Bitcoin konnte seit Mitte August von 64.000 USD auf knapp 86.500 USD zum Redaktionszeitpunkt steigen. Dabei hat auch das größte börsennotierte BTC-Treasury-Unternehmen der Welt Bitcoin nachgekauft. Analyst Peter Schiff greift diese Entwicklung auf und sorgt mit einer brisanten Aussage für Aufsehen.

Schiff: Strategy wird Bitcoin plötzlich verkaufen

Wie wir bereits berichteten, hatte Strategy in der Zeit vom 22.06. bis zum 23.08.2026 keine Bitcoin gekauft. Allerdings hat Strategy seit Ende Juni bis zum 09.08.2026 insgesamt 6.948 BTC für rund 431,8 Millionen USD zu einem durchschnittlichen Preis von 62.150 USD verkauft.

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Anschließend kaufte Strategy in der Woche vom 24.08. bis 30.08.2026, also knapp drei Wochen später, 4.603 BTC für 369,7 Mio. $ zu einem Durchschnittspreis von 80.318 USD zurück. Damit liegt der durchschnittliche Kaufpreis knapp 18.000 USD höher als noch drei Wochen zuvor.

Einige Analysten sowie Investoren von Strategy fanden diese Entscheidung unverständlich und beschwerten sich bei der Unternehmensführung. In einem Q&A-Investorentelefonat erklärte CEO Phong Le jedoch, dass Strategy zunehmend flexibler mit Bitcoin arbeitet.

Bis Anfang August baute Strategy die Cash-Reserve auf 6,6 Milliarden USD aus. Damit können alle Verbindlichkeiten des Unternehmens für die nächsten zwei Jahre vollumfänglich bedient werden.

Peter Schiff nahm in einem neuen Tweet auf X Bezug auf diesen Vorgang und warnte Bitcoin-Investoren davor, dass Strategy sehr zeitnah erneut BTC verkaufen und damit den Preis drücken könnte. Er erklärt:

“Bei seiner letzten Bitcoin-Verkaufswelle verkaufte Strategy 6.948 Bitcoin und erzielte dabei einen Nettoerlös von rund 431,8 Millionen US-Dollar – also etwa 62.150 US-Dollar pro Bitcoin. Jetzt kauft er einen Teil der zuvor verkauften Bitcoin für mehr als 80.000 US-Dollar pro Bitcoin zurück. Es dürfte nicht lange dauern, bis er bei niedrigeren Kursen wieder verkauft.”

Peter Schiff sorgte bereits in der Vergangenheit mit brisanten und teilweise nicht nachvollziehbaren Aussagen für hitzige Diskussionen. Wenngleich Schiff die Zusammenhänge korrekt wiedergegeben hat, wird Strategy in dem jetzt bevorstehenden Bullenmarkt höchstwahrscheinlich keine BTC verkaufen.

Ende Juli saß Strategy auf einem Buchverlust von knapp 5,4 Milliarden USD und schreibt knapp sechs Wochen später unrealisierte Gewinne in Höhe von 8,86 Milliarden USD. Der Trader und Analyst Stanman führt auf X aus, dass Strategy bei einem BTC-Kursanstieg von 1.000 USD rund 846 Millionen USD mehr Buchgewinn einfährt:

“Wenn deine Bilanz so viel BTC enthält, wird selbst jede kleine Kursbewegung gewaltig.

Ein Bitcoin-Kursanstieg von 1.000 US-Dollar bedeutet für Strategy ungefähr 846 MILLIONEN US-Dollar an unrealisiertem Gewinn bzw. Verlust.

MSTR (die Aktie von Strategy, Anmerkung der Redaktion) ist mittlerweile im Grunde Bitcoin in einer Unternehmenshülle.”

Der CEO von Strategy führte vor zwei Wochen aus, dass sein Unternehmen im weiteren Verlauf des Jahres 2026 weiter Bitcoin akkumulieren wird, unabhängig davon, bei welchem Preis BTC jeweils steht:

“Wir werden Bitcoin bei 80.000 US-Dollar kaufen. Wahrscheinlich werden wir auch bei 90.000 und 100.000 US-Dollar kaufen. Wenn Bitcoin bei einem neuen Allzeithoch von 130.000 US-Dollar steht, werden wir ebenfalls kaufen. Die Leute werden sagen, wir kaufen am Hoch. Wenn Bitcoin dann bei 260.000 US-Dollar steht, werden sie sagen, dass 130.000 US-Dollar ein guter Kaufpreis war.”

Bitcoin-Kurs muss 50-Wochen-Durchschnitt verteidigen

Nachdem Bitcoin den Widerstandsbereich um 85.000 USD überwunden hat, notiert der Kurs erstmals seit Januar wieder oberhalb seines gleitenden 50-Wochen-Durchschnitts. Die Rückeroberung dieser langfristigen Trendlinie gilt unter technischen Analysten als wichtiges Signal dafür, dass sich die übergeordnete Marktstruktur zugunsten der Käufer verschieben könnte.

Diese Marke fungierte während des jüngsten Bärenmarktes über einen längeren Zeitraum als hartnäckige Widerstandszone für Bitcoin. Deswegen ist es besonders wichtig, dass sich der BTC-Kurs nachhaltig oberhalb des gleitenden 50-Wochen-Durchschnitts etablieren kann und dieser anschließend als neue Unterstützung dient.

Im Jahr 2023 konnte Bitcoin ebenfalls die 50-Wochen-Linie zurückerobern. Anschließend folgte eine ausgeprägte Aufwärtsbewegung, die schließlich in einem neuen Allzeithoch mündete.

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Auch das Scheitern des Clarity Acts und eine Zinserhöhung durch die FED konnten Bitcoin und den Kryptomarkt zuletzt nicht stoppen. Ob Bitcoin im gleichen Tempo weiter steigen kann, bleibt zunächst abzuwarten. Eine kurzfristige Konsolidierungsphase mit einem Retest der Marke von 83.000 USD halten viele Analysten für möglich.