Zcash-Inhaber haben sich mit deutlicher Mehrheit für schnellere Transaktionen und die Beibehaltung des bisherigen Halving-Modells ausgesprochen. Rund 2,4 Millionen ZEC beteiligten sich an der Abstimmung über den Umfang des kommenden Netzwerk-Upgrades NU7.

Fast 100 Prozent stimmen für schnellere Zcash-Blöcke

Etwa 2,398 Millionen ZEC und damit 99,9 Prozent der abgegebenen Stimmen unterstützten eine Verkürzung der angestrebten Blockzeit von 75 auf 25 Sekunden. Lediglich 141,625 ZEC stimmten dagegen, während sich 1.652,250 ZEC enthielten.

Zum Zeitpunkt des Snapshots waren rund 3,6 Millionen ZEC im Ironwood-Pool stimmberechtigt. Die Beteiligung erreichte damit etwa 66 Prozent und lag deutlich über der zuvor festgelegten Repräsentativitätsschwelle von einer Million ZEC. Das Ergebnis wurde entsprechend eindeutig eingeordnet:

„Die Ergebnisse stehen fest. Die Beteiligung lag deutlich über der Schwelle von einer Million ZEC. Damit wurde die erforderliche Mindestbeteiligung klar überschritten.“

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Die in ZIP 218 vorgesehene Umstellung soll die durchschnittliche Wartezeit bis zur ersten Bestätigung auf 25 Sekunden reduzieren. Gleichzeitig würden neue Aktionslimits den maximalen Orchard-Durchsatz von 2,9 auf 6,6 Transaktionen pro Sekunde erhöhen. Trotz dreimal so vieler Blöcke soll die tägliche ZEC-Emission unverändert bleiben, indem Blocksubvention und Halving-Intervall entsprechend angepasst werden.

ZEC-Inhaber lehnen geglättete Ausgabe ab

Auch bei der Geldpolitik fiel das Votum klar aus. Insgesamt 2,376 Millionen ZEC beziehungsweise 98,9 Prozent stimmten für die Beibehaltung der etwa vierjährigen Halvings. Nur 22.384,875 ZEC unterstützten eine schrittweise sinkende Emissionskurve.

Der damit abgelehnte Entwurf ZIP 234 hätte die abrupten Halbierungen der Blocksubvention durch eine kontinuierliche Reduktion ersetzt:

„Statt der von Bitcoin übernommenen vierjährigen Halvings schlagen wir eine glatte logarithmische Kurve vor. Sie nähert die bisherige Ausgabe an und wahrt die Obergrenze.“

Die maximale Menge von 21 Millionen ZEC wäre durch beide Modelle unverändert geblieben.

NSM-Gebühren sollen erst 2031 zurückkehren

Mit 96,6 Prozent votierten die ZEC-Inhaber dafür, die über den Network Sustainability Mechanism aus dem Umlauf entfernten Coins erst ab Februar 2031 erneut als Blockbelohnungen auszugeben. Dazu sollen künftig mindestens 60 Prozent der Transaktionsgebühren zählen.

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Das Ergebnis kombiniert somit die bestehende Halving-Struktur mit einer späteren zusätzlichen Einnahmequelle für Miner. Bis 2031 können die vom NSM eingesammelten ZEC zunächst anwachsen, ohne die Obergrenze des Angebots zu verändern.

Sprout-Transaktionen sollen mit NU7 enden

Weitere 2,334 Millionen ZEC stimmten dafür, Transaktionen des veralteten Sprout-Systems unmittelbar mit der Aktivierung von NU7 zu deaktivieren. Sprout wurde bereits 2018 ausgemustert, hält noch weniger als 23.000 ZEC und steht für weniger als 0,1 Prozent des Transaktionsvolumens. Über den Umgang mit den verbleibenden Guthaben entschied die Abstimmung nicht.

NU7 soll nicht auf unfertige Funktionen warten

Rund 99,3 Prozent unterstützten einen möglichst schnellen Start von NU7. Funktionen, die bis zum 30. September nicht implementiert sind, sollen aus dem Upgrade entfernt werden, anstatt dessen Veröffentlichung zu verzögern.

Das Votum ändert die Konsensregeln allerdings noch nicht. Die ausgewählten Komponenten müssen zunächst fertiggestellt, getestet und in das endgültige Upgrade aufgenommen werden. Für die Entwickler ist die Priorität nun dennoch klar: kürzere Bestätigungszeiten, unveränderte Halvings und ein schlanker NU7-Umfang.