Bitcoin konnte sich seit dem Erreichen des vermeintlichen Bärenmarkttiefs von 58.000 USD im Juni deutlich erholen. Bis zum Redaktionszeitpunkt ist der Kurs um rund 41 % auf 81.800 USD gestiegen. (Der Artikel geht nach dem Chart weiter.)

Laut Zack Wainwright, Research Analyst bei Fidelity Digital Assets, könnte Bitcoin die Marke von 200.000 USD deutlich schneller erreichen als bisherige Kursbewegungen vermuten lassen, wenn der BTC-Kurs einem ähnlichen Muster wie nach dem Bärenmarkttief von 2022 folgt.

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BTC könnte Kursentwicklung von 2022 wiederholen

Im Videoformat Chart Chatter erklärt Wainwright in einer neuen Analyse vom 22. Oktober 2026, dass BTC den Kursverlauf nach dem Bärenmarkttief von 2022 wiederholen könnte:

“Bitcoin ist seit seinem Bärenmarkttief bei rund 58.000 Dollar im Juni 2026 um fast 50 Prozent gestiegen.

Sein Weg nach oben sieht dem Kursverhalten nach den Tiefständen von 2022 bemerkenswert ähnlich.”

Bitcoin-Kursentwicklung nach den Bärenmarkttiefs 2022 und 2026 im Vergleich. Fidelity-Diagramm zeigt die prozentuale Erholung über die Tage seit dem jeweiligen Tiefpunkt.
Bitcoin zeigt 2026 ein ähnliches Erholungsmuster wie nach dem Bärenmarkttief von 2022. Die Fidelity-Grafik vergleicht die prozentualen Kursanstiege seit den jeweiligen Tiefständen. Quelle: Fidelity Digital Assets.

Er weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass ein vergleichbarer Kursverlauf nicht automatisch zu den gleichen Renditen wie damals führt:

“Es ist wichtig festzuhalten, dass Bitcoin im Laufe der Zeit abnehmende Renditen verzeichnet hat und die vergangene Wertentwicklung keine Garantie für zukünftige Ergebnisse ist.”

Trotz der aktuell angespannten makroökonomischen Lage und einer möglichen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten sieht der Analyst weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial für BTC:

“Anleger sollten deshalb nicht erwarten, dass Bitcoin im Vergleich zum vorherigen Zyklus eine bessere Performance erzielt.

Das Potenzial für einen starken Preisanstieg in absoluten Dollarbeträgen bleibt jedoch bestehen.”

Warum Bitcoin die Marke von 200.000 Dollar schneller erreichen könnte als gedacht

Wainwright erklärt, dass Bitcoin zwar fast 16 Jahre benötigt hat, um die Marke von 100.000 USD zu erreichen. Aufgrund der weltweit steigenden Adoption und der zunehmenden Nutzung durch institutionelle Anleger an der Wall Street könnte die Marke von 200.000 USD jedoch deutlich schneller erreicht werden:

“Obwohl Bitcoin fast 16 Jahre gebraucht hat, um erstmals die Marke von 100.000 Dollar zu überschreiten, könnte der Anstieg von 100.000 auf 200.000 Dollar viel schneller erfolgen. Anleger sollten also darauf vorbereitet sein.”

Der Unterschied liegt seiner Einschätzung nach vor allem in der absoluten Kursbewegung. Während der Sprung von 100.000 auf 200.000 Dollar einen weiteren Anstieg um 100 Prozent erfordert, entspricht dies gleichzeitig einem Kursgewinn von 100.000 Dollar pro Bitcoin.

Bei einem aktuellen Bitcoin-Kurs von knapp 81.700 USD wäre bis zur Marke von 200.000 Dollar ein Anstieg von rund 145 Prozent nötig. Laut dem oben gezeigten Chart von Fidelity könnte Bitcoin die Marke von 200.000 USD rund 450 Tage nach dem Bärenmarkttief erreichen, sofern sich die bisherige Kursentwicklung weiterhin ähnlich wie nach dem Tiefstand von 2022 fortsetzt.

Dies würde rein rechnerisch einem ungefähren Zeitpunkt im September 2027 entsprechen. Wainwright schließt seine Analyse mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass es sich dabei lediglich um eine Hochrechnung von ihm und seinem Team handelt und keinesfalls um eine Garantie für zukünftige Gewinne am Bitcoin-Markt.

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Zuletzt sorgte JPMorgan mit einem neuen Ausblick für Aufmerksamkeit. Die größte US-Bank berücksichtigt Bitcoin in einer neuen Analyse und prognostiziert für die Kryptowährung eine jährliche Rendite von 10 % in den kommenden Jahren. Damit liegt Bitcoin in der Prognose noch vor Gold (5,5 %) und Aktien (8,20 %).

JPMorgan-Tabelle mit zehn Prozent erwarteter Bitcoin-Jahresrendite und 55 Prozent Volatilität im Vergleich zu Aktien, Anleihen und Gold.
JPMorgan veranschlagt für Bitcoin eine geometrische Jahresrendite von zehn Prozent bei 55 Prozent annualisierter Volatilität. Für große US-Aktien erwartet das Haus 7,5 Prozent Rendite, für Gold 5,5 Prozent. Quelle: J.P. Morgan Asset Management.

Im Jahr 2016 bezeichnete Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, Bitcoin als Betrug und Schneeballsystem. Inzwischen berücksichtigt die größte US-Bank, die ein Vermögen von 5,21 Billionen USD verwaltet, Bitcoin in ihren langfristigen Renditeprognosen.

Das verdeutlicht, wie stark sich die Wahrnehmung von BTC innerhalb der traditionellen Finanzbranche in den vergangenen zehn Jahren verändert hat. Du kannst dir das gesamte Video von Fidelity hier auf YouTube anschauen.