Nach dem bislang größten Hackerangriff in der Gesichte von Kryptowährungen am Donnerstag kommt Binance bei der Wiederherstellung der gestohlenen Vermögenswerte in Höhe von 6,3 Milliarden USD weiter voran. Wie die Börse gestern mitteilte, sollen die Auszahlungen ab heute für die größten Coins wieder starten.
Binance greift auf SAFU-Fonds und eigene Unternehmensreserven zurück
Zur Wiederbeschaffung der gestohlenen Vermögenswerte nutzt Binance mehrere Quellen. Neben den eigenen finanziellen Ressourcen kommen Teile des Secure Asset Fund for Users (SAFU) und überschüssige Mittel aus dem Futures-Versicherungsfonds zum Einsatz.
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Der 2018 eingerichtete SAFU-Fonds dient als finanzielle Absicherung bei außergewöhnlichen Sicherheitsvorfällen. Binance kündigte an, den Fonds anschließend wieder auf rund eine Milliarde US-Dollar aufzufüllen.
Auch die Futures-Versicherungsfonds sollen nach Angaben des Unternehmens weiterhin oberhalb der vorgeschriebenen beziehungsweise intern festgelegten Deckungsanforderungen liegen. Diese Reserven dienen normalerweise dazu, Verluste aus Liquidationen abzufedern und sogenannte Auto-Deleveraging-Ereignisse zu begrenzen.
Für folgende Kryptowährungen meldet Binance eine 100%ige Abdeckung: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Tether (USDT), BNB, Solana (SOL), USDC, XRP, USD1, RLUSD und Zcash (ZEC).
Die noch fehlenden Kryptowährungen will Binance über reguläre Handelsplätze und außerbörsliche OTC-Geschäfte erwerben. Dabei arbeitet die Börse nach eigenen Angaben auch mit Branchenpartnern zusammen.
Neuer Reservenachweis liegt vor – vollständige Prüfung ab Dienstag erwartet
Parallel veröffentlichte Binance einen neuen Proof-of-Reserves-Snapshot mit dem Stichtag 31. Oktober 2026, 00:00 Uhr UTC. Die Bestandsaufnahme soll zeigen, welche Kundenvermögen durch entsprechende Reserven gedeckt sind.
Der vollständige kryptografische Nachweis auf Basis von Zero-Knowledge-Technologie steht allerdings noch aus. Seine Berechnung benötigt laut Binance etwa 40 bis 50 Stunden und soll voraussichtlich am Dienstag, dem 3. November, abgeschlossen sein.
Erst danach können Nutzer die gemeldete Mindestdeckung ihrer Guthaben von 1:1 anhand des vollständigen Nachweises eigenständig überprüfen. Der neue Snapshot allein ersetzt diese Prüfung nicht.
Sollte es keine weiteren Probleme im weiteren Verlauf bei Abhebungen und dem normalen Handel geben, hätte Binance den zahlenmäßig umfangreichsten Cyberangriff auf eine Kryptobörse innerhalb weniger Tage ohne externe Hilfe gelöst.
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Folglich würde auch kein weiterer Abwärtsdruck auf Bitcoin und den Kryptomarkt entstehen. Alle weiteren Abwärtsbewegungen sind dann hauptsächlich auf andere Faktoren wie den Aktienmarkt und die geopolitische Sitation zurückzuführen. Der Analyst Anthony Pomplian bringt es X auf den Punkt:
“Von Binance konnten 6 Milliarden USD gestohlen werden und Bitcoin fällt daraufhin nur 5%. Das zeigt uns, wie wiederstandsfähig und robust der Bitcoin-Markt mittlerweile ist.”












