Hyperliquid hat am 26. August mit der Erfassung der USDC-Reserveerträge unter AQAv2 begonnen. Rund 90 Prozent der bereinigten Rendite sollen künftig in den Assistance Fund fließen, der damit HYPE am Markt zurückkauft und dauerhaft vernichtet.
USDC-Zinsen fließen an Hyperliquid
AQAv2 steht für „Aligned Quote Asset v2“ und erweitert Hyperliquids Einnahmemodell um eine Quelle, die nicht unmittelbar vom Handelsvolumen abhängt. Um Missverständnisse zu vermeiden: Nicht 90 Prozent der USDC-Reserven werden eingesetzt, sondern rund 90 Prozent der mit diesen Reserven erwirtschafteten Nettoerträge.
Hyperliquid erklärte im offiziellen Produkt-Update:
„AQAv2 öffnet den Status für Stablecoins, die nicht exklusiv auf Hyperliquid ausgegeben werden. Die Anbieter teilen den Großteil der Reserveerträge mit dem Protokoll.“
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Der Treasury-Deployer überweist 100 Prozent des sogenannten AQA-Satzes an das Protokoll. Dabei handelt es sich um eine kostenbereinigte On-Chain-Referenzrate, die nach Abzug der Aufwendungen ungefähr 90 Prozent der Bruttorendite entspricht.
Coinbase und Circle sichern Mechanismus ab
Coinbase übernimmt die Rolle des Treasury-Deployers und verwaltet die zugehörigen USDC-Treasury-Adressen. Circle fungiert als technischer Deployer und ist für Minting, Rücknahmen sowie die native Cross-Chain-Infrastruktur über das Cross-Chain Transfer Protocol verantwortlich.
Beide Unternehmen haben jeweils 500.000 HYPE hinterlegt. Die Einlagen können gekürzt werden, falls sie ihre technischen oder finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen. Coinbase erklärte bei der Aktivierung im Juni:
„Coinbase ist nun offizieller Betreiber der USDC-Treasury-Wallet von Hyperliquid. Wir aktivieren AQAv2 über die beiden folgenden Adressen.“
Die USDC-Bestände werden im Verhältnis 9:1 zwischen der Treasury-Adresse und dem mit HyperCore verbundenen HyperEVM-Vertrag gehalten. Automatische Transaktionen stellen das Verhältnis fortlaufend wieder her.
Erste Rückkäufe starten im Oktober
AQAv2 wurde technisch bereits im Juni aktiviert und anschließend von den Validatoren bestätigt. Der 26. August markiert daher den Beginn der Ertragsansammlung, nicht den ersten HYPE-Kauf.
Die Einnahmen werden in 30-Tage-Zyklen erfasst. Die erste Überweisung an den Assistance Fund ist für den 3. Oktober vorgesehen. Erst dann entsteht aus dem neuen Ertragsstrom tatsächlich zusätzliche Kaufnachfrage am Markt.
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Laut aktuellen Daten von DefiLlama liegen rund 6,79 Milliarden US-Dollar in Stablecoins auf Hyperliquid. USDC stellt davon 97,93 Prozent beziehungsweise etwa 6,65 Milliarden US-Dollar.
Bei einer kostenbereinigten Rendite von drei Prozent und einem Protokollanteil von 90 Prozent ergibt sich rechnerisch eine jährliche Buyback-Summe von knapp 180 Millionen US-Dollar.
Die Zahl ist jedoch nicht festgeschrieben. Sie verändert sich mit dem USDC-Bestand, den kurzfristigen US-Zinsen und den anrechenbaren Kosten.
Bereits vor AQAv2 leitete Hyperliquid 99 Prozent seiner Protokolleinnahmen an den Assistance Fund weiter. DefiLlama beziffert die derzeit annualisierten Einnahmen auf rund 724 Millionen US-Dollar.
HYPE notierte zum Redaktionszeitpunkt bei rund 82,65 US-Dollar und damit knapp unter seinem Rekordhoch von 83,53 US-Dollar. Der Kurs ist innerhalb einer Woche um rund 43 Prozent gestiegen. Ob AQAv2 den Kaufdruck dauerhaft erhöht, wird sich allerdings erst anhand der tatsächlichen Zahlungen ab Oktober beurteilen lassen.













