Die Spekulation mit Dogecoin erreicht aktuell wieder das Niveau von Oktober 2025, obwohl DOGE inzwischen fast 70 Prozent tiefer notiert. Das wachsende Open Interest und die deutliche Long-Positionierung erhöhen die Chance auf eine Erholung – zugleich wächst jedoch das Risiko einer Liquidationswelle.
Dogecoin-Trader bauen den Hebel wieder auf
Das Open Interest in DOGE-Futures ist laut Coinglass seit Ende Juni von rund 930 Millionen auf 1,21 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 30 Prozent.
Noch deutlicher wird die Entwicklung in DOGE gerechnet. Derzeit sind Futures im Umfang von 17,18 Milliarden DOGE offen. Im Oktober 2025 waren es 17,78 Milliarden DOGE – damals kostete der Memecoin allerdings rund 0,25 US-Dollar und damit mehr als dreimal so viel wie heute.
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Der Nominalwert der offenen Kontrakte entspricht mittlerweile rund zehn Prozent des zirkulierenden DOGE-Angebots. Damit hat der Derivatemarkt nahezu wieder das Spekulationsniveau früherer Hochphasen erreicht – obwohl der Spotkurs mit rund 0,07 US-Dollar weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau notiert.
Bereits Ende April war das Open Interest auf 15,36 Milliarden DOGE gestiegen. Damals zog der Kurs jedoch parallel um fast zehn Prozent auf rund 0,105 US-Dollar an. Aktuell fehlt diese Bestätigung durch den Kurs. Die gehebelten Positionen wachsen, ohne dass dies DOGE in eine nachhaltige Aufwärtsbewegung versetzen kann.
Auf Binance kommen mittlerweile mehr als drei Long-Konten auf ein Short-Konto. Bei OKX liegt das Verhältnis sogar über fünf zu eins. Aktuell meldet Coinglass Werte von 3,07 für Binance beziehungsweise 5,36 auf OKX. Gleichzeitig war die Funding-Rate mit 0,0066 Prozent positiv, Long-Trader zahlten also für das Halten ihrer Positionen.

Die Kontenverteilung darf jedoch nicht mit der Kapitalverteilung verwechselt werden. Mehr Long-Konten bedeuten nicht mehr Long-Kapital. Der gesamte Nominalwert bleibt auf beiden Seiten gleich. Die Long-Positionen sind im Durchschnitt kleiner.
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Die Daten sprechen daher eher für eine breite bullische Positionierung unter kleineren Tradern als für eine eindeutig größere Long-Wette institutioneller Marktteilnehmer.
Derivatehandel läuft dem Spotmarkt davon
Innerhalb von 24 Stunden wurden DOGE-Futures im Wert von rund 1,15 Milliarden US-Dollar gehandelt. Das Spotvolumen lag gleichzeitig bei lediglich 108,5 Millionen US-Dollar. Der Derivateumsatz übertraf den Spotmarkt damit um mehr als das Zehnfache.
Am Dienstag half ein Short-Squeeze DOGE kurzzeitig auf ein Zweiwochenhoch von 0,073 US-Dollar. Dabei wurden laut Coinglass Short-Positionen im Wert von mehr als 1,5 Millionen US-Dollar liquidiert. Gestern wurden hingegen 2,5 Millionen an Longs liquidiert, der Kurs fiel um mehr als 4 Prozent.

Genau hierin besteht das Risiko für Dogecoin. Während der Derivatemarkt Kursbewegungen antreiben kann, braucht es auch eine gesunde Nachfrage am Spotmarkt. Bleibt diese aus, besteht ein erhöhtes Risiko für einen größeren Long-Squeeze wie im Juni dieses Jahres.













