- UNDP und Stellar skalieren Blockchain-Zahlungen, um digitale Auszahlungen weltweit in Entwicklungsprogrammen einzusetzen.
- Pilotprojekte zeigten niedrigere Kosten, schnelle Transaktionen und mehr Transparenz bei der Auszahlung von Hilfsgeldern.
Die Vereinten Nationen (UNDP) und die Stellar Development Foundation haben gestern eine neue Vereinbarung unterzeichnet, die ihre gemeinsame Arbeit an blockchainbasierten Zahlungslösungen in die nächste Entwicklungsphase führt.
Statt die Technologie weiter in Einzelprojekten zu erproben, geht es künftig darum, sie als reguläres Instrument in der Programmarbeit der UNDP-Länderbüros standardmäßig zu verankern. Mit diesem Schritt sollen alle Zahlungen zukünftig über das Stellar-Netzwerk abgewickelt werden.
Das große Ziel ist es, Hilfsgelder schneller, günstiger und transparenter an Menschen in Krisen- und Entwicklungsregionen auszuzahlen.
Pilotprojekte ebnen Weg für globalen Rollout
Der Entscheidung ging eine rund 16-monatige Testphase voraus. Dabei wurde untersuchten der Einsatz digitaler Zahlungen in 17 Ländern untersucht und Pilotprojekte in Haiti, Syrien, Kenia, Guatemala und Gambia durchgeführt. Zusätzlich entstanden in Kolumbien und Papua-Neuguinea weitere Lösungen, die bereits als Prototypen entwickelt wurden.
Die Ergebnisse fielen durchweg positiv aus. In Aleppo konnten beispielsweise Zahlungen im Rahmen eines „Cash for Work“-Programms deutlich kostengünstiger abgewickelt werden als über herkömmliche Verfahren.
Gleichzeitig wurden sämtliche Transaktionen auf der XLM-Blockchain dokumentiert, wodurch die Geldflüsse jederzeit nachvollziehbar bleiben. Auch ein Pilotprojekt in Haiti überzeugte: Selbst bei einem vollständigen Ausfall des Mobilfunknetzes funktionierten die digitalen Auszahlungen zuverlässig.
Mit der neuen Vereinbarung wollen UNDP und Stellar jetzt die nötigen Strukturen schaffen, damit Länderbüros die Technologie künftig ohne aufwendige Einzelprojekte einsetzen können. Dazu gehören unter anderem Standards für Sicherheit, Governance und die Einführung der Zahlungslösungen vor Ort.
Blockchain-Infrastruktur soll in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen
Die Kooperationspartner führen aus, dass günstige und schnelle Zahlungen vor allem im Bereich der humanitären Hilfe bis hin zu Sozialprogrammen und Initiativen der finanziellen Inklusion zum Einsatz kommen werden.
Stellar liefert die technische Infrastruktur damit sich die Vereinten Nationen auf andere wichtige Bereiche konzentrieren können. Die Partnerschaft soll zunächst bis Ende 2027 laufen. Candace Kelly, Chief Legal Officer bei Stellar, führt dazu im Detail aus:
„Diese Pilotprojekte haben gezeigt, was eine offene, öffentliche Blockchain-Infrastruktur leisten kann, wenn sie auf die Gegebenheiten der ‚letzten Meile‘ zugeschnitten ist. Wir sind stolz darauf, diese Arbeit gemeinsam mit dem UNDP fortzusetzen und dazu beizutragen, dass aus einer Reihe erfolgreicher Pilotprojekte ein fester Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Finanzhilfe wird.“
Diese Partnerschaft hat keinen Einfluss auf den Kurs von XLM. Zum Redaktionszeitpunkt steht der XLM-Kurs bei 0,1958 USD und verzeichnet ein Minus von 2,29% in den letzten 24 Stunden.
Die Zusammenarbeit zwischen UNDP und Stellar unterstreicht die wachsende Bedeutung des Netzwerks für den Finanzsektor. Erst kürzlich berichteten wir, dass Stellar mit neuen Zero-Knowledge-Technologien und einer Privacy-Infrastruktur seine Position für institutionelle Finanzanwendungen weiter ausbauen will.








