BlackRock hat eine neue bullische These für Bitcoin veröffentlicht: Während Stablecoins in der KI-Ära alltägliche Zahlungen abwickeln, könnte Bitcoin für KI-Agenten als langfristiger Wertspeicher dienen.

BlackRock verweist auf Simulationen zu Bitcoin und Stablecoins

BlackRock beschreibt, wie KI-Agenten Blockchain-Daten nutzen könnten, um Salden und Regeln zu prüfen, autorisierte Transaktionen auszuführen und deren Abwicklung zu verifizieren. Maschinenlesbare Daten und programmierbare Schnittstellen könnten den manuellen Aufwand und den Bedarf an individuellen Integrationen verringern. BlackRock schreibt:

„Diese parallelen Arbeitsabläufe, von denen einer menschlichen Kontext und der andere wirtschaftliche Ansprüche abbildet, werden relevanter, wenn Systeme für künstliche Intelligenz und Transaktionsausführung zusammenwachsen. Beide nutzen strukturierte, maschinenlesbare Darstellungen, die KI-Agenten auf Basis großer Sprachmodelle einen direkteren Zugang zu Blockchain-Daten ermöglichen können als viele fragmentierte Altsysteme.“

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Als Grundlage für die These führt BlackRock eine Untersuchung des Bitcoin Policy Institute an. In kontrollierten Simulationen bevorzugten KI-Agenten demnach Stablecoins für alltägliche Zahlungen und Bitcoin für die langfristige Werterhaltung. BlackRock konstatiert:

„Diese Ergebnisse spiegeln simulierte Modellreaktionen wider, kein beobachtetes Verhalten von Agenten. Sie deuten aber auf ein mögliches KI-natives Geldsystem hin, in dem Stablecoins als Transaktionsmittel und Bitcoin als Wertspeicher dienen.“

Bitcoin als monetäre Alternative

In einem Bloomberg-Crypto-Interview am 6. Oktober sprach Jay Jacobs, BlackRocks US-Chef für Aktien-ETFs, über Bitcoin als Portfolioallokation und globale monetäre Alternative. KI ordnete er als eines der großen langfristigen Strukturthemen ein, und betonte einen indirekten Zusammenhang:

„Wenn wir auf die langfristigen strukturellen Themen blicken, die die Wirtschaft antreiben, gehört KI zweifellos zu den größten. Auch die Zukunft des Finanzwesens und die Rolle verschiedener monetärer Alternativen gewinnen in einer Welt an Bedeutung, in der Globalisierung, institutionelles Vertrauen und Fiatwährungen vor Herausforderungen stehen.“

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Jacobs sieht zugleich einen erheblichen Aufklärungsbedarf bei institutionellen Anlegern und Finanzberatern.

„Der nächste große Schritt ist die Aufklärung über Bitcoin. Viele Finanzberater und institutionelle Manager hatten während eines großen Teils der Geschichte dieses Vermögenswerts keinen Zugang dazu und befinden sich jetzt auf einem Lernweg, um mögliche Allokationen zu verstehen.“

Jacobs zufolge interessieren sich Anleger zunehmend dafür, bestehende Bitcoin-Positionen in den ETF IBIT zu übertragen. Eine niedrigere Mindestgröße von zwei Millionen US-Dollar für bestimmte Sachübertragungen habe diesen Weg geöffnet.

Anleger können damit ihre Verwahrung vereinfachen und zudem Positionen über Optionsstrategien mit Erträgen oder Absicherungen verbinden. Der Frage, ob BlackRock weitere Altcoins anbieten werde, erteilte Jacobs eine Absage:

„Bitcoin und Ethereum sind derzeit unser Fokus. Sie machen 75 Prozent der Marktkapitalisierung des Digital-Asset-Ökosystems aus, und die Aufklärung über diese Vermögenswerte steht bei institutionellen Anlegern und Intermediären noch ganz am Anfang.“