Die Deutsche Bank steht nach Angaben ihres Co-Firmenkundenchefs Gerald Podobnik wenige Wochen vor dem Start ihrer Krypto-Verwahrung. Das berichtet Reuters am 16. Oktober unter Berufung auf einen Manager. Nach dem Auftakt in Deutschland soll die Plattform 2027 auf asiatische Finanzzentren ausgeweitet werden.

Kryptorevolution hatte bereits am 16. September über die geplante Bitcoin-Verwahrung der Deutschen Bank berichtet. Damals stellte das Institut einen Start noch 2026 in Aussicht. Die neue Aussage konkretisiert diesen Zeitplan und ergänzt ihn um die geplante internationale Expansion.

Deutsche Bank bereitet Verwahrung von Bitcoin und Ether vor

Das Angebot richtet sich zunächst an Unternehmen und institutionelle Kunden. In ihrer offiziellen Ankündigung vom September nannte die Deutsche Bank unter anderem Vermögensverwalter, Hedgefonds, Broker und staatliche Institutionen als Zielgruppen.

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Kunden sollen ausgewählte digitale Vermögenswerte verwahren und an Dritte übertragen können. Die Bank übernimmt dabei die Verwaltung der Wallets und privaten Schlüssel. Dadurch entfällt für Kunden der Aufbau einer eigenen technischen Verwahrinfrastruktur.

Die September-Ankündigung umfasste Bitcoin und Ether sowie ausgewählte Stablecoins beziehungsweise E-Geld-Token wie USDC, EURC und EURAU. Welche weiteren Vermögenswerte hinzukommen, soll von der Nachfrage sowie den regulatorischen Vorgaben und internen Freigabeprozessen abhängen.

Für die technische Umsetzung hatten wir bereits auf die Zusammenarbeit mit Taurus und Bitpanda Technology Solutions verwiesen. Die Deutsche Bank ist seit 2023 an Taurus beteiligt und baut damit auf bestehenden Partnerschaften auf.

Asien-Expansion soll 2027 folgen

Podobnik zufolge sollen später Dienstleistungen hinzukommen, die Kunden den Wechsel in und aus gängigen Stablecoins ermöglichen. Geplant sind außerdem tokenisierte Bankeinlagen und Unterstützung bei der Ausgabe Blockchain-basierter Wertpapiere wie digitaler Anleihen. Einen konkreten Starttag nennt der Bericht nicht.

Die Verwahrung ist damit als Ausgangspunkt für ein breiteres Angebot vorgesehen. Tokenisierte Finanzinstrumente hatte die Deutsche Bank bereits im September in ihrer Produkt-Roadmap aufgeführt.

In der damaligen Mitteilung betonte Podobnik:

„Unser Ziel ist es, unseren Kunden einen sicheren, regulierten und zukunftsorientierten Zugang zu diesem wachsenden Markt zu bieten.“

Die September-Ankündigung stand unter dem Vorbehalt des Abschlusses des anwendbaren regulatorischen Verfahrens. Auch Umfang und geografische Verfügbarkeit des Angebots können laut Bank von regulatorischen Anforderungen und internen Freigaben abhängen.

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