Der Kurs von HYPE ist seit Jahresbeginn von 25,43 USD auf heute 90,02 USD und damit um mehr als das Dreifache gestiegen. (Artikel geht unter dem Chart weiter)

Dieser Kursanstieg wird unter anderem auch vom Rückkaufprogramm der Börse selbst getragen. Ab morgen soll ein erweiterter Mechanismus starten, der den Preis weiter antreiben könnte.

Hyperliquid erhält zusätzliches Kapital für HYPE-Rückkäufe

Am 03.10.2026 fließen erstmals Zinsen über das sogenannte AQAv2-Modell in den Assistance Fund. Anders als bisher stammt dieses Kapital nicht aus Handelsgebühren, sondern aus Zinsen auf USDC-Reserven.

Tipp der Redaktion: Hyperliquid startet eigenen Kreditmarkt für USDC und USDT

USDC ist ein Stablecoin, der von Hyperliquid als Reserve gehalten wird. Damit erzielt die Exchange jedoch zunächst keine eigenen Erträge. Erst durch den Einsatz von USDC im AQAv2-Protokoll erhält Hyperliquid Zinserträge auf die gehaltenen USDC-Reserven.

Diese Zinsen fließen in den Assistance Fund. Alle Gelder aus diesem Fonds werden für den Rückkauf von HYPE eingesetzt. Die zurückgekauften Token werden anschließend verbrannt und damit dauerhaft aus dem Umlauf entfernt. Dadurch entsteht regelmäßig zusätzlicher Kaufdruck, der sich positiv auf den Preis von HYPE auswirken kann.

Auf X hat Hunter Horsley, CEO von Bitwise, einen Post zitiert, in dem der Gesamtumfang dieser zusätzlichen Einnahmen auf das Jahr hochgerechnet mit rund 200 Millionen USD beziffert wird:

“Hyperliquid startet übrigens in 2 Tagen mit Buybacks, finanziert durch rund 200 Mio. US-Dollar jährliche USDC-Rendite.”

Die USDC-Zinsen laufen bereits seit dem 26. August auf. Die Abrechnung erfolgt in 30-Tage-Zyklen. Acht Tage nach dem Ende eines Zyklus wird der entsprechende Betrag an den Assistance Fund überwiesen. Deshalb fällt die erste Zahlung auf den 3. Oktober.

Nach dem AQAv2-Modell sollen ungefähr 90 Prozent der Reserveerträge nach Kosten an Hyperliquid weitergegeben werden. Wie viel Geld daraus tatsächlich entsteht, hängt vor allem von zwei Faktoren ab: dem USDC-Bestand auf der Plattform und dem aktuellen Zinsniveau.

Schätzungen gehen von etwa fünf bis sieben Milliarden Dollar an Stablecoins auf Hyperliquid aus, überwiegend in USDC. Bei einem Zinssatz von rund drei Prozent ergibt sich daraus grob ein jährlicher Betrag von 135 bis 200 Millionen Dollar für den Assistance Fund.

Das ist jedoch keine feste Summe. Wenn weniger USDC auf Hyperliquid liegt oder die Zinsen sinken, fallen auch die Einnahmen geringer aus.

Handelsgebühren üben vorerst größeren Kaufdruck aus

Der neu erschlossene Einnahmestrom ergänzt das bisherige Rückkaufmodell. Der Großteil der Einnahmen für den Assistance Fund stammt derzeit aus Handelsgebühren von Perpetuals und Spot-Trades.

Der Unterschied ist dabei einfach ersichtlich: Gebühren hängen stark davon ab, wie viel auf Hyperliquid gehandelt wird. Die neuen USDC-Erträge hängen dagegen stärker davon ab, wie viel Kapital auf der Plattform gehalten wird und welche Zinsen darauf erzielt werden.

Für den Kurs von HYPE zählt am Ende nicht nur die reine Höhe der Nettorückkäufe. Gleichzeitig können durch Tokenunlocks und neue Emissionen zusätzliche Token auf den Markt kommen.

Lesetipp: Hyperliquid vor Durchbruch in den USA: CFTC schafft klare Regeln

Ob der Kursanstieg im gleichen Tempo wie in den letzten neun Monaten fortgesetzt werden kann, bleibt zunächst abzuwarten. Hyperliquid hat zuletzt die Europäische Kommission in einem offiziellen Schreiben aufgefordert, klare Regeln für On-Chain-Märkte zu schaffen, damit die Börse ihre Dienste künftig auch legal für EU-Kunden anbieten kann.