Die Entwicklung von Cardanos Skalierungsupgrade Ouroboros Leios hat die Marke von 6.900 dokumentierten Aktivitätseinträgen überschritten. Input Output visiert den Mainnet-Einsatz für Dezember 2026 an, wobei die Einführung von technischen Prüfungen und der On-Chain-Governance abhängt.
Was hinter den 6.900 Leios-Updates steckt
Eine Auswertung der am 2. November abrufbaren Daten des offiziellen Entwicklungstrackers ergibt 6.909 Einträge aus mehreren Repositories. Erfasst werden unter anderem Arbeiten am Leios-Prototyp, an der formalen Spezifikation und an der Cardano-Node-Software.
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Der Tracker führt den Verbesserungsvorschlag, die technische Spezifikation, die Demonstration von 1.000 Transaktionen pro Sekunde und das Leios-Testnet als abgeschlossene Meilensteine. Die Arbeit am Release Candidate (52 Prozent) sowie weitere Sicherheitsprüfungen (56 Prozent) laufen dagegen noch.
Das Performance-Team untersuchte zuletzt unter anderem, wie zuverlässig Endorser-Blöcke zertifiziert werden, wie sich Leios auf die bisherigen Blöcke auswirkt und welche Ressourcen eine Implementierung benötigt.
Leios soll mit dem Dijkstra-Hard-Fork auf Cardano ankommen. Die IO-Labs-Roadmap nennt Dezember 2026 als Ziel für den Mainnet-Einsatz. Daraus folgt jedoch kein sofortiger Sprung auf die volle geplante Kapazität. Input Output schreibt in seinem letzten Rollout-Bericht:
„Das sind unterschiedliche Meilensteine. Der Hard Fork macht das Protokoll verfügbar. Die Registrierung der BLS-Schlüssel ermöglicht die Abstimmung mit Leios.“
Wie wir berichteten, müssen nach dem Fork Stake-Pool-Betreiber diese zusätzlichen Abstimmungsschlüssel registrieren. Nach derzeitiger Schätzung sollen dabei ungefähr 90 bis 95 Prozent des delegierten Stakes erfasst sein, bevor Leios den Betrieb aufnimmt. Anschließend sind Lasttests auf dem Mainnet und schrittweise Kapazitätserhöhungen über Parameteränderungen vorgesehen.
Das anfängliche Ziel liegt beim Drei- bis Fünffachen der heutigen Praos-Leistung von rund 4,5 Kilobyte Transaktionsdaten pro Sekunde. Mindestens zwei weitere Parameteranpassungen sollen den Durchsatz auf ungefähr das Zehn- bis Fünfzehnfache anheben.
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Hoskinson sieht Leios als letzten Baustein
Technisch ergänzt Leios die bisherigen Praos-Blöcke um größere Endorser-Blöcke. Ein nach Stake gewichtetes Komitee prüft diese und stimmt darüber ab. Ein Zertifikat ermöglicht anschließend, die enthaltenen Transaktionen über einen regulären Block ins Ledger zu übernehmen.
Cardano-Gründer Charles Hoskinson betrachtet Leios als letzten wesentlichen Baustein seiner ursprünglichen Vision. Auf die Frage, ob Cardano fertig beziehungsweise vollständig sei, antwortete er jüngst auf X:
„Nach Leios, ja. Dann bietet [Cardano] alles, was ich umsetzen wollte.“
Er verwies dabei auf den dezentralen Konsens, Governance und Entwicklung, das EUTXO-Modell, Plutus und mehrere unabhängige Node-Implementierungen.













