Cardano-Entwickler Input Output hat den Fahrplan für Leios veröffentlicht. Fünf aufeinander aufbauende Schritte sollen Cardano vom Dijkstra-Hard-Fork zu deutlich höherem Durchsatz führen. Die Einführung des Protokolls und die Freigabe zusätzlicher Kapazität sind dabei getrennte Meilensteine.

Vor Dijkstra soll die Verfassung um die neuen Protokollparameter ergänzt werden. Diese bestimmen später, wie viel Transaktionsvolumen Leios verarbeiten darf.

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Der Schritt schafft die Voraussetzung für spätere Kapazitätserhöhungen. Cardanos Verfassung erlaubt Parameteränderungen nur, wenn die betreffenden Einstellungen ausdrücklich erfasst sind.

Cardano: Vom Dijkstra-Hard-Fork zu Leios

Danach folgt der Dijkstra-Hard-Fork. Die Netzwerkteilnehmer wechseln gemeinsam auf die neuen Regeln. Nodes, Wallets und Indexer müssen die neuen Block- und Transaktionsformate unterstützen.

Damit ist Leios technisch verfügbar. Für seinen Betrieb fehlt aber noch die Beteiligung der Stake Pools. IOG beschreibt diese Trennung so:

„Das sind unterschiedliche Meilensteine. Der Hard-Fork macht das Protokoll verfügbar. Die BLS-Schlüsselregistrierung ermöglicht Leios-Abstimmungen.“

Nach dem Hard-Fork registrieren die Pool-Betreiber neue BLS-Schlüssel. Damit können sie über Endorser Blocks abstimmen, über die Leios zusätzliche Transaktionen verarbeitet. Ohne gültigen Schlüssel kann ein Pool zu diesen Abstimmungen kein Zertifikat beitragen.

IOG veranschlagt für die Aktivierung derzeit registrierte Pools mit rund 90 bis 95 Prozent des delegierten Stakes. Die endgültige Schwelle ist noch nicht festgelegt.

Sobald Leios arbeitet, sollen kontrollierte Transaktionsspitzen die Belastbarkeit des Mainnets prüfen. Entscheidend sind die Verbreitung der Endorser Blocks, die Rücklaufzeiten der Stimmen, zuverlässige Zertifikate und ausreichende Leistungsreserven der Nodes.

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Der letzte Schritt sind die Durchsatzsteigerungen. Zum Start peilt IOG das Drei- bis Fünffache der heutigen Kapazität von 4,5 Kilobyte Transaktionsdaten pro Sekunde an. Mindestens zwei spätere Parameterupdates sollen den Durchsatz auf das Zehn- bis Fünfzehnfache erhöhen.

Die folgende Übersicht zeigt die geplante Reihenfolge und die erforderlichen Zustimmungen:

Leios: Die Governance-Roadmap im Überblick
Schritt Was passiert? DReps Stake-Pool-Betreiber Verfassungsausschuss
Verfassungsupdate Leitplanken für neue Dijkstra-Parameter ergänzen 75 % des Stakes Keine Abstimmung ⅔ der Mitglieder
Dijkstra-Hard-Fork Neue Protokollregeln einschließlich Leios aktivieren 60 % des Stakes 51 % des Stakes ⅔ der Mitglieder
BLS-Schlüsselregistrierung Leios-Betrieb nach ausreichender Registrierung ermöglichen Keine Abstimmung Pools registrieren ihre BLS-Schlüssel Keine Abstimmung
Mainnet-Lasttests Blockverbreitung und Abstimmungen unter hoher Last prüfen Keine Abstimmung Keine Abstimmung Keine Abstimmung
Durchsatzsteigerungen Kapazität durch mindestens zwei Parameterupdates erhöhen 67 % des Stakes 51 % des Stakes ⅔ der Mitglieder

Prozentangaben bei DReps und Stake-Pool-Betreibern beziehen sich auf den jeweiligen abstimmungsrelevanten Stake, nicht auf die Anzahl der Personen oder Pools. Die Schwellen für Durchsatzsteigerungen gelten für jede einzelne Abstimmung. Quelle: Input Output, 20. Oktober 2026.

Für einen darüber hinausgehenden Ausbau nennt IOG weitere Bedingungen:

„Danach hängen weitere Änderungen von Nachfrage, Community-Prioritäten und wirtschaftlichen Bedingungen ab. Die Governance kann die Kapazität bei entsprechender Evidenz erhöhen oder unverändert lassen.“

Jede Erhöhung muss sich auf Messdaten der vorherigen Stufe stützen und von der Governance genehmigt werden. Ein zusätzlicher Hard-Fork ist dafür nicht erforderlich.

Einen verbindlichen Starttermin nennt Input Output nicht. Die Roadmap hängt stark von den Tests sowohl der Zustimmung durch die Community ab.