Der Bitcoin-Kurs fiel in den deutschen Morgenstunden erneut auf 79.100 US-Dollar, kämpfte sich jedoch bis zum Redaktionszeitpunkt wieder auf 80.005,23 US-Dollar zurück. Gleichzeitig werden weltweit Warnungen vor einem möglichen Dritten Weltkrieg und einer erneuten Eskalation im Nahen Osten laut. (Artikel wird nach dem Chart fortgesetzt.)
Diese Entwicklungen schüren vor allem eines: Angst unter Investoren, unabhängig davon, ob sie einige Hundert Euro oder Milliarden verwalten. Der Fear-and-Greed-Index für Kryptowährungen ist von einem Septemberhoch, das von extremer Gier geprägt war, auf einen lokalen Tiefstand im Bereich starker Angst gefallen.
Trump will den Krieg gegen den Iran fortsetzen
Trump sorgte am Wochenende erneut für starke Kurs- und Erwartungsschwankungen. Wiederholt stellte er am Morgen einen möglichen Angriff auf den Iran in Aussicht, nur um einen Militärschlag für den betreffenden Tag am Abend wieder abzusagen. Wie ich bereits in meinem letzten Videoupdate erklärte, steht am 27. Oktober 2026 eine wichtige Wahl in Israel bevor.
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Mit den Entwicklungen vertraute Quellen erklärten zunächst, dass ein Präventivschlag gegen den Iran stattfinden werde, allerdings nicht vor diesem Datum. Dazu passt auch die Entwicklung, dass die USA einen weiteren Flugzeugträger mit 10.000 Soldaten in Richtung Iran entsandt haben. Dieser soll morgen eintreffen.
Netanjahu sorgte für Aufsehen, nachdem er ein Bild eines Atompilzes geteilt und die israelische Bevölkerung dazu aufgerufen hatte, ihn zu wählen. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass im Krieg gegen den Iran Atomwaffen eingesetzt werden. Allerdings erreicht die Kriegspropaganda damit eine neue Eskalationsstufe.
תקראו את הדברים החשובים של יובל בלומברג:
מדינת ישראל נמצאת בסכנה קיומית אמיתית ומוחשית. אם האיראנים ישיגו גרעין, שום דבר כבר לא ישנה יותר. הכל כל כך טפל אל מול הסכנה הקיומית של איראן והציר השיעי.
הסערות המבוימות והמומצאות חדשות לבקרים נועדו להסיט את תשומת הלב מהדבר האחד שהוא… pic.twitter.com/v6L73s0bFO
— Benjamin Netanyahu – בנימין נתניהו (@netanyahu) October 25, 2026
US-Präsident Trump schloss den Einsatz taktischer Atomwaffen zunächst aus. Allerdings sollen die iranischen Atomanlagen südlich von Natanz, die rund 1,5 Kilometer unter der Erde liegen, in den nächsten Tagen „zeitnah und sehr hart“ getroffen werden.
Auch der Iran bereitet sich auf eine mögliche Eskalation vor. Laut Dawn ordnete General Ali Abdollahi umfassende Zivilschutzmaßnahmen an. Entsprechende Übungen sollen vom 26. Oktober bis zum 2. November 2026 stattfinden. Dabei bereitet sich das Land auch auf einen umfassenden Krieg („Full-Scale War“) einschließlich möglicher nuklearer Angriffe und radioaktiver Strahlenbelastung vor.
Einige Analysten halten eine erneute Eskalation zwischen dem Militärbündnis aus den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite für unvermeidlich. Dies könnte erneut Abwärtsdruck auf Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt ausüben.
Kriegspropaganda weltweit erreicht neues Allzeithoch
Die britische Regierung rief ihre Bevölkerung bereits Anfang des Jahres dazu auf, Vorräte für mindestens 14 Tage anzulegen. Am Wochenende wurde nun erstmals ein konkreter Zeitrahmen für einen möglichen Krieg mit Russland genannt: 1.000 Tage. Der Telegraph berichtete dazu:
„Großbritannien müsse sich darauf vorbereiten, innerhalb der nächsten 1.000 Tage in einen Krieg ziehen zu können. Grund dafür sind die wachsenden militärischen Fähigkeiten Russlands.“
Auch die USA bereiten sich auf zunehmende Spannungen vor. Das amerikanische Militär soll sich auf einen möglichen Blackout vorbereiten und im Rahmen des Projekts „FORTRESS America“ für mindestens 90 Tage handlungsfähig bleiben, selbst wenn die gesamte Stromversorgung und wichtige Lieferketten vollständig unterbrochen werden sollten.
Fox News führte dazu am 25. Oktober 2026 aus:
„Der nächste Konflikt wird voraussichtlich an mehreren Fronten gleichzeitig ausgetragen werden. Ein Blick auf die geopolitischen Hintergründe großer Kriege zeigt, wie eng die Konfliktparteien miteinander verflochten sind. Sollte es zu einer solchen Eskalation kommen, droht ein Zusammenbruch der globalen Lieferketten.“
Ein genauer Zeitpunkt wird nicht genannt, allerdings beziehen sich die Szenarien auf einen Krieg, der sich über mehrere Jahre hinziehen könnte. Doch warum sind diese Entwicklungen überhaupt für Bitcoin und den Kryptomarkt relevant?
Vor und während größerer Kriege neigen Zentralbanken dazu, die Geldmenge auszuweiten. Dies könnte sich grundsätzlich positiv auf den Kryptomarkt auswirken. Allerdings ist derzeit ungewiss, ob und in welchem Umfang Bitcoin von möglichen geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank (Fed) profitieren könnte.
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Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung, die als Belastung für Bitcoin und den Kryptomarkt gelten würde, liegt laut dem FedWatch-Tool derzeit bei 9,4 %. Allerdings gehen die Mitglieder des Fed-Direktoriums von einer weiteren Zinserhöhung im Dezember aus.
Was sagen Analysten und wie verhalten sich Investoren?
Arthur Hayes, Mitgründer der Kryptobörse BitMEX, hat Positionen aus seinem rund 22 Millionen US-Dollar schweren Fonds liquidiert und wartet nun an der Seitenlinie ab. Auf X erklärt er dazu:
„Ich habe alles verkauft. Im Maelstrom-Portfolio habe ich sämtliche direktionalen Positionen aufgelöst und Gewinne bei Ethereum (ETH), Ethena (ENA), Uniswap (UNI) und anderen Shitcoins mitgenommen. Ich denke, dass die Kurse zunächst weiter fallen müssen, bevor es wieder aufwärtsgehen kann. Die makroökonomische und geopolitische Lage sieht derzeit ziemlich brenzlig aus. Deshalb werde ich mich vorerst aus dem Markt heraushalten und abwarten, bis es ein klares Entwarnungssignal gibt.“
Der Schweizer Analyst Doctor Profit hingegen geht davon aus, dass Bitcoin weiter steigen wird. Seiner Einschätzung nach nutzen Bitcoin-Wale den aktuellen Kursrückgang, um neue Positionen aufzubauen oder bestehende Positionen zu erweitern:
„Nahezu alle Privatanleger haben sich inzwischen aus dem Markt zurückgezogen. Sie rechnen mittlerweile fast ausnahmslos mit einem Rückgang des Bitcoin-Kurses auf 70.000 US-Dollar und setzen überwiegend auf fallende Kurse. Doch die breite Masse liegt bekanntlich meist falsch. Der Markt wird plötzlich und schnell die Richtung wechseln und all jene erneut zurücklassen, die es versäumt haben, rechtzeitig einzusteigen.“
Der niederländische Investor Michaël van de Poppe betont hingegen, dass Bitcoin die Marke von 80.000 US-Dollar nachhaltig verteidigen müsse. Andernfalls könnte erst im Bereich von 75.000 US-Dollar wieder größere Kaufliquidität auf den Markt treffen:
„Die Sorge besteht darin, dass Bitcoin bei einem erneuten Liquiditätsabgriff kurzfristig unter die Marke von 75.000 US-Dollar fallen könnte. Ein solcher Kursrutsch würde den bestehenden Aufwärtstrend möglicherweise zunichtemachen.
Sollte Bitcoin hingegen ein höheres Tief ausbilden und die Marke von 80.000 US-Dollar erfolgreich verteidigen, wäre dies ein Hinweis darauf, dass die aktuelle Korrektur beendet ist und der Kurs anschließend neue Höchststände anstreben könnte.“
In welche Richtung sich Bitcoin und der Kryptomarkt in den kommenden Tagen und Wochen bewegen werden, bleibt zunächst abzuwarten. In diesem Artikel beleuchten wir, welche Ereignisse für Krypto-Investoren in dieser Woche besonders wichtig werden.












