• STRC fiel zeitweise auf 82,61 US-Dollar und damit deutlich unter den Zielwert von 100 US-Dollar.
  • Peter Schiff sieht darin ein Warnsignal für Strategys Bitcoin-Modell, während Befürworter von einer Leverage-Liquidation sprechen.

Der starke Einbruch von STRC setzt Strategy und Michael Saylor unter Druck. Das Preferred-Stock-Produkt fiel Ende der Woche deutlich unter seinen Zielwert von 100 US-Dollar und löste eine Debatte darüber aus, wie stabil Strategys Bitcoin-Finanzierungsmodell wirklich ist.

Peter Schiff verschärft seine Kritik an Michael Saylor

STRC ist für Strategy wichtig, weil das Unternehmen darüber neues Kapital aufnehmen kann. Solange STRC nahe oder über 100 US-Dollar handelt, kann Strategy neue Anteile verkaufen und mit den Erlösen unter anderem weitere Bitcoin kaufen. Fällt STRC deutlich unter diesen Wert, wird dieser Finanzierungsweg schwieriger. Genau das ist nun passiert. STRC fiel zeitweise bis auf 82,61 US-Dollar.

Peter Schiff nutzte den Einbruch für einen scharfen Angriff auf Michael Saylor. Auf X schrieb er:

„Das finanzielle Kartenhaus, das Saylor aufgebaut hat, bricht zusammen. Der Abschlag von MSTR auf seine Bitcoin-Bestände steigt stark an, STRC stürzt ab und Bitcoin selbst bricht ein und zieht den Rest des Kryptomarktes mit nach unten. Bald wird Saylor seine orangefarbene Krawatte gegen einen orangefarbenen Gefängnisanzug eintauschen.“

Später schwächte Schiff diese Aussage teilweise ab:

„Ich hasse ihn nicht. Aber ich denke, dass er Investoren getäuscht hat. Ich bin mir nicht sicher, ob das strafrechtlich relevant ist. Das war eher ein Scherz. Aber zivilrechtlich könnte es durchaus relevant sein.“

STRC Crash belastet den Bitcoin-Kurs

Für Bitcoin ist die News deshalb brisant, weil Strategy seit Jahren der wichtigste institutionelle Käufer ist. Das Unternehmen hat seine Bitcoin-Bestände immer wieder über Kapitalmarktinstrumente ausgebaut. Wenn STRC unter Druck steht, könnte Strategy weniger Kapital für weitere Käufe haben.

Anfang Juni meldete Strategy den Verkauf von 32 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Millionen US-Dollar zur Finanzierung von Preferred-Stock-Dividenden. Es war die erste öffentlich ausgewiesene Netto-Bitcoin-Veräußerung des Unternehmens seit 2022.

Befürworter des Modells weisen jedoch darauf hin, dass der Kurssturz von STRC nicht mit einer Verschlechterung der Zahlungsfähigkeit gleichzusetzen sei. Strive-CEO Matt Cole bezeichnete den Einbruch als „Leverage-Liquidation Event“ und nicht als Credit Event. Seiner Darstellung nach führten Margin Calls und erzwungene Verkäufe gehebelter Investoren zu einer Abwärtsspirale, obwohl sich an der Bonität der Emittenten nichts Wesentliches geändert habe.

Auf X ist STRC zum größten Thema innerhalb der Bitcoin-Community geworden. Einige Kritiker sehen Parallelen zum 2022-Terra Luna Crash und warnen, dass der Bärenmarkt erst vorbei sein wird, wenn Saylor liquidiert wird. Andere Experten halten dies aber für äußerst unwahrscheinlich.