• Meta ermöglicht ausgewählten Creatorn Auszahlungen in USDC an Krypto-Wallets auf Solana und Polygon.
  • Nutzer bleiben laut Meta selbst für die Sicherheit ihrer Wallet-Daten und Zugangsdaten verantwortlich.

Meta tastet sich wieder an Blockchain-Zahlungen heran. Diesmal nicht mit einem eigenen Coin, sondern über USDC-Auszahlungen an Creator-Wallets.

USDC statt eigener Meta-Währung

Der Konzern bietet ausgewählten Creatorn die Möglichkeit, Einnahmen in USDC zu erhalten. Die Auszahlungen laufen über Krypto-Wallets auf Solana und Polygon, also über zwei Netzwerke, die im Stablecoin– und Zahlungsbereich bereits eine breite Nutzung haben.

Damit wählt Meta einen deutlich pragmatischeren Weg als noch bei Libra, später Diem. Das damalige Projekt wurde 2022 nach erheblichem regulatorischem Druck beendet. Jetzt setzt Meta nicht auf eine eigene Währung, sondern auf einen bestehenden Dollar-Stablecoin und externe Infrastruktur.

In den Zahlungsbedingungen weist Meta allerdings auf Grenzen hin. Sollte es technische Probleme oder unvorhergesehene Umstände geben, behält sich das Unternehmen vor, eine andere vom Nutzer angegebene Zahlungsmethode zu verwenden. Außerdem stellt Meta klar, dass Nutzer selbst für die Sicherheit ihrer Kontodaten verantwortlich sind, einschließlich der Wallet-Zugangsdaten.

Wallets werden Teil der Creator-Ökonomie

Meta nennt mehrere bekannte Wallet-Anbieter, die für die Auszahlungen genutzt werden können, darunter MetaMask, Phantom und Binance. Das zeigt, wie Stablecoins zunehmend in bestehende Plattformprozesse eingebaut werden, ohne dass Nutzer dafür zwingend eine neue Meta-spezifische Krypto-App brauchen.

Für Creator kann USDC vor allem dort interessant sein, wo internationale Auszahlungen langsam, teuer oder abhängig von lokalen Bankstrukturen sind. Stablecoins versprechen schnellere Abwicklung und Dollar-Nähe.

Gleichzeitig kommt eine neue Verantwortung hinzu: Wer eine Wallet nutzt, muss private Schlüssel, Zugangsdaten und mögliche Netzwerkfehler selbst im Blick behalten.