- Robinhoods Krypto-Umsatz fiel im ersten Quartal um 47 Prozent auf 134 Millionen Dollar.
- Die gesamten Transaktionserlöse stiegen dennoch um 7 Prozent, vor allem durch starkes Wachstum bei Event Contracts.
Robinhoods Krypto-Geschäft hat im ersten Quartal deutlich an Tempo verloren. Gleichzeitig konnte die Handelsplattform im Gesamtgeschäft weiter wachsen, nur eben mit anderen Treibern.
Krypto-Handel kühlt deutlich ab
Die US-Trading-App meldete für das Quartal Krypto-Erlöse von 134 Millionen Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das native Krypto-Handelsvolumen in der App ging spürbar zurück. Es lag bei 24 Milliarden Dollar und damit 48 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die Zahlen zeigen einmal mehr, wie stark Robinhoods Krypto-Sparte von der Aktivität privater Trader abhängt. Wenn digitale Vermögenswerte viel gehandelt werden, profitiert die Plattform schnell. Wenn das Interesse nachlässt, wird der Rückgang ebenso schnell sichtbar.
Bitstamp, die von Robinhood im vergangenen Jahr übernommene Kryptobörse, meldete ein nominales Handelsvolumen von 42 Milliarden Dollar. Einen Vergleich zum Vorjahr nannte Robinhood dafür nicht. Dadurch bleibt offen, wie stark Bitstamp den Rückgang im eigenen App-Geschäft abfedern konnte.
Event Contracts stützen das Quartal
Trotz der Schwäche im Krypto-Segment stiegen Robinhoods gesamte Transaktionserlöse um 7 Prozent auf 623 Millionen Dollar. Das Unternehmen verwies vor allem auf Event Contracts, deren Umsatz um 320 Prozent zulegte.
Finanzchef Shiv Verma sagte, Kunden seien im ersten Quartal weiter aktiv geblieben. Er verwies auf ein annualisiertes Nettoeinlagenwachstum von mehr als 20 Prozent, zweistelliges Wachstum bei Aktien und Optionen sowie Rekordvolumen bei Prognosemärkten, Futures und Indexoptionen.
Das Bild ist damit gemischt. Krypto bleibt für Robinhood ein wichtiger Geschäftsbereich, aber nicht mehr der einzige Wachstumsmotor mit hoher Dynamik. Die Plattform baut ihr Angebot breiter aus und setzt stärker auf neue Handelsprodukte, um Nutzer auch in ruhigeren Krypto-Phasen aktiv zu halten.
Für die Krypto-Sparte selbst fällt das Quartal weniger freundlich aus. Das Geschäft ist noch groß, aber der Schwung hat klar nachgelassen.






