- Base hat das Azul-Upgrade im Mainnet aktiviert und führt damit ein neues Multiproof-System ein.
- Das Coinbase-incubierte Ethereum-Layer-2 will damit näher an Stage-2-Dezentralisierung und stärkere Zensurresistenz rücken.
Base hat sein Azul-Upgrade im Mainnet aktiviert. Für das von Coinbase aufgebaute Ethereum-Layer-2 ist es ein wichtiger technischer Schritt, weil die Chain damit mehr Teile ihrer Sicherheits- und Client-Architektur aus dem bisherigen, stärker zentralisierten Modell herausführt.
Im Zentrum steht ein neues Multiproof-System. Es kombiniert Proofs aus Trusted Execution Environments, kurz TEE, mit Zero-Knowledge-Proofs.
Beide Nachweisarten können einen Vorschlag unabhängig voneinander finalisieren. Wenn sie übereinstimmen, kann die Finalität von Withdrawals nach Angaben des Base-Teams auf bis zu einen Tag sinken.
Base Azul is live on Mainnet!
Some of the highlights:
Multi-proofs:
→ Introduces TEE & ZK proofs, increasing security and laying the groundwork for shorter withdrawal timesEthereum Upgrades:
→ CLZ opcode and Osaka repricingsPerformance Focused Clients:
→ New client… https://t.co/j1GZm94uoR— Base Build (@buildonbase) May 28, 2026
Multiproofs sollen zentrale Abhängigkeiten reduzieren
Der technische Kern von Azul liegt in der Frage, wer die Korrektheit einer Layer-2-Ausführung beweisen darf. Bisher sind viele Rollup-Systeme in der Praxis noch stark von erlaubnisbasierten Komponenten abhängig.
Das ist funktional, aber nicht das Endziel. Gerade bei Ethereum-L2s wird Dezentralisierung nicht nur als Marketingbegriff gemessen, sondern entlang konkreter Stufen, etwa bei Proof-Systemen, Upgrade-Kontrolle und Exit-Sicherheit.
Base setzt nun auf ein Modell, bei dem permissionless ZK-Proofs erlaubnisbasierte TEE-Proofs überstimmen können, falls beide miteinander in Konflikt geraten. Das ist ein wichtiger Mechanismus.
Er bedeutet, dass ein offener kryptografischer Nachweis im Streitfall Vorrang vor einer stärker kontrollierten Infrastrukturkomponente bekommt. Base sieht darin einen Schritt hin zu mehr Zensurresistenz und vollständiger Dezentralisierung.
Neue Client-Struktur und weniger leere Blöcke
Azul bringt auch Änderungen auf Client-Ebene. Base konsolidiert die Ausführung auf den neuen base-reth-node und führt mit base-consensus einen neuen Consensus-Client ein, der auf OP Kona basiert. Bemerkenswert ist dabei, dass Azul das erste unabhängige Upgrade ist, das Base selbst ausgeführt hat.
Die neue Client-Struktur soll bereits messbare Effekte zeigen. Nach Angaben des Netzwerks sank die Zahl leerer Blöcke um rund 99 Prozent, von etwa 200 pro Tag auf ungefähr zwei. Zudem habe Base mehrere kurze Phasen mit 5.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet.





