Intercontinental Exchange (ICE), die Muttergesellschaft der New Yorker Börse NYSE, will mit Trade[XYZ] einen regulierten US-Markt für Hyperliquid-basierte Perpetual Futures aufbauen. Die am 29. Oktober angekündigte Vereinbarung umfasst eine strategische Minderheitsbeteiligung und könnte US-Anlegern Zugang zu bislang offshore gehandelten Onchain-Derivaten eröffnen.

ICE übernimmt den Betrieb der regulierten Märkte

Nach der Unternehmensmitteilung soll ICE exklusiver Betreiber der regulierten Trade[XYZ]-Märkte werden. Geplant ist eine eigene Markt- und Clearingstruktur auf Hyperliquid. Dafür müssen die Partner noch regulatorische Genehmigungen einholen, einschließlich der für den gehebelten Handel erforderlichen Zulassungen.

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Das Angebot zielt auf Privatanleger, während ICE seine bisherige Marktteilnahme mit mehr als 99 Prozent als institutionell beschreibt. Die neue Sparte soll deshalb getrennt vom bestehenden institutionellen Futures- und Clearinggeschäft geführt werden.

ICE-Chef Jeffrey Sprecher ordnete das Vorhaben als Erweiterung des Angebots ein:

„Wir wollen Privatanleger erreichen … Wir sehen diese Perpetual-Märkte als Ergänzung zu unseren Futures-Märkten, nicht als Ersatz.“

Nach erfolgter Zulassung sollen Kunden mit abgeschlossenen KYC- und AML-Prüfungen über Futures Commission Merchants zugreifen können, die Plattformmitglieder werden. Für den Vertrieb ist auch das Gemeinschaftsunternehmen von ICE und OKX vorgesehen. Dessen Broker-Dealer- und FCM-Zulassungen stehen ebenfalls noch aus.

Trade[XYZ] meldet mehr als 650 Milliarden US-Dollar Volumen

Trade[XYZ] entwickelt und betreibt auf Hyperliquid Märkte für Perpetual-Kontrakte. In einem Beitrag auf X bezifferte das Unternehmen das kumulierte Handelsvolumen seiner Märkte nach etwas mehr als einem Jahr auf über 650 Milliarden US-Dollar. Nach eigener Darstellung dienen diese Märkte auch dann der Preisfindung für Aktien, Indizes und Rohstoffe, wenn die traditionellen Handelsplätze geschlossen sind.

Für das US-Vorhaben nennt Trade[XYZ] Aktien, Indizes, Rohstoffe, Devisen und Kryptowährungen als geplante Basiswerte. Der Zugang soll über teilnehmende Broker und Plattformen erfolgen. Weitere Angaben zu Produkten, Teilnahmebedingungen und Zeitplan will das Unternehmen im Verlauf des Genehmigungsverfahrens veröffentlichen.

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Trade[XYZ] erklärte dazu:

„Innovation und der Schutz durch die US-Regulierung sollten nicht gegeneinander abgewogen werden müssen. Gemeinsam wollen wir das beweisen.“

Neben ICE soll sich laut dem Beitrag eine kleine Gruppe weiterer Investoren beteiligen, darunter Stan Druckenmiller. Die bestehenden HIP-3-Märkte auf Hyperliquid will Trade[XYZ] parallel zum Aufbau des US-Geschäfts weiterbetreiben und ausbauen. Die Ankündigung beschreibt damit einen zusätzlichen regulierten Zugang, während die bisherigen Märkte fortgeführt werden sollen.

Die Höhe der ICE-Beteiligung und ein Starttermin wurden nicht offengelegt. Für Trader ist zunächst entscheidend, welche Kontrakte und Zugangsbedingungen die Aufsicht genehmigt. Erst diese Entscheidungen bestimmen, in welchem Umfang das geplante Angebot den US-Zugang zu Hyperliquid-basierten Märkten tatsächlich erweitert.

Auch am Markt fand die Ankündigung unmittelbaren Widerhall: HYPE legte nach der Nachricht deutlich zu. Zum Redaktionszeitpunkt notierte der HYPE-Kurs bei rund 87,58 US-Dollar, das Plus über 24 Stunden betrug 7,5 Prozent. Das Tageshoch lag bei 87,87 US-Dollar.