Ripple hat ein strategisches Investment in den Compliance-Spezialisten Notabene getätigt und will seinen Stablecoin RLUSD in dessen B2B-Zahlungsplattform integrieren. Die Partnerschaft soll regulierten Finanzinstituten ermöglichen, Stablecoin-Transaktionen vor der Abwicklung zu prüfen und zu autorisieren.

Ripple verbindet RLUSD mit Notabene Flow

Die Höhe der Investition wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. Beide Unternehmen haben zunächst vereinbart, RLUSD in Notabene Flow einzubinden und zu prüfen, wie sich dessen System mit Ripple Payments kombinieren lässt. Einen Zeitplan für die technische Umsetzung nennen die beiden Unternehmen aber nicht.

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Notabene Flow koordiniert Stablecoin-Zahlungen zwischen Unternehmen. Es unterstützt neben einzelnen Transfers auch Lastschriftverfahren, wiederkehrende Zahlungen und automatisierte Rechnungen. Laut Ripple-Stablecoin-Chef Jack McDonald ist Notabenes Compliance-System eine Voraussetzung für die institutionelle Nutzung:

„Stablecoins werden schnell zu einem Bestandteil der etablierten Finanzinfrastruktur, doch für ihre institutionelle Verbreitung reichen effiziente Abwicklungswege allein nicht aus. Identität, Compliance und die Autorisierung einer Transaktion müssen geklärt sein, bevor Vermögenswerte übertragen werden. Das Netzwerk von Notabene beseitigt eine der grundlegenden Hürden für die institutionelle Adoption.“

Die Kooperation könnte RLUSD mit einem großen Kreis regulierter Unternehmen und Institutionen verbinden. Das 2020 gegründete New Yorker Unternehmen zählt nach eigenen Angaben 280 Kunden und verarbeitet ein jährliches Transaktionsvolumen von mehr als zwei Billionen US-Dollar.

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Notabene kombiniert die Einhaltung der Travel Rule mit Identitätsprüfungen und einer Autorisierung vor der eigentlichen On-Chain-Abwicklung. Institutionen sollen dadurch feststellen können, welche Gegenpartei hinter einer Wallet steht, welchem Zweck eine Zahlung dient und ob sie den internen Risikovorgaben entspricht. Der Notabene-Mitgründer erklärte in der Pressemitteilung:

„Jede Institution, mit der ich spreche, hat die Frage, ob sie Stablecoins einsetzen soll, bereits hinter sich gelassen. Sie hängt vielmehr daran fest, wie dies im Rahmen des bestehenden Geschäfts sicher und skalierbar gelingen kann. Die Institute müssen wissen, wer auf der anderen Seite steht, welchem Zweck die Transaktion dient und wie sich Zahlungen ohne zusätzliche Reibungsverluste autorisieren lassen.“

Notabene will Ripples Unternehmenskundennetzwerk nutzen, um Flow international auszurollen. Für Ripple eröffnet die Beteiligung im Gegenzug einen zusätzlichen Vertriebskanal für RLUSD.