Nachdem Bitcoin seit Mitte August von 64.000 USD bis zum 23.09.2026 auf kurzzeitig 87.100 USD gestiegen ist, fehlt bisher ein weiteres starkes Aufwärtssignal, damit sich der Kursanstieg im gleichen Tempo fortsetzen kann.
In den letzten 24 Stunden tendiert der Bitcoin-Kurs seitwärts und verzeichnet ein leichtes Minus von 0,06 % auf 83.241,42 USD. (Artikel geht nach dem Chart weiter)
BTC testet derzeit die Untergrenze der Handelsspanne der letzten Wochen im Bereich von 82.000 USD bis 83.000 USD. Hierbei wird sich zeigen, ob dieser Bereich als neue Unterstützung dienen kann, von der aus die Aufwärtsbewegung fortgesetzt werden kann.
Am Altcoinmarkt gibt es einige Korrekturen, nachdem viele Coins in den letzten Wochen rasante Anstiege verzeichnen konnten. Zcash fiel in den letzten 24 Stunden um 11,73 % auf 1.373,23 USD, nachdem der ZEC-Kurs vorgestern ein neues Allzeithoch von 1.641,23 USD verzeichnet hatte.
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ETH (+0,82 % auf 2.2669 USD), XRP (+0,30 % auf 1,48 USD), Dogecoin (-0,50 % auf 0,0931 USD), BNB (-1,13 % auf 757,96 USD) und Hyperliquid (-2,41 % auf 87,56 USD) folgen Bitcoin und tendieren seitwärts mit jeweils geringen Preisschwankungen.

Alex Kuptsikevich, seines Zeichens Chefanalyst bei FxPro, führt in einer neuen Analyse aus, dass ein nachhaltiger Rücksetzer von Bitcoin unter 80.000 USD dem Bullenmarkt einen Dämpfer versetzen könnte:
“Mit Blick nach vorn wäre eine nachhaltige Rückkehr auf Kurse unter 80.000 US-Dollar ein wichtiges Signal dafür, dass der Markt vorerst nicht bereit ist, weiter zu steigen. Sollte auf diese Konsolidierung jedoch bald neuer Aufwärtsdruck folgen, könnte dies die führende Kryptowährung deutlich über 90.000 US-Dollar treiben.”
Sowohl der Öl- als auch der weltweite Anleihemarkt senden derzeit starke Stresssignale, die einen maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Bitcoin-Kurses haben. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen hat mit einem Anstieg um einen Basispunkt auf 5,25 % den höchsten Stand seit dem Jahr 2007 erreicht.

Hohe Renditen bei US-Staatsanleihen sind tendenziell bärisch für Bitcoin, weil sichere Anlagen dadurch attraktiver werden. Anleger bekommen dann z. B. über 5 % Rendite auf Staatsanleihen und müssen dafür deutlich weniger Risiko eingehen als bei Bitcoin.
Zusätzlich gehen hohe Anleiherenditen oft mit länger hoch bleibenden Zinsen und geringer Liquidität an den weltweiten Finanzmärkten einher. Diese Faktoren können den Druck auf BTC zusätzlich erhöhen.
Der Preis für Brent-Rohöl ist in den letzten 24 Stunden erneut um 2 % auf knapp 107,4 USD gestiegen. Die Gründe dafür sind zahlreich. Zunächst hatte US-Präsident Trump letzten Freitag eine vom Iran vorgeschlagene Waffenruhe kompromisslos abgelehnt.
Darüber hinaus schwinden derzeit die Hoffnungen auf eine baldige Friedenseinigung, da der iranische Präsident am Rande des UN-Treffens in New York weitere Zugeständnisse und Friedensgespräche bis auf Weiteres ausschließt.
Ein hoher Ölpreis verstärkt den steigenden Inflationsdruck zusätzlich. Laut dem FED-Watchtool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung durch die FED derzeit bei 72,5 %. Höhere Leitzinsen können für Bitcoin vor allem kurz- bis mittelfristig belastend wirken.
Dennoch gilt: Dies ist kein mechanischer Zusammenhang. Zuletzt konnte Bitcoin das Scheitern des Clarity Acts am 15.09.2026 und die Zinserhöhung der FED am 17.09.2026 um 0,25 % auf 3,75 %–4 % gut verkraften und stieg vom 15.09. bis zum 23.09. auf 87.100 USD.
Wie wir bereits berichteten, wird morgen der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) für August durch das US-Handelsministerium veröffentlicht. Dieser Indikator gilt für die FED als wichtiger Maßstab, um die aktuelle Inflation in den USA zu bewerten.
Sollte der Wert höher ausfallen als erwartet, könnte dies die FED dazu veranlassen, die Zinsen in der nächsten Sitzung am 27.10.2026 erneut zu erhöhen. Insgesamt zeigt sich Bitcoin im Vergleich zu Gold jedoch trotz der makroökonomisch weiter steigenden Risiken und wachsenden Krisenherde resilient.
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Der Analyst und Investor Michaël van de Poppe führt auf X aus, dass Bitcoin den Widerstand in Höhe von 84.800 USD brechen muss, um das weitere Aufwärtsmomentum aufrechtzuerhalten:
“Bitcoin muss die Marke von 84.800 $ durchbrechen, um wieder etwas Momentum aufzubauen. Leider ist das nicht gelungen, und die Märkte korrigieren derzeit.
Ich bin gespannt, wie sich Bitcoin im Bereich von 81.800 $ verhält – das könnte ein wichtiger Test werden. Sollte dieses Niveau nicht halten, würde das bedeuten, dass wir in eine mehrwöchige Korrektur an den Märkten übergehen (was ich allerdings bezweifle).”












