüfung: Stimmt der Nachweis einer vorgelegten Datei mit dem hinterlegten Wert überein, lässt sich ihre Integrität prüfen.
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Das Vorhaben hat einen konkreten Vorläufer. Trivolve und der Technologiepartner Quixy entwickelten bereits ein Forensic Management System, kurz FMS, für den bevölkerungsreichsten Bundesstaat Indiens Uttar Pradesh. Das Project wurde im Rahmen von Catalyst abgeschlossen und mit 550.000 ADA gefördert.
Die Cardano Foundation berichtete in ihrem am 3. Juli veröffentlichten Juni-Rückblick, dass FMS die Marke von 100.000 Mainnet-Transaktionen erreicht hatte. Für den Zeitraum zwischen dem 16. September und dem 16. Oktober erfasst die offizielle Cardano-Transaktionsrangliste für „FMS by Trivolve“ 19.643 Transaktionen.
Staat soll Betrieb bezahlen, Treasury die Entwicklung
Die Treasury soll die Entwicklung finanzieren, während Telangana laut Antrag Transaktionsgebühren, Infrastruktur und Wartung übernimmt. Fünf Auszahlungen sind geplant, davon vier nach unabhängig geprüften Meilensteinen. Die Cardano Foundation soll die Mittel verwalten.
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Die Antragsteller begründen die Finanzierung aus der Treasury so:
„Mit diesem Antrag werden keine Treasury-Mittel für Software beantragt, die speziell für einen einzelnen indischen Bundesstaat bestimmt und proprietär ist. Wir beantragen Mittel für die Entwicklung quelloffener PFMS-Software als offene Ebene zur Beweissicherung, die auf Cardano läuft, ein öffentliches Gut darstellt und erhebliches Anwendungspotenzial über Indien und die Polizeiarbeit hinaus besitzt. Die Finanzierung durch die Treasury bringt die Beweiskette auf das Cardano-Mainnet und hält den Kern für alle nachfolgenden Projekte offen.“
Ein zusätzlicher kostenpflichtiger Verifizierungsdienst soll Einnahmen erzeugen. Davon sollen 70 Prozent an die Treasury, 20 Prozent an die Pflege zentraler Cardano-Bibliotheken und zehn Prozent an Trivolve Tech fließen.
Die Cardano Foundation reichte den Antrag am 21. Oktober ein. Er ist noch aktiv und nicht bewilligt. Die Abstimmung läuft bis zum Beginn von Epoche 669 am 20. November. Für eine Treasury-Entnahme müssen die erforderlichen Zustimmungen in der Cardano-Governance erreicht werden.












