Die italienische Finanzpolizei Guardia di Finanza hat ein mutmaßliches Untergrund-Bankennetzwerk der organisierten Kriminalität zerschlagen. Bei der Operation wurden 30 Verdächtige festgenommen. Laut Ermittlern sollen 68 Millionen Euro über Bankkonten und Kryptowährungen ins Ausland transferiert worden sein.
Ermittler melden mehr als 110 Millionen Euro an falschen Rechnungen
Die Ermittlungen der Guardia di Finanza in Mailand und Monza Brianza richten sich gegen Personen mit mutmaßlichen Verbindungen zur kalabrischen ’Ndrangheta, zur neapolitanischen Camorra und zur sogenannten „Vierten Mafia“ aus der Provinz Foggia. Die Behörden sprechen von mehr als 110 Millionen Euro an mutmaßlich gefälschten Rechnungen.
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Den Beschuldigten werden unter anderem Geldwäsche, Steuerbetrug, Insolvenzdelikte und Drogenhandel vorgeworfen. Die Ermittler vermuten, dass das Netzwerk als „verborgene Bank“ Gelder aus verschiedenen kriminellen und illegalen Aktivitäten transferierte.
Ein Mailänder Gericht ordnete für 30 Beschuldigte Maßnahmen an. 16 kamen in Untersuchungshaft, 14 wurden unter Hausarrest gestellt. Festnahmen und Durchsuchungen gab es auch in Spanien und der Schweiz. Mehr als 350 Beamte waren an der Operation beteiligt.
Zusätzlich ordneten die Behörden die Beschlagnahmung von Vermögenswerten im Wert von mehr als 21 Millionen Euro an. Betroffen sind laut Guardia di Finanza Bargeld, Bankkonten, Kryptowährungen, Fahrzeuge, Boote, Schmuck und Luxusuhren.
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Kryptowährungen Teil des Transfersystems
Die Ermittler beziffern den internationalen Geldtransfer auf 68 Millionen Euro. Nach den bisher veröffentlichten Angaben sollen dafür sowohl Bankkonten als auch Kryptowährungen genutzt worden sein. Welche Coins oder Blockchains betroffen sind, haben die Behörden bislang nicht mitgeteilt.
Die Vorwürfe sind noch nicht gerichtlich festgestellt. Die 30 Festgenommenen gelten als Beschuldigte, für sie gilt die Unschuldsvermutung.












