Wir stellen dir in unserem Hardware-Wallet Guide die besten Hardware Wallets für verschiedene Kryptowährungen vor und zeigen dir worauf du für eine größtmögliche Sicherheit achten musst.
Hardware Wallet Test: Die besten Wallets im Vergleich
In der folgenden Tabelle findest du eine komplette Übersicht zu allen von uns getesteten Wallets inklusive der wichtigsten Fakten.
Hardware Wallet Testsieger: BitBox02 Nova aus der Schweiz

Jeder weiß, dass die Schweizer die besten Bunker der Welt bauen. So ähnlich ist es auch bei Hardware Wallets. Die BitBox02 Nova ist unser Testsieger im globalen Hardware Wallet Ranking und wird in der Schweiz desgined und hergestellt.
In unserem ausführlichen Praxistest zeigt sich schnell: Dieses Wallet will keine überladene Krypto-Zentrale sein, sondern ein kompaktes Sicherheitsgerät mit klarem Fokus auf private Schlüssel, einfache Bedienung und saubere Transaktionsprüfung. Genau diese Faktoren sind die wichtigsten Argumente für eine sichere Aufbewahrung deiner Coins.
Besonders stark ist das Sicherheitskonzept. Die privaten Schlüssel bleiben dauerhaft offline auf dem Gerät und verlassen die BitBox02 nicht. Computer oder Smartphone dienen nur als Oberfläche, während die entscheidende Freigabe direkt am Wallet erfolgt.

Adresse, Betrag und Transaktionsdetails werden auf dem Display geprüft und erst danach bestätigt. Genau dieser Schritt ist im Alltag entscheidend, weil ein kompromittierter Rechner keine heimliche Transaktion durchschleusen kann, solange Nutzer die Anzeige am Gerät sorgfältig kontrollieren.
Ein weiterer Pluspunkt ist die quelloffene Firmware. Dadurch ist der sicherheitsrelevante Code öffentlich überprüfbar, was Vertrauen schafft. Ergänzt wird das Konzept durch einen Secure Chip, der als zusätzliche Schutzschicht gegen physische Angriffe und Ausleseversuche dient.
Auch bei der Einrichtung überzeugt die BitBox02. Die BitBoxApp führt Schritt für Schritt durch den Start, erklärt die wichtigsten Sicherheitsentscheidungen und macht den Prozess auch für Einsteiger verständlich.
Das Backup über microSD-Karte ist praktisch, weil es den Einstieg erleichtert und die Wiederherstellungsdaten physisch vom Computer trennt. Wichtig bleibt dennoch: Die microSD-Karte muss sicher und getrennt vom Gerät aufbewahrt werden.
Im Alltag wirkt die BitBoxApp angenehm aufgeräumt. Sie verzichtet auf unnötige Menüs, aggressive Trading-Funktionen oder NFT-Spielereien. Stattdessen konzentriert sie sich auf das Wesentliche: Coins verwalten, Adressen prüfen, Transaktionen vorbereiten und Bestände einsehen.
Auf dem folgenden Screenshot siehst du den Startbildschirm der BitBox-Desktopapp. Diese ist perfekt aufgeräumt und besitzt alle wichtigen und notwendigen Funktionen wie dem Senden und Empfangen deiner Kryptowährungen.

Darüber hinaus gibt es auch eine integrierte Kauf- und Swap-Funktion. Hierbei sind jedoch die vergleichsweise hohen Gebühren zu achten. Wir nutzen die BitBox02 Nova jedoch für die langfristige Aufbewahrung und nicht zum Kaufen und Verkaufen von Kryptowährungen.
Unseren ausführlichen Testbericht zur BitBox02 Nova kannst du hier anschauen.
Unsere BitBox02 Gesamtbewertung auf einen Blick
Vor- und Nachteile der BitBox02 Nova
Trezor Safe 7 im Test: Modernes Premium-Hardware-Wallet mit Touchscreen

Der Trezor Safe 7 gehört zur neuesten Generation der Hardware Wallets des tschechischen Herstellers Trezor. Das Wallet kombiniert ein großes Farb-Touchdisplay mit einem hohen Sicherheitsniveau und richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Krypto-Nutzer, die ihre Coins langfristig offline verwahren möchten.
In unserem ausführlichen Praxistest überzeugt der Trezor Safe 7 vor allem durch seine einfache Einrichtung, die übersichtliche Benutzerführung und die konsequente Trennung zwischen Online-Gerät und privaten Schlüsseln. Alle sicherheitsrelevanten Vorgänge werden direkt auf dem Wallet bestätigt, wodurch Manipulationen über einen infizierten Computer praktisch ausgeschlossen werden.

Vor jeder Transaktion werden Empfängeradresse, Betrag und Netzwerk direkt auf dem Display angezeigt. Erst nach einer manuellen Bestätigung am Gerät wird die Transaktion signiert. Dadurch schützt der Trezor Safe 7 zuverlässig vor Malware, die heimlich Zieladressen verändern könnte.
Ein großer Pluspunkt ist die vollständig quelloffene Firmware. Sicherheitsforscher können den gesamten Code überprüfen, wodurch potenzielle Schwachstellen schneller erkannt werden. Zusätzlich unterstützt das Wallet moderne Backup-Verfahren wie das Shamir Backup, das die Wiederherstellung besonders flexibel und sicher gestaltet.
Auch die Einrichtung gelingt problemlos. Die Trezor Suite führt Schritt für Schritt durch den gesamten Installationsprozess und erklärt alle wichtigen Sicherheitsfunktionen verständlich. Bereits nach wenigen Minuten ist das Wallet einsatzbereit.
Das Backup erfolgt wahlweise über die klassische Recovery Phrase oder das erweiterte Shamir Backup. Beide Varianten sorgen dafür, dass deine Kryptowährungen selbst bei Verlust oder Defekt des Geräts jederzeit wiederhergestellt werden können.
Das Shamir Backup teilt deine Wiederherstellungsphrase in mehrere einzelne Teile auf, von denen nur eine vorher festgelegte Mindestanzahl zur Wiederherstellung des Wallets benötigt wird. Dadurch schützt du dich besser vor Verlust, Diebstahl oder Beschädigung, weil ein einzelner Backup-Teil allein keinen Zugriff auf deine Kryptowährungen ermöglicht.
Im Alltag überzeugt die Trezor Suite durch ihre aufgeräumte Oberfläche. Kryptowährungen lassen sich einfach empfangen, versenden und verwalten. Zusätzlich bietet die Software Portfolioübersichten sowie Kauf-, Verkaufs- und Swap-Funktionen über integrierte Partner.

Für aktive Trader ist die integrierte Kauf- und Swap-Funktion zwar praktisch, allerdings fallen je nach Anbieter teilweise höhere Gebühren an. Für die langfristige Verwahrung größerer Kryptobestände spielt dieser Punkt jedoch eine untergeordnete Rolle.
Unseren ausführlichen Testbericht zum Trezor Safe 7 kannst du hier anschauen.
Trezor Safe 7 Bewertung durch unsere Redaktion
8,5/10
Vor- und Nachteile des Trezor Safe 7
Ledger Nano Gen 5 im Test: Vielseitiges Hardware Wallet mit Touchscreen

Der Ledger Nano Gen 5 ist Ledgers neueste Generation der Nano-Reihe und richtet sich an Nutzer, die ein modernes Hardware Wallet mit Touchscreen, mobiler Verbindung und großer Coin-Auswahl suchen. Besonders auffällig ist der Wechsel vom klassischen USB-Stick-Design hin zu einem kompakten Gerät mit großem E-Ink-Touchdisplay.
Im Alltag macht sich dieser Unterschied schnell bemerkbar. Während ältere Ledger-Modelle noch stark auf kleine Displays und Tastenbedienung setzen, zeigt der Ledger Nano Gen 5 Transaktionsdetails deutlich übersichtlicher an. Das ist vor allem bei DeFi-Interaktionen, Token-Freigaben und komplexeren Transaktionen ein Vorteil.
Der Ledger Nano Gen 5 besitzt ein 2,8 Zoll großes E-Ink-Touchdisplay. Dieses ist deutlich komfortabler als die kleinen OLED-Anzeigen früherer Nano-Modelle und erleichtert die Prüfung von Adressen, Beträgen und Transaktionsdetails. Genau dieser Punkt ist bei Hardware Wallets entscheidend: Was auf dem Gerät angezeigt wird, muss vor der Freigabe sorgfältig geprüft werden.
Sicherheitstechnisch setzt Ledger weiterhin auf ein Secure Element und das eigene Betriebssystem Ledger OS. Die privaten Schlüssel bleiben dauerhaft innerhalb des Geräts und werden weder an Computer noch an Smartphone oder Browser weitergegeben. Der angeschlossene Rechner dient lediglich als Benutzeroberfläche, während die eigentliche Signatur jeder Transaktion direkt auf dem Hardware Wallet erfolgt.
Im Gegensatz zur BitBox02 Nova und zum Trezor Safe 7 ist das Betriebssystem von Ledger jedoch nicht vollständig Open Source. Während das Secure Element bewusst proprietär bleibt, können unabhängige Sicherheitsforscher den gesamten Quellcode daher nicht vollständig überprüfen. Ledger argumentiert, dass dieser Ansatz den physischen Schutz des Geräts erhöht, Kritiker bevorzugen dagegen die größere Transparenz vollständig quelloffener Hardware Wallets.
Ein wichtiger Vorteil ist die Unterstützung von Clear Signing und Transaction Check. Dadurch sollen Nutzer besser erkennen können, welche Transaktion sie tatsächlich bestätigen. Gerade im DeFi-Bereich ist das wichtig, weil viele Angriffe nicht über den Diebstahl des Geräts erfolgen, sondern über manipulierte Transaktionsfreigaben.
Der Ledger Nano Gen 5 unterstützt USB-C, Bluetooth und NFC. Damit ist er deutlich flexibler als reine USB-Hardware-Wallets. Besonders die mobile Nutzung mit Smartphone ist komfortabel, weil das Gerät nicht zwingend dauerhaft per Kabel verbunden werden muss.
Die Einrichtung erfolgt über die Ledger-App. Nutzer werden Schritt für Schritt durch die Erstellung des Wallets, die Sicherung der Wiederherstellungsdaten und die Installation der benötigten Apps geführt. Für Einsteiger ist der Prozess verständlich, allerdings bietet Ledger deutlich mehr Funktionen als minimalistische Hardware Wallets wie BitBox02 oder Trezor.
Zum Lieferumfang gehört neben Recovery Sheets auch der Ledger Recovery Key. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Backup-Lösung, die den Wiederherstellungsprozess vereinfachen soll. Wichtig bleibt dennoch: Die klassische Recovery Phrase muss weiterhin sicher, offline und getrennt vom Gerät aufbewahrt werden.
Die größte Stärke des Ledger Nano Gen 5 ist das Ökosystem. Über Ledger Live und externe Wallet-Anbindungen lassen sich sehr viele Coins, Tokens und Netzwerke nutzen. Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP, Cardano, Polygon, Stablecoins, NFTs und zahlreiche weitere Assets können je nach Netzwerk direkt oder über Drittanbieter-Apps verwaltet werden.
Gerade für Nutzer mit vielen verschiedenen Kryptowährungen ist der Ledger Nano Gen 5 deshalb interessant. Wer nur Bitcoin oder wenige ausgewählte Coins langfristig sichern möchte, braucht diesen großen Funktionsumfang nicht zwingend. Wer dagegen regelmäßig zwischen verschiedenen Netzwerken wechselt, profitiert deutlich stärker.
Ein Nachteil bleibt die teilweise geschlossene Software-Architektur. Ledger ist zwar sehr etabliert und bietet ein starkes Sicherheitsmodell, aber nicht alle Bestandteile sind vollständig Open Source. Für Nutzer, die maximale Transparenz bevorzugen, sind BitBox02 oder Trezor deshalb oft die bessere Wahl.
Auch das Gehäuse wirkt weniger hochwertig als bei Ledger Flex oder Ledger Stax. Der Nano Gen 5 ist leichter und günstiger positioniert, fühlt sich dadurch aber nicht ganz so premium an. Für die reine Sicherheit ist das kein entscheidender Nachteil, beim haptischen Eindruck fällt es jedoch auf.
Für aktive Nutzer kann Ledger Live sehr praktisch sein. Kaufen, Verkaufen, Swappen, Staking und NFT-Verwaltung sind direkt oder über Partnerdienste eingebunden.
Unseren ausführlichen Testbericht zum Ledger Nano Gen 5 kannst du hier anschauen.
Unsere Ledger Nano Gen 5 Gesamtbewertung auf einen Blick
8,0/10
Vor- und Nachteile des Ledger Nano Gen 5
Keystone 3 Pro im Test: Air-Gapped Hardware Wallet mit großem Touchscreen

Der Keystone 3 Pro gehört zu den spannendsten Hardware Wallets für sicherheitsbewusste Krypto-Nutzer. Während Ledger, BitBox02 und Trezor in der Praxis meist über USB oder App-Anbindungen genutzt werden, setzt Keystone konsequent auf ein air-gapped Konzept. Das bedeutet: Das Gerät wird für Transaktionen nicht per Kabel, Bluetooth oder WLAN mit dem Internet verbunden.
Stattdessen erfolgt die Kommunikation über QR-Codes. Die Transaktion wird in einer kompatiblen Software-Wallet vorbereitet, anschließend als QR-Code angezeigt und mit der Kamera des Keystone 3 Pro gescannt. Nach der Prüfung und Signatur erzeugt das Gerät wiederum einen QR-Code, der von der Software-Wallet eingelesen und ins Netzwerk gesendet wird.

Dieser Ablauf ist etwas weniger bequem als bei klassischen Hardware Wallets mit direkter App-Verbindung, bietet dafür aber ein sehr hohes Maß an Isolation. Die privaten Schlüssel verlassen das Gerät niemals und kommen nicht mit einem internetfähigen Computer oder Smartphone in Berührung.
Besonders stark ist der Keystone 3 Pro beim Display. Das Gerät besitzt einen 4 Zoll großen Touchscreen, auf dem Empfängeradresse, Betrag und weitere Transaktionsdetails übersichtlich geprüft werden können. Gerade im Vergleich zu kleinen Displays ist das ein klarer Vorteil, weil Nutzer deutlich besser erkennen, was sie tatsächlich signieren.
Sicherheitstechnisch setzt Keystone auf drei Secure-Element-Chips, biometrische Entsperrung per Fingerabdruck, Passphrase-Unterstützung und Anti-Tamper-Schutz. Wird das Gerät manipuliert oder geöffnet, kann es interne Daten automatisch löschen. Dadurch soll ein physischer Angriff auf das Wallet deutlich erschwert werden.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Open-Source-Ausrichtung. Keystone bewirbt den 3 Pro als vollständig quelloffenes Hardware Wallet, und die Firmware ist öffentlich auf GitHub einsehbar. Damit liegt Keystone bei der Transparenz näher an BitBox02 und Trezor als an Ledger, dessen Betriebssystem nicht vollständig Open Source ist.
Auch beim Backup bietet der Keystone 3 Pro mehrere Möglichkeiten. Neben der klassischen Recovery Phrase werden auch Passphrase und Shamir Backup unterstützt. Außerdem kann das Gerät bis zu drei verschiedene Wallets beziehungsweise Seed Phrases verwalten. Das ist praktisch für Nutzer, die private Bestände, DeFi-Aktivitäten und separate Test-Wallets voneinander trennen möchten.
Der größte Unterschied zu Ledger Live oder der BitBoxApp ist die fehlende zentrale Keystone-App. Keystone arbeitet stattdessen mit externen Wallets wie MetaMask, OKX Wallet, Solflare, BlueWallet und weiteren Software-Wallets zusammen. Das macht das Gerät flexibel, kann aber für Einsteiger etwas unübersichtlicher sein.
Für Bitcoin-Nutzer ist außerdem interessant, dass Keystone eine Bitcoin-only-Firmware anbietet. Wer keine Altcoins verwalten möchte, kann das Gerät dadurch stärker auf Bitcoin fokussieren. Für Multi-Chain-Nutzer bleibt die normale Firmware die bessere Wahl.
Im Alltag ist der Keystone 3 Pro damit weniger bequem als Tangem oder Ledger, aber deutlich konsequenter auf Sicherheit ausgelegt. Jede Transaktion erfordert das Scannen und Gegen-Scannen von QR-Codes. Das dauert länger, reduziert aber die Angriffsfläche, weil keine direkte Datenverbindung zum Online-Gerät besteht.
Für Anfänger ist Keystone daher nicht unbedingt die einfachste Wahl. Wer jedoch versteht, warum Air-Gapped-Signing, Open Source und ein großes Display wichtig sind, bekommt eines der stärksten Sicherheitskonzepte im Hardware-Wallet-Markt.
Unseren ausführlichen Testbericht zum Keystone 3 Pro kannst du hier anschauen.
Unsere Keystone 3 Pro Gesamtbewertung auf einen Blick
8,0/10
Vor- und Nachteile des Keystone 3 Pro
SafePal S1 Pro: Viele Funktionen für wenig Geld

Sicherheitstechnisch setzt SafePal auf einen CC EAL6+ zertifizierten Secure Element Chip, mehrere Anti-Tamper-Mechanismen sowie einen Selbstzerstörungsmechanismus, der sensible Daten löscht, falls Manipulationsversuche erkannt werden. Die privaten Schlüssel verbleiben jederzeit auf dem Gerät und werden niemals an Smartphone oder Computer übertragen.
Im Alltag überzeugt vor allem die SafePal-App. Sie unterstützt über 200 Blockchains, tausende Coins und Tokens sowie NFTs, Staking, Swaps und DeFi-Anwendungen. Gerade Nutzer, die viele verschiedene Kryptowährungen verwalten, profitieren vom großen Funktionsumfang.
Im Vergleich zu BitBox02, Trezor oder Keystone fällt jedoch auf, dass SafePal stärker auf seine eigene App setzt und die Desktop-Unterstützung deutlich eingeschränkter ausfällt. Auch das kleinere Display erschwert die Kontrolle langer Wallet-Adressen etwas. Wer hauptsächlich mobil arbeitet, wird diese Einschränkungen allerdings kaum bemerken.
Unsere SafePal S1 Pro Gesamtbewertung auf einen Blick
7,5/10
Vor- und Nachteile des SafePal S1 Pro
Unseren ausführlichen Testbericht zum SafePal S1 Pro kannst du hier anschauen.
ELLIPAL Titan 2.0 im Test: Air-Gapped Wallet mit großem Touchscreen

Das ELLIPAL Titan 2.0 gehört zu den bekanntesten Air-Gapped-Hardware-Wallets am Markt. Anders als Ledger, BitBox02 oder Trezor wird das Gerät bei Transaktionen nicht per Kabel, Bluetooth oder NFC verbunden. Stattdessen läuft die Kommunikation ausschließlich über QR-Codes zwischen der ELLIPAL-App und dem Hardware Wallet.
In der Praxis bedeutet das: Die Transaktion wird zunächst in der App vorbereitet. Anschließend scannt das ELLIPAL Titan 2.0 den QR-Code, prüft die Transaktionsdaten offline und signiert die Transaktion direkt auf dem Gerät. Danach erzeugt das Wallet einen neuen QR-Code, der von der App eingelesen und an die Blockchain gesendet wird.
Der wichtigste Vorteil dieses Ansatzes ist die klare Trennung zwischen Online-Gerät und privaten Schlüsseln. Die Private Keys verlassen das Hardware Wallet nicht und kommen nicht mit einem internetfähigen Smartphone oder Computer in Kontakt. Dadurch reduziert ELLIPAL die Angriffsfläche gegenüber klassischen USB- oder Bluetooth-Verbindungen deutlich.
Besonders auffällig ist der 4 Zoll große Touchscreen. Er bietet deutlich mehr Platz als kleine Displays vieler klassischer Hardware Wallets und erleichtert die Prüfung von Empfängeradresse, Betrag und Netzwerk. Gerade bei größeren Transaktionen ist diese zusätzliche Übersicht ein echter Vorteil.
Sicherheitstechnisch setzt ELLIPAL auf einen EAL5+ Secure Element Chip, ein vollständig geschlossenes Metallgehäuse und Anti-Tamper-Schutz. Wird das Gerät manipuliert oder gewaltsam geöffnet, sollen sensible Daten automatisch gelöscht werden. Dadurch richtet sich das Wallet klar an Nutzer, die Wert auf physische Sicherheit und Offline-Verwahrung legen.
Die ELLIPAL-App unterstützt mehr als 10.000 Coins und Tokens sowie zahlreiche Blockchains. Zusätzlich lassen sich Kryptowährungen kaufen, swappen, staken und über DeFi-Anwendungen nutzen. Damit ist das ELLIPAL Titan 2.0 nicht nur für langfristige Verwahrung, sondern auch für Multi-Chain-Nutzer interessant.
Im Vergleich zu Keystone wirkt ELLIPAL etwas stärker auf das eigene App-Ökosystem ausgerichtet. Das macht die Bedienung für viele Nutzer einfacher, reduziert aber die Offenheit gegenüber externen Wallets. Wer maximale Flexibilität mit Drittanbieter-Wallets sucht, findet bei Keystone oft mehr Möglichkeiten.
Ein Nachteil bleibt der QR-Code-Workflow. Er ist sicher, aber im Alltag langsamer als USB, Bluetooth oder NFC. Wer häufig kleine Transaktionen durchführt, muss mehrere Scan-Schritte einplanen. Für langfristige Anleger ist das weniger problematisch, für aktive DeFi-Nutzer kann es jedoch umständlich werden.
Auch beim Thema Open Source liegt ELLIPAL nicht auf dem Niveau von BitBox02, Trezor oder Keystone. Für Nutzer, die maximale Transparenz bevorzugen, ist das ein wichtiger Punkt. Dafür punktet ELLIPAL mit starkem Air-Gap-Konzept, robuster Bauweise und sehr einfacher mobiler Nutzung.
Unseren ausführlichen Testbericht zum ELLIPAL Titan 2.0 kannst du hier anschauen.
Unsere ELLIPAL Titan 2.0 Gesamtbewertung auf einen Blick
8,0/10
Vor- und Nachteile des ELLIPAL Titan 2.0
CoolWallet Pro im Test: Hardware Wallet im Kreditkartenformat

Das CoolWallet Pro verfolgt ein anderes Konzept als klassische Hardware Wallets wie BitBox02, Trezor oder Ledger. Statt eines USB-Geräts mit Touchscreen setzt CoolWallet auf ein extrem flaches Kreditkartenformat, das sich bequem im Portemonnaie transportieren lässt. Die Verbindung erfolgt per Bluetooth mit der CoolWallet-App auf dem Smartphone.
Trotz der kompakten Bauweise bleiben die privaten Schlüssel jederzeit auf dem Gerät gespeichert. Jede Transaktion muss direkt auf dem Wallet bestätigt werden, wodurch ein kompromittiertes Smartphone keine Transaktionen ohne Zustimmung des Nutzers signieren kann.
Im Inneren arbeitet ein CC EAL6+ zertifizierter Secure Element Chip, der die privaten Schlüssel vor physischen Angriffen schützt. Zusätzlich verfügt das Wallet über eine verschlüsselte Bluetooth-Verbindung und verschiedene Sicherheitsmechanismen gegen Manipulationen.
Die Einrichtung erfolgt vollständig über die CoolWallet-App. Neben dem Versenden und Empfangen von Kryptowährungen unterstützt die App auch Staking, DeFi, WalletConnect sowie die Verwaltung zahlreicher Coins und Tokens. Besonders für Nutzer, die häufig mobil auf ihre Kryptowährungen zugreifen, bietet das Wallet einen hohen Bedienkomfort.
Im Vergleich zu BitBox02 oder Trezor ist das CoolWallet Pro jedoch nicht vollständig Open Source. Außerdem verzichten Nutzer auf einen großen Touchscreen, wodurch längere Wallet-Adressen etwas schwieriger zu überprüfen sind. Dafür überzeugt das Wallet durch seine außergewöhnlich kompakte Bauweise und die einfache mobile Nutzung.
Unseren ausführlichen Testbericht zum CoolWallet Pro kannst du hier anschauen.
Unsere CoolWallet Pro Gesamtbewertung auf einen Blick
8,0/10
Vor- und Nachteile des CoolWallet Pro
Tangem Wallet im Test: Hardware Wallet im Kreditkartenformat

Das Tangem Wallet unterscheidet sich deutlich von klassischen Hardware Wallets wie der BitBox02 Nova, dem Trezor Safe 7 oder dem Ledger Nano Gen 5. Statt eines separaten Geräts mit Display setzt Tangem auf NFC-fähige Smartcards, die sich durch einfaches Auflegen an ein Smartphone nutzen lassen. Dadurch gehört das Wallet zu den kompaktesten Lösungen auf dem Markt.
Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten und erfolgt vollständig über die Tangem-App. Nach dem Scannen der ersten Karte erstellt das Wallet automatisch die privaten Schlüssel direkt auf dem Sicherheitschip der Karte. Diese verlassen den Chip zu keinem Zeitpunkt und werden nicht auf Servern oder Smartphones gespeichert.
Dennoch ist die Einrichtung nicht ganz einfach und einige Schritte mussten bei uns mehrmals wiederholt werden, damit alles einwandfrei klappt und auch sicher funktioniert.
Eine Besonderheit ist das Backup-Konzept. Käufer erhalten in der Regel zwei oder drei Karten, die alle denselben privaten Schlüssel enthalten. Geht eine Karte verloren, kann das Wallet mit einer der verbleibenden Karten weiter genutzt werden. Eine klassische Recovery Phrase ist optional und muss nicht zwingend eingerichtet werden.
Im Alltag überzeugt Tangem vor allem durch seine einfache Bedienung. Statt Kabeln, Bluetooth oder USB genügt es, die Karte kurz an die Rückseite des Smartphones zu halten. Anschließend werden Transaktionen direkt über die App vorbereitet und mithilfe der NFC-Karte autorisiert.
Sicherheitstechnisch verwendet Tangem einen EAL6+ zertifizierten Sicherheitschip, der speziell für die sichere Speicherung kryptografischer Schlüssel entwickelt wurde. Die privaten Schlüssel verlassen den Chip niemals und können nicht ausgelesen werden.
Im Gegensatz zur BitBox02 Nova oder zum Trezor Safe 7 besitzt das Tangem Wallet allerdings kein eigenes Display. Dadurch können Empfängeradresse und Transaktionsdetails nicht unabhängig vom Smartphone überprüft werden. Nutzer müssen sich daher auf die Anzeige innerhalb der Tangem-App verlassen.
Die Tangem-App unterstützt inzwischen mehrere tausend Kryptowährungen und Tokens. Darüber hinaus lassen sich Kryptowährungen kaufen, verkaufen, swappen und staken. Auch WalletConnect wird unterstützt, wodurch sich zahlreiche DeFi-Anwendungen direkt mit dem Wallet verbinden lassen.
Positiv fällt außerdem die robuste Bauweise auf. Die Karten sind wasserdicht nach IP68, besitzen keine Batterie und sollen laut Hersteller eine Lebensdauer von mehr als 25 Jahren erreichen. Dadurch eignen sie sich gut für die langfristige Aufbewahrung von Kryptowährungen.
Für reine Bitcoin-Investoren oder Nutzer, die maximale Transparenz wünschen, bleiben Hardware Wallets wie BitBox02 oder Trezor dennoch die bessere Wahl. Wer dagegen besonderen Wert auf eine einfache Bedienung und maximale Mobilität legt, findet im Tangem Wallet eine interessante Alternative.
Unseren ausführlichen Testbericht zum Tangem Wallet kannst du hier anschauen.
Unsere Tangem Wallet Gesamtbewertung auf einen Blick
7,0/10









