Die Deutsche Bank baut ihr Geschäft mit Kryptowährungen weiter aus. Nach den erforderlichen Genehmigungen sollen institutionelle Kunden noch in diesem Jahr Bitcoin, Ether und ausgewählte Stablecoins direkt über die Bank verwahren und transferieren können.

Verwahrung von Kryptowährungen und Stablecoins

Zum Start konzentriert sich die Deutsche Bank auf etablierte Krypto-Assets wie Bitcoin, Ether und ausgewählte Stablecoins. Das Spektrum könnte später erweitert werden. Nach Angaben der Bank gehören auch tokenisierte Finanzinstrumente zu den Bereichen, die langfristig Teil des Angebots werden sollen.

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Gerald Podobnik, Co-Leiter des Firmenkundengeschäfts der Deutschen Bank, ordnet den Schritt ausdrücklich als Ergänzung des bestehenden Finanzsystems ein:

„Digitale Vermögenswerte sind keine Alternative zum traditionellen Finanzsystem, sondern eine wichtige Ergänzung.“

Der Ansatz zeigt, worauf Banken derzeit setzen. Nicht auf eine Parallelwelt außerhalb klassischer Finanzstrukturen, sondern auf Krypto-Produkte innerhalb bestehender Compliance-, Verwahr- und Risikoprozesse:

„Wir sehen sie als neue Schienen, die neben der bestehenden Marktinfrastruktur existieren können und dabei von Vertrauen, Sicherheit und Schutzmaßnahmen regulierter Finanzinstitute profitieren.“

Der Dienst soll zunächst Kunden in Deutschland offenstehen. Podobnik führt weiter aus, dass Kryptowährungen wie Bitcoin kein Nischenthema mehr sind:

„Digitale Vermögenswerte entwickeln sich zunehmend von einem Nischenthema zu einem relevanten Bestandteil der Finanzmärkte.“

Seiner Meinung nach steht der Kryptomarkt jedoch weiterhin am Anfang seiner Entwicklung:

„Der Markt steht noch am Anfang seiner Entwicklung, […] Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Grundlagen zu schaffen – technologisch, regulatorisch und operativ.“

Taurus und Bitpanda als Kooperationspartner

Für die technische Umsetzung arbeitet die Deutsche Bank mit Taurus und Bitpanda Technology Solutions zusammen. Taurus liefert Infrastruktur für die Verwahrung und Tokenisierung digitaler Assets, während Bitpanda seine Krypto-Technologie einbringt.

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Mit beiden Unternehmen bestehen bereits seit Längerem Kooperationen. Die Deutsche Bank ist zudem seit 2023 an Taurus beteiligt. Das neue Angebot baut damit auf bestehenden Partnerschaften und erprobter Infrastruktur auf.