Der Bitcoin-Kurs bewegt sich seit dem 18.09.2026 in einer engen Handelsspanne zwischen 80.000 und 87.000 USD. Seitdem konnte BTC keinen starken Impuls finden, um nach oben oder unten aus dieser Range auszubrechen.
In den letzten 24 Stunden ist die Angst vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten gestiegen. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für eine bevorstehende Bitcoin-Korrektur. Zum Redaktionszeitpunkt verzeichnet Bitcoin ein Minus von 1,38 % auf 80.662 USD. (Artikel geht nach dem Chart weiter)
Steht Bitcoin vor einer massiven Korrektur?
Die Gefahr eines Rückfalls unter die psychologisch wichtige Kursmarke von 80.000 USD hat in den letzten 24 Stunden weiter zugenommen. Dabei ist es nicht allein die geopolitische Lage, die Bitcoin belastet.
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Die Ölpreise befinden sich weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. Die Nordseesorte Brent stieg um 3,14 % auf 116,72 USD je Barrel. Hintergrund dieser Entwicklung sind laut Reuters erneute Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und die daraus resultierende Sorge vor weiteren Unterbrechungen der Ölversorgung im Nahen Osten.
Heute Morgen gab es zudem Berichte darüber, dass israelische Kampfjets über der iranischen Hauptstadt gesichtet worden sein sollen. Ein weiterer Beitrag auf X behauptet, dass das israelische Militär einen erneuten Angriff auf den Iran plane. Aufgrund wichtiger Wahlen am 27.10.2026 solle dieser jedoch um einige Tage verschoben werden. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt bislang nicht vor.
Darüber hinaus sollen die USA ihre Diplomaten und deren Familien zur Ausreise aus der Region aufgefordert haben. Vor zwei Tagen wurde zudem ein weiterer Flugzeugträger mit zusätzlichen US-Streitkräften in die Region entsandt. Seine Ankunft wird für Dienstag erwartet.
Die weltweit steigenden Energiepreise könnten die Inflation weiter antreiben. Bereits im September war die US-Inflationsrate auf 3,7 % gestiegen. Erwartet worden waren 3,4 %. Eine baldige Zinssenkung, die Bitcoin und den Kryptomarkt unterstützen könnte, ist damit in weite Ferne gerückt.
Laut dem CME FedWatch Tool rechnen die Marktteilnehmer damit, dass die amerikanische Zentralbank die Leitzinsen am 28.10.2026 unverändert bei 3,75 bis 4,00 % belässt. Für Dezember wird an den Terminmärkten sogar eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte eingepreist. Eine solche Entscheidung der Fed könnte die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen wie Bitcoin zusätzlich belasten.
Gleichzeitig stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gestern erneut auf rund 5 %. Für institutionelle Anleger werden damit vergleichsweise sichere, verzinste Anlagen wie US-Staatsanleihen attraktiver.

Auch am traditionellen Aktienmarkt breitet sich derzeit Unsicherheit aus. Der S&P 500 verlor gestern 0,52 %, während der Nasdaq um 0,21 % nachgab. Seit Mittwoch ist der Nasdaq sogar um fast 3 % gefallen.
In den letzten 14 Tagen haben die Aktienmärkte mehr als 3 Billionen USD an Börsenwert verloren. Der BTC-Kurs reagierte mit einem kurzen Rückgang in Richtung 80.500 USD, konnte sich jedoch wenig später wieder erholen und fiel vorerst nicht unter die Marke von 80.000 USD.
Dennoch entsteht durch diese Entwicklungen zusätzlicher Abwärtsdruck auf Bitcoin und den Kryptomarkt. Auch die Bitcoin-ETFs verzeichnen in den letzten Tagen deutliche Kapitalabflüsse.
Bitcoin-ETFs: Fast 774 Millionen USD Abflüsse
Nachdem die US-Bitcoin-ETFs von Montag bis Mittwoch insgesamt 1,07 Milliarden USD an frischem Kapital anziehen konnten, drehte sich der Kapitalfluss. Am Donnerstag verzeichneten die Fonds Abflüsse in Höhe von rund 635 Millionen USD und damit den schwächsten Handelstag seit über vier Monaten.
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Am Freitag folgten nach vorläufigen Daten weitere Abflüsse in Höhe von rund 138 Millionen USD. Innerhalb von zwei Handelstagen summieren sich die Mittelabflüsse damit auf rund 773,5 Millionen USD. Ein Großteil der starken Zuflüsse vom Wochenanfang wurde somit wieder aufgezehrt.
Auch der US-Dollar bleibt ein Belastungsfaktor. Der Dollar-Index DXY stieg am Freitag auf rund 101,8 Punkte. Ein stärkerer Dollar geht häufig mit restriktiveren Finanzierungsbedingungen einher und kann die Nachfrage nach Bitcoin zusätzlich dämpfen.
Der Analyst und Investor Michael van de Poppe rechnet für das Wochenende mit einem klassischen Liquiditäts-Sweep. Dazu schreibt er auf X:
„Mal sehen, ob Bitcoin am Wochenende wieder einen klassischen Liquiditäts-Sweep hinlegt und dabei die gesamte Liquidität abräumt.“
Van de Poppe hält einen kurzfristigen Rückgang unter die psychologisch wichtige Marke von 80.000 USD für möglich. Ein solcher Abverkauf könnte die verbleibenden gehebelten Long-Positionen aus dem Markt drängen und anschließend den Weg für eine Kurserholung ebnen.
Als potenzielle Zielzone für diesen Liquiditäts-Sweep hatte der Analyst zuvor den Bereich zwischen 78.400 und 79.700 USD genannt. Ein Anstieg über die Marke von rund 82.900 USD würde sein bärisches Szenario hingegen entkräften. (Artikel geht nach dem Chart weiter)

Der Schweizer Analyst Doctor Profit erklärt seinen mehr als 500.000 Followern, dass Bitcoin aus seiner Sicht eine Akkumulationszone erreicht hat. Er nutzt die aktuelle Gelegenheit, um seine bestehenden Long-Positionen aufzustocken, da er weiterhin mit steigenden Kursen rechnet:
„Jedes Mal, wenn Bitcoin diese Kurszone erreicht, ist das für mich eine Gelegenheit, meine bestehenden Long-Positionen aufzustocken. Genau das tue ich auch. Diese Zone ist für mich ein Kaufbereich und kein Grund zur Panik.“
Die makroökonomische Lage spricht derzeit eher für anhaltende Unsicherheit als für eine schnelle Erholung. Dennoch hält sich Bitcoin weiterhin oberhalb der Marke von 80.000 USD. Diese Unterstützung könnte allerdings in den nächsten Tagen erneut auf die Probe gestellt werden. Ein wesentlicher Risikofaktor bleibt der möglicherweise wieder aufflammende Konflikt zwischen den USA und dem Iran.
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Warum ich eine kurzfristige Korrektur unter die Marke von 80.000 USD für realistisch halte und wie sich der Bitcoin-Kurs nach den US-Midterms entwickeln könnte, erkläre ich im neuen Video-Update:












