Der Bitcoin-Kurs hält sich bislang oberhalb der Marke von 77.000 USD und notiert zum Redaktionszeitpunkt bei 77.900 USD. Laut ersten Hochrechnungen haben die Republikaner bei den US-Zwischenwahlen deutliche Verluste erlitten. Trump dürfte künftig vor allem auf sein Vetorecht zurückgreifen, um sich gegen Gesetzesvorhaben zu stellen.
Aus den Reihen der Demokraten wurden bereits Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen den Kryptosektor laut. Auch ein erneutes Amtsenthebungsverfahren steht im Raum. Diese Entwicklungen könnten Bitcoin und dem gesamten Kryptomarkt erheblichen Schaden zufügen.
Trump verliert: Langfristige Auswirkungen auf Krypto ungewiss
Bei den US-Zwischenwahlen vom 3. November 2026 haben die Demokraten deutliche Zugewinne erzielt und damit die Machtverhältnisse in Washington grundlegend verändert.
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Laut aktuellen Hochrechnungen konnten sie mindestens acht bislang republikanisch gehaltene Sitze im Repräsentantenhaus gewinnen, unter anderem in Kentucky, New Jersey und North Carolina. US-Medien rechnen inzwischen mit einer demokratischen Mehrheit in der Parlamentskammer, in der 218 der insgesamt 435 Sitze für eine Mehrheit erforderlich sind.
Noch deutlicher fällt das Ergebnis im Senat aus: Dort haben die Demokraten laut Associated Press bereits die Mehrheit zurückgewonnen. Insgesamt konnten sie sechs zuvor republikanisch gehaltene Senatssitze erobern. Damit verlieren die Republikaner ihre bisherige Kontrolle über den Senat, während sich auch im Repräsentantenhaus ein Machtwechsel abzeichnet.
Der bevorstehende Machtwechsel könnte zusätzlichen Verkaufsdruck auf Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt auslösen. Entscheidend sind dabei vor allem die Zukunft des CLARITY Act sowie die Verabschiedung weiterer Krypto-Gesetze. Der CLARITY Act sollte einen klaren und kryptofreundlichen Rechtsrahmen schaffen. Das Gesetz scheiterte jedoch bereits am 15. September im Senat an der erforderlichen Mehrheit von 60 Stimmen.
Damals fiel Bitcoin um mehr als 5 %, während die Aktien von Coinbase und Circle kurzfristig um mehr als 10 % einbrachen. Ab Januar 2027, wenn der neu gewählte Kongress erstmals seine Arbeit aufnimmt, könnte sich die Situation weiter verschärfen: Die demokratische Senatorin Angela Alsobrooks erklärte bereits gegenüber The Block, dass sie eine erneute Priorisierung des CLARITY Act nicht für realistisch halte.
Dabei geht es nicht nur um den CLARITY Act, sondern um ein grundsätzliches Problem: Obwohl die Republikaner bislang die Mehrheit innehatten, konnten sie das kryptofreundliche Gesetz nicht durchsetzen. Durch die neuen Machtverhältnisse könnten wichtige rechtliche Erleichterungen für Kryptobörsen und Blockchain-Unternehmen auf unbestimmte Zeit ausbleiben.
Auch Trumps Pläne für eine staatliche Bitcoin-Reserve könnten durch die neuen Mehrheitsverhältnisse ausgebremst werden. Der von Senatorin Cynthia Lummis eingebrachte BITCOIN Act (S. 954) sieht vor, dass die USA innerhalb von fünf Jahren bis zu eine Million Bitcoin erwerben und langfristig als strategische Reserve halten.
Das ergänzende Gesetzesvorhaben American Reserve Modernization Act (H.R. 8957) soll die staatliche Bitcoin-Reserve gesetzlich verankern und ihre Verwaltung regeln. Beide Vorhaben könnten bei einer demokratischen Mehrheit im Kongress deutlich schwerer durchzusetzen sein.
Damit könnte ein weiterer massiver Kurstreiber vollständig entfallen: mögliche Bitcoin-Käufe durch die US-Regierung und das dadurch erhoffte bullische Momentum.
Gleichzeitig könnte auch der Digital Asset Tax Certainty Act (H.R. 10357) ins Stocken geraten. Dieser sieht steuerliche Erleichterungen für kleinere Kryptotransaktionen sowie klarere Vorschriften für Mining und Staking vor und erhielt bislang auch demokratische Unterstützung.
Obwohl Bitcoin bislang leicht positiv reagiert, sind die langfristigen Auswirkungen derzeit nicht absehbar. Im Nahen Osten droht zudem eine weitere militärische Eskalation.
USA könnten den Iran in den nächsten Stunden angreifen
Laut einem aktuellen Bericht der New York Times hat das US-Militär konkrete Pläne für eine erneute groß angelegte Militäroffensive gegen den Iran ausgearbeitet, die bereits am heutigen Mittwoch, dem 4. November 2026, beginnen könnte. Demnach stehen drei US-Flugzeugträger für mögliche Angriffe in der Region bereit.
Das Zeitfenster ist allerdings begrenzt, da einer der Flugzeugträger Anfang November in seinen Heimathafen zurückkehren muss. Hinzu kommt, dass die derzeit nahezu mondlosen Nächte besonders günstige Bedingungen für nächtliche Luftangriffe bieten.
Ob US-Präsident Donald Trump die Militäroperation tatsächlich genehmigt, ist bislang unklar. Gegenüber der Financial Times erklärte Trump noch am Dienstag, dass derzeit keine unmittelbaren Angriffe geplant seien.
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Eine erneute militärische Eskalation könnte die Ölpreise weiter nach oben treiben, die Inflationssorgen verstärken und zusätzlichen Verkaufsdruck auf Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt auslösen.












