Der südkoreanische Vermögensverwalter Shinhan Asset Management will einen in koreanischen Won denominierten Fonds auf der Solana-Blockchain auflegen. Dafür wurde eine Absichtserklärung mit der Solana Foundation, der Tokenisierungsplattform Etherfuse und dem Solana-basierten DeFi-Protokoll Orca unterzeichnet.

Vom klassischen Fonds zum Onchain-Produkt

Mit einem verwalteten Vermögen von 153,2 Billionen Won (umgerechnet 94,7 Milliarden Euro) gehört Shinhan zu den größten Vermögensverwaltern Südkoreas. Das Projekt bringt damit einen etablierten institutionellen Anbieter in einen Markt, der bislang stark von US-Dollar-Produkten geprägt ist.

Als Vorbild dient laut Angaben des Unternehmens BlackRocks BUIDL-Fonds. Dieses Anlagevehikel ist ein tokenisierter Währungsfonds auf USD-Basis für institutionelle Anleger. Statt des US-Dollars soll ein Finanzprodukt auf Basis des koreanischen Won lanciert werden.

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BlackRocks BUIDL verwaltet bisher ein Volumen von 2,7 Milliarden USD und ist ein Multi-Chain-Fonds der auf mehreren Blockchains tokeniserte Token besitzt. Davon fallen ungefähr 20% auf Solana mit einem gegenwärten Wert von 600 Millionen USD.

Die technische Infrastruktur des Fonds von Shinhan verteilt sich auf mehrere Unternehmen. Solana stellt die technische Basis bereit, während Etherfuse die Tokenisierung des koreanischen Wons übernimmt. Orca hingegen stellt die Infrastruktur für die Onchain-Liquidität innerhalb des Solana-Ökosystems bereit.

RWA-Markt soll bis 2030 enorm wachsen

Laut offiziellen Angaben der Boston Consulting Group soll der Markt für tokenisierte Real-World Assets (RWA) mit einem heutigen Volumen von 36 Milliarden USD bis 2030 auf insgesamt 30 Billionen USD wachsen können.

Ob solche Größenordnungen erreicht werden, hängt stark von Regulierung, institutioneller Nachfrage und der technischen Integration bestehender Finanzmärkte ab.