Hyperliquid hat innerhalb von 24 Stunden rund 21.040 HYPE-Token zurückgekauft und vernichtet. Der Gesamtwert lag bei etwa 1,64 Millionen US-Dollar. Das geht aus einer Meldung des Onchain-Analysedienstes OnchainLens vom 7. November hervor.

Der durchschnittliche Rückkaufpreis betrug 77,93 US-Dollar pro Token. Die Transaktionen sind Teil des automatisierten Rückkaufprogramms der dezentralen Handelsplattform, das einen Großteil ihrer Einnahmen zur Reduzierung des HYPE-Angebots verwendet.

Handelsgebühren finanzieren die regelmäßigen HYPE-Burns

Im Mittelpunkt steht der sogenannte Assistance Fund. Dieser erhält Einnahmen aus Handelsgebühren und verwendet sie für HYPE-Käufe am offenen Markt.

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Die zurückgekauften Token werden anschließend dauerhaft aus dem verfügbaren Angebot entfernt. Laut der offiziellen Hyperliquid-Dokumentation läuft dieser Prozess automatisiert über die Layer-1-Blockchain.

Die Dokumentation beschreibt den Mechanismus, ins Deutsche übertragen, folgendermaßen:

„Der Assistance Fund wandelt Handelsgebühren automatisch in HYPE um. Diese Bestände werden verbrannt und aus Umlaufmenge und Gesamtangebot entfernt.“

Nach Angaben einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlage fließen 99 Prozent der Protokollgebühren in den Assistance Fund.

Bis zum 8. September 2026 wurden auf diesem Weg bereits 47,1 Millionen HYPE dauerhaft aus dem Verkehr genommen. Das entsprach rund 4,7 Prozent des ursprünglich auf eine Milliarde Token begrenzten Angebots.

Zusätzliche USDC-Erträge treffen auf geplante Tokenfreigaben

Neben den Handelsgebühren erschließt Hyperliquid weitere Einnahmequellen für Rückkäufe. Über das AQAv2-Modell sollen auch Erträge aus USDC-Reserven in den Assistance Fund fließen.

Wie Kryptorevolution bereits berichtete, wurde das zusätzliche jährliche Rückkaufvolumen ursprünglich auf rund 180 Millionen US-Dollar geschätzt. Die tatsächlichen Einnahmen hängen allerdings vom Stablecoin-Bestand und dem Zinsniveau ab.

Ein weiterer Bericht über die Erweiterung des Rückkaufprogramms erläutert, wie die zusätzlichen Zinserträge die bisherigen Gebühreneinnahmen ergänzen sollen.

Für das verfügbare HYPE-Angebot sind gleichzeitig die geplanten Tokenfreigaben relevant. Laut den veröffentlichten Zuteilungsbedingungen sind 23,8 Prozent des ursprünglichen Angebots für Kernentwickler reserviert. Diese Bestände werden schrittweise freigegeben.

Damit wirken zwei Entwicklungen parallel: Während die Rückkäufe Token dauerhaft entfernen, können Freigaben die handelbare Menge erhöhen.

Davon zu unterscheiden sind Käufe durch externe Investoren wie Hyperliquid Strategies. Die börsennotierte Gesellschaft hält HYPE für ihre eigene Bilanz. Solche Käufe entsprechen keiner dauerhaften Tokenvernichtung.

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Wie stark das tägliche Rückkaufvolumen ausfällt, hängt weiterhin von den Einnahmen der Handelsplattform ab. OnchainLens beziffert die jüngste Aktivität auf 21.040 HYPE, ohne in der Meldung einen Nettoeffekt unter Berücksichtigung gleichzeitig freigegebener Token auszuweisen.