Strategy CEO Phong Le will sein Unternenehmen zu einer globalen Bitcoin-Bank weiterentwickeln. Bei einem Interview auf der Finanzkonferenz Money20/20 erklärte er, dass Strategy künftig Finanzprodukte anbieten möchte, die weltweit von acht Milliarden Menschen genutzt werden könnten.
Im Mittelpunkt steht die Vorzugsaktie STRC, die derzeit eine jährliche Dividendenrate von zwölf Prozent bietet. Das Unternehmen hält inzwischen 849.327 Bitcoin und kontrolliert damit rund 4,04 Prozent der maximal verfügbaren Menge. Die Bestände sollen künftig verstärkt als wirtschaftliche Grundlage für Finanzprodukte dienen.
Strategy will ein globales Finanzsystem auf Bitcoin aufbauen
Le sieht die Zukunft des Unternehmens nicht allein im Erwerb weiterer Bitcoin. Vielmehr soll Strategy eine Finanzinfrastruktur entwickeln, die Banken, Zahlungsdienstleistern und institutionellen Investoren neue Anlage- und Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet.
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Im Interview erklärte er dazu:
„Die Alternative zu einem auf dem US-Dollar aufgebauten Finanzsystem ist digitales Kapital, also der Bitcoin-Standard. Wir haben auf dieser Grundlage eine Reihe von Finanzprodukten entwickelt. Mit der Zeit werden wir einer Bitcoin-Bank sehr ähnlich sehen. Nicht im rechtlichen Sinne einer Bank, sondern so, wie traditionelle Banken ihre Produkte auf Basis des US-Dollars aufbauen.“
Konkret setzt Strategy auf verschiedene Vorzugsaktien, darunter STRC, STRF und STRK. Über diese Instrumente kann das Unternehmen Kapital aufnehmen, ohne ausschließlich neue Stammaktien ausgeben zu müssen.
Wie bereits berichtet, plant Strategy, über die Ausgabe digitaler Kreditinstrumente zusätzliche Mittel für Bitcoin-Käufe und die eigene Finanzierungsstruktur zu beschaffen.
Zwölf Prozent Dividende: Strategy will traditionelle Banken erreichen
Eine zentrale Rolle spielt STRC. Die börsengehandelte Vorzugsaktie bietet derzeit eine variable Dividendenrate von zwölf Prozent jährlich, bezogen auf ihren Nennwert von 100 US-Dollar. Le beschreibt das Geschäftsmodell als innovativ:
„Wir haben die Volatilität reduziert und die Rendite entsprechend gesenkt. Daraus entstand ein Produkt namens STRC, das statt einer jährlichen Bitcoin-Rendite von 30 Prozent laufende Erträge von zwölf Prozent bieten soll, bei deutlich geringeren Schwankungen. Wenn wir damit zu Banken oder Zahlungsdienstleistern gehen, können diese plötzlich Finanzprodukte entwickeln, die ihren Kunden Erträge auf Einlagen oder bislang ungenutztes Kapital ermöglichen.“
Die zwölf Prozent sind allerdings keine garantierte Anlagerendite. STRC ist eine Vorzugsaktie mit Kurs-, Emittenten- und Liquiditätsrisiken. Die Dividendenrate kann angepasst werden.
Seit dem 1. November werden die Dividendenansprüche täglich erfasst. Strategy hat zudem rund 2,04 Milliarden US-Dollar für STRC-Aktienrückkäufe aufgewendet.
Die Finanzierung bleibt ein entscheidender Faktor. Im bisherigen Jahresverlauf verkaufte das Unternehmen Bitcoin im Wert von rund 431,8 Millionen US-Dollar, um Dividenden und Rückkäufe zu finanzieren. Die gezielten Bitcoin-Verkäufe sind inzwischen fester Bestandteil seiner Kapitalstrategie.
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Le formulierte sein langfristiges Ziel entsprechend deutlich:
„Strategy wird weiterhin der weltweit größte Unternehmenshalter von Bitcoin sein. Wir werden Finanzprodukte entwickelt haben, die von acht Milliarden Menschen auf der ganzen Welt genutzt werden, und wir werden die Bitcoin-Bank der Welt sein.“
Bislang handelt es sich dabei um eine strategische Zielvorstellung. Konkrete Vereinbarungen mit Banken über eine weltweite Einführung dieser Produkte oder einen Zeitplan für die angestrebte Reichweite nannte Le nicht.












