Auf dem IOTA-Mainnet wird seit Donnerstag eine ungewöhnlich hohe Anzahl neuer digitaler Identitäten und notariell verankerter Nachweise verankert. Eine Auswertung von Iota Feed ordnet die Aktivität TuringCerts zu. Bleibt das Tempo bestehen, könnte die Anwendung auf rund 35.000 Transaktionen pro Tag kommen.

Mehr als 23.000 Vorgänge seit Donnerstagabend

Zwischen dem 24. September um 20:01 Uhr und dem 25. September um 12:10 Uhr deutscher Zeit zählte Iota Feed 11.541 neue Identitäten über IOTA Identity und 11.808 Notarisierungen über IOTA Notarization.

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Eine einzelne Adresse hat die Gebühren für 11.529 Identitäten und 11.737 Notarisierungen getragen. Bei den Identitäten schwankte das stündliche Aufkommen laut der Auswertung zwischen 647 und 779. Iota Feed beschreibt das Muster so:

„Seit Donnerstag erstellt eine einzelne Adresse auf dem IOTA-Mainnet rund 700 digitale Identitäten pro Stunde. Auf fast jede folgt kurz darauf ein notariell verankerter Nachweis.“

Die rund 35.000 Transaktionen pro Tag sind somit eine Hochrechnung aus dem beobachteten Zeitraum. Eine Stichprobe im IOTA-Explorer bestätigt den beschriebenen Mechanismus.

Laut der Analyse erhält zunächst jeder Empfänger einen eigenen dezentralen Identifikator, einen DID. Wenige Minuten später wird ein Nachweis notarisiert, der diesen Identifikator als Inhaber nennt. Auf IOTA erscheinen dabei Prüfsummen der Inhalte, nicht die lesbaren Dokumente.

Das entspricht dem Verfahren, das Turing Space für seine Plattform beschreibt:

„Turing Certs verankert den Beleg für jeden Nachweis über IOTA Notarization und schafft so einen unveränderlichen On-Chain-Eintrag mit Zeitstempel. Wer einen Nachweis prüft, kann dessen Beleg mit dem IOTA-Ledger abgleichen.“

Das Unternehmen erklärt außerdem, dass es die Gebühren für Transaktionen seiner Plattform zentral übernimmt. Die IOTA Foundation hatte Turing Space bereits im November 2025 als Teilnehmer ihres Business Innovation Program gefördert.

Als entscheidende Hinweise auf die Zuordnung nennt Iota Feed eine Verbindung zwischen der zahlenden Adresse und dem früheren Herausgeber eines TuringCerts-Pakets sowie eine beidseitig bestätigte Domain-Verknüpfung des Ausstellers mit Turing Space.

Fubon-Bezug bleibt unbestätigt

Laut Iota Feed verwenden die beobachteten Nachweise eine von Turing Space veröffentlichte Vorlage namens „Fubon Note of Claim“. Die Vorlage nennt Fubon und sieht Angaben zu Versicherungsfällen vor: Pflichtfelder sind die Fallnummer (caseId), die Art des Schreibens (type), der Ausstellungszeitpunkt (issuedTime) und ein Hash des ursprünglichen Dokumentinhalts (hashedData). Das Originaldokument ist damit nicht Teil des Schemas.

Bei Fubon Insurance handelt es sich um die Sach- und Schadensversicherungssparte der Fubon Financial Holding, einem der größten und führenden Finanzkonzerne Taiwans. Eine Bestätigung durch Fubon oder eine Ankündigung dieses konkreten Einsatzes durch Turing Space gibt es bisher jedoch noch nicht.

TuringCerts hat in den vergangenen Wochen mehrfach für Aufsehen gesorgt. Wie wir berichteten, wurde die Plattform in einem japanischen Katastrophenschutzprojekt für die digitale Anmeldung in einer simulierten Notunterkunft erprobt.

Zudem nutzt der japanische Verband SUKEN TuringCerts für digital überprüfbare Nachweise zu Mathematikprüfungen. Für seine Prüfungen im September und Oktober erwartete er insgesamt 45.700 Anmeldungen.

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Der Kurs von IOTA ist in den letzten 24 Stunden um 4,38 % auf 0,05014 USD gestiegen. Bitcoin hat sich auf einem neuen lokalen Hoch von 84.000 USD stabilisiert und ist nicht unter 83.000 USD gefallen. Damit könnte sowohl für IOTA als auch für Bitcoin eine neue Aufwärtsbewegung bevorstehen.