BlackRock hat sich öffentlich hinter den Clarity Act gestellt. Gleichzeitig erwartet Coinbase-Politikchef Faryar Shirzad bereits in der kommenden Woche eine erste Abstimmung im US-Senat. Die erforderlichen 60 Stimmen sind weiterhin nicht sicher.

BlackRock fordert regulatorischen Rahmen

Samara Cohen, Senior Managing Director und Global Head of Market Development bei BlackRock, bezeichnete den Clarity Act in einer Politico Morning Money vorliegenden Stellungnahme als wichtigen Schritt für den US-Kryptomarkt:

„Der Clarity Act ist ein wichtiger Schritt hin zu einem regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte, der Anleger an die erste Stelle setzt. Er würde den Vereinigten Staaten helfen, die nächste Ära der Marktstruktur zu gestalten – indem er Innovation unterstützt und zugleich die Transparenz, Widerstandsfähigkeit und Anlegerschutzmechanismen bewahrt, die die USA zum globalen Marktführer an den Kapitalmärkten machen.“

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Patrick Witt, geschäftsführender Direktor des Beirats des Präsidenten für digitale Vermögenswerte im Weißen Haus, betonte via X:

„Der weltweit größte Vermögensverwalter hat sich gerade für den Clarity Act ausgesprochen, und du verfällst in Schwarzmalerei?“

Wie entscheidend die Unterstützung durch BlackRock sein könnte, erinnerte Moonrock Capital Gründer Simon Dedic via X. Erst als BlackRock einen Spot-Bitcoin ETF-Antrag stellte, kam es zu einem plötzlichen Sinneswandel:

„Ich erinnere mich noch gut daran, wie jeder einzelne Bitcoin-ETF von der SEC abgelehnt wurde – bis BlackRock auf den Plan trat und die Behörde ihre Haltung schlagartig änderte. […] Ganz gleich, wie ablehnend sich manche Demokraten gegenüber Krypto verhalten mögen: Das Ignorieren all dieser Forderungen hätte auf lange Sicht schlichtweg zu schwerwiegende Konsequenzen. Schon nächste Woche werden wir mehr wissen.“

Coinbase erwartet Abstimmung am 3. August

Coinbase Chief Policy Officer Faryar Shirzad bezeichnete den Clarity Act bei Fox Business als Ergebnis einer „außergewöhnlich parteiübergreifenden“ Zusammenarbeit. Zugleich nannte er einen möglichen Abstimmungstermin:

„Der Entwurf ist bereit für die abschließende Entscheidung. Wir sind sehr zuversichtlich, dass er verabschiedet wird. Ich glaube, dass bereits am Montag kommender Woche abgestimmt werden könnte.“

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Damit könnte bereits am 3. August die letzte Chance vor der Sommerpause da sein. Shirzad ließ allerdings offen, ob er eine Verfahrensabstimmung oder die endgültige Verabschiedung erwartet.

Nach Informationen von Crypto in America müsste Mehrheitsführer John Thune zunächst die sogenannte Cloture für den Antrag auf Aufnahme der Beratungen beantragen. Die anschließende Abstimmung findet gewöhnlich zwei Sitzungstage später statt und benötigt 60 Stimmen. Danach könnten bis zu 30 weitere Debattenstunden folgen.

Der Zeitplan ist weiterhin das zentrale Problem. Der Senat ist regulär bis einschließlich 7. August (Freitag) in Washington. Die Sommerpause beginnt offiziell am 10. August. Die republikanische Führung erwägt dem Bericht zufolge jedoch, die Kammer bei ausreichender Unterstützung während der ersten Tage der Sommerpause weiterarbeiten zu lassen.