Das Unternehmen Revolut mit über 89 Millionen Kunden steht nach einem Datendiebstahl unter enormem Druck. Eine Hackergruppe mit dem Namen „iamnotavillain“ verlangt 6.000 Monero (XMR) als Lösegeld. Andernfalls sollen große Mengen an Kundendaten öffentlich zum Verkauf angeboten werden.

3 Millionen USD in Monero gegen Kundendaten

Die Forderung entspricht nach Angaben der Angreifer rund 3 Millionen Dollar. Das Ultimatum wurde öffentlich auf einer Website zusammen mit einem Countdown veröffentlicht. Die Gruppe setzte Revolut dabei eine Frist von 24 Stunden.

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Revolut erklärte, bislang weder direkten Kontakt noch eine direkte Lösegeldforderung von den mutmaßlichen Angreifern erhalten zu haben. Nach Angaben des Unternehmens wurden weder die Kerninfrastruktur noch Kundenkonten oder Kundengelder kompromittiert.

Der Vorfall unterscheidet sich von einem klassischen Hack auf einen Bankserver. Nach bisherigem Kenntnisstand wurden sensible Informationen herausgegeben, nachdem Revolut Anfragen erhalten hatte, die scheinbar von einer legitimen staatlichen E-Mail-Domain in Italien stammten.

Die Angreifer sollen dafür einen offiziellen Kommunikationskanal missbraucht und sich als Behördenvertreter ausgegeben haben. Auf diesem Weg seien Daten zu rund 680 Kunden abgefragt worden. Unter den betroffenen Informationen befinden sich Berichten zufolge Kontaktdaten, Adressen, Ausweisdokumente und Teile der Transaktionshistorie.

Die Gruppe behauptet zudem, gezielt Kunden mit größeren Krypto-Beständen ausgewählt zu haben. Dafür soll sie öffentliche Blockchain-Daten analysiert und anschließend konkrete Personen ins Visier genommen haben. Viele der Betroffenen sollen in der Schweiz und in Frankreich leben. Insgesamt seien Kunden aus mehr als 30 europäischen Ländern betroffen.

Revolut hatte den Vorfall bereits zuvor bestätigt und erklärt, eine „sehr begrenzte“ Zahl von Kunden sei betroffen. Das Unternehmen habe die verwendete Adresse blockiert und Behörden, Datenschutzstellen sowie Finanzaufsichten informiert.

Monero erschwert die Nachverfolgung der Lösegeldzahlung

Dass die Forderung in Monero gestellt wird, ist aus Sicht von Cyberkriminellen nachvollziehbar. Anders als bei Bitcoin sind Transaktionsbeträge sowie Sender- und Empfängeradressen bei Monero standardmäßig verschleiert. Die Blockchain ist öffentlich, lässt aber deutlich weniger Rückschlüsse auf einzelne Zahlungsströme zu.

Genau diese Eigenschaft macht XMR seit Jahren für Akteure interessant, die Zahlungswege möglichst schwer nachvollziehbar halten wollen. Für Ermittler ist eine Monero-Transaktion daher erheblich schwieriger zu analysieren als eine typische Bitcoin-Zahlung.

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Revolut arbeitet nach eigenen Angaben mit betroffenen Kunden sowie Ermittlungs- und Aufsichtsbehörden zusammen. Die Erpressungsforderung selbst wurde nach Darstellung des Unternehmens bislang nur öffentlich verbreitet und nicht direkt an Revolut übermittelt.

Der Kurs von Monero ist in den letzten 30 Tagen um 17,74 % gestiegen und liegt aktuell bei 492,64 USD. Mit einer Marktkapitalisierung von 9,26 Milliarden USD belegt XMR Rang 12 der größten Kryptowährungen der Welt.